App-Kritik: Gunnar Böke beamt mit Number26 sein Geld durch die mobile Galaxie.

von Gastautor am 04.Januar 2016 in App-Kritik, Apps, News

number26_iconGunnar Böke war stolz wie Bolle, als seine App News Republic in unserer Beitragsserie App-Kritik von Seriengründer und TV-Investor Frank Thelen („Die Höhle der Löwen“)  geadelt wurde. News Republic bekam von der „Stiftung Thelentest“ trotz Abzügen bei der B-Note ein „sehr gut“. Nun wird Gunnar selbst zum Juror und hat für mobilbranche.de sein Bankkonto gegen das Smartphone eingetauscht und die Android-App von Number26 getestet. Das gehypte Startup aus Berlin will mit einem Smartphone-Girokonto traditionellen Banken das Wasser abgraben. Und macht das ziemlich gut, findet Böke. Bei der Anmeldung braucht man allerdings einen lange Atem.

Number26_Screenshot_2015-12-30-10-13-13Number26 will das Banking mit einer Art Smartphone-Girokonto revolutionieren. In vielen Punkten tut das Berliner Startup genau das. Bei der Anmeldung braucht es aber einen langen Atem. Denn bis man seinen persönlichen Subscription-Code bekommt, kann es Wochen dauern. Aber das ist etwas, was Number26 in Zukunft und mit weiterem Wachstum in den Griff bekommen dürfte. Was ich persönlich sehr angenehm finde: dass man bei Number26 nicht mehr zur nächsten Post-Filiale laufen muss, um sich zu identifizieren, sondern das Video-Ident Verfahren nutzen kann. Anschließend bekommt man innerhalb weniger Tage seine Girokarte zugeschickt. Davor konnte ich schon das erste Geld auf mein neues Konto überweisen. Wie bei der Bank habe ich auch bei Number26 einen direkten Ansprechpartner, der mich in Mails oder Messages persönlich begrüßt – was natürlich das Vertrauen erheblich stärkt. Die App lässt sich intuitiv nutzen und man wird klar und direkt durch die 4 Hauptmenüs geführt. Die einzelnen Funktionen werden gut und schnell erklärt und können meistens mit 2 oder 3 Klicks ausgeführt werden. Auch Freunde kann ich selbstverständlich einladen und es ist sofort erkenntlich, welche meiner Freunde die App bereits nutzen und welche nicht – Verbindungsmöglichkeiten mit vielen Social-Media-Plattformen wie Facebook, Google+, Twitter, etc. sei Dank.

Besonders cool ist das Feature MoneyBeam, welches den Transfer von Geld erheblich beschleunigt. Voraussetzung ist hier natürlich, dass die/der Begünstigte ebenfalls ein Konto bei Number26 hat. Schön ist auch, dass man, wenn man zu Rewe oder Penny einkaufen geht, getrost seine Karte zuhause lassen kann. Schnell ein Barcode in der App erstellt, eine Summe dahinter geschrieben, den Barcode an der Kasse scannen lassen und schon hat man bezahlt oder kann Geld einzahlen oder abheben. Die Kassiererin war von diesem neumodischen Kram zwar nicht so begeistert, aber nun gut. Ich finde den Use Case prima!

Was gibt es noch zu erwähnen? Natürlich kann auch Number26 die Bürokratie anderer Banken nicht abschaffen. Daher dauert das Überweisen von Geld auf das Number26-Konto auch weiterhin einige Tage.

Fazit: Auch wenn ich anfangs sehr skeptisch war, sehe ich nun mehr und mehr die Vorzüge der App und des Smartphone-Girokontos und freue mich schon sehr, wenn ich irgendwann mal überall kartenlos, also nur noch mit dem Handy, zahlen kann.

gunnar-boeke-256x256Gunnar Böke ist Country Director der News-App News Republic. Zuvor war Böke u.a. bei dailyme TV und plista. Eigentlich kommt Böke aber aus der Musikbranche. Böke hat einen MBA in Music Industries und war jahrelang bei MTV tätig.

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