Köpfe der Mobilbranche: Robert Ermich von deinhandy.de.

von Kay Ulrike Treiß am 27.August 2018 in Fragebögen, News

„Er verkauft Handys im Internet“ – so beschreibt die Mutter von Robert Ermich seinen Job als Gründer und Geschäftsführer von deinhandy.de, einer unabhängigen Plattform für den Mobilfunkbereich. Vor der Gründung im Jahr 2014 hat Ermich seinen Bachelor und Master an der WHU, der Otto Beisheim School of Management, abgeschlossen. Nach der IMBA an der University of San Diego hat Robert Ermich als Head of Mobile bei Preis24.de gearbeitet. Im Fragebogen von mobilbranche.de verrät er, welche Apps für ihn unverzichtbar sind und außerdem, warum „blaue Einhörner, deren Augen Laserstrahlen verschießen“ nicht in mobile Werbung gehören.

mobilbranche.de: Was war Dein erstes Handy?

Robert Ermich: Mein erstes Handy war ein „Siemens S35i“ – das mit der abgerundeten, fest verbauten Antenne. Von der Sprachwahl über den Vibrationsalarm bis zum WAP-Browser – es hatte alles und konnte schon viel.

mobilbranche.de: Was ist aus Deiner Sicht besser: Android oder iOS und warum?

Robert Ermich: Android ist besser, da es offener gestaltet und mit mehr Produkten kombinierbar ist.

mobilbranche.de: Welche drei Apps willst Du auf Deinem Homescreen nicht mehr vermissen?

Robert Ermich: Whatsapp, Kicker und Instagram.

mobilbranche.de: Stichwort Mobile Advertising: Was war für Dich die beste Werbung ever?

Robert Ermich: Es gibt für mich keinen Alltime-Favoriten. Allerdings sind die Gadget-Werbevideos auf Instagram gut gemacht. Eigentlich braucht niemand die Gadgets, dennoch will man die irgendwie kaufen. Stichwort „Gyrostick“ für erschütterungsfreie Videos oder „Nano-Gelpads“, die den Alltag manchmal echt erleichtern. ?

mobilbranche.de: Und was war für Dich die schlechteste mobile Anzeige?

Robert Ermich: Einige Mitbewerber befinden sich zum Teil mit ihren überfüllten Anzeigen noch in den 90er Jahren. Allerdings sind die noch nichts gegen die Mobile Ads in Asien. Da sieht man nicht selten blaue Einhörner, deren Augen Laserstrahlen verschießen.

mobilbranche.de: Hast Du Mobile-Vorbilder? Wenn ja: welche?

Robert Ermich: Ja! Mich inspirieren z.B. die Ads von Adidas und Mercedes. Beide überzeugen durch klare Wiedererkennungsmerkmale und starke Filme mit gutem Sound. Für mich persönlich sind Markenstringenz und Qualität, die sich in den Ads wiederspiegeln, ein absolutes Muss und Schlüsselelement für ein gutes Marketing.

mobilbranche.de: Wie beschreibt Deine Mutter Deinen Job?

Robert Ermich: Auf den Punkt: „Robert verkauft Handys im Internet.“ Und sie hatte von Anfang an irgendwie den letzten Teil unseres Marken Claims immer im Kopf: „Gaaaaaanz Einfach.“

mobilbranche.de: Ist Dein Job für Dich Beruf oder Berufung?

Robert Ermich: Definitiv Berufung.

mobilbranche.de: Wie stehst Du zu Mobile Payment?

Robert Ermich: Mobile Payment hat sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Bei uns in Berlin-Mitte sind oft nur Barzahlungen möglich – oft werden noch nicht einmal Kreditkarten akzeptiert. Ich hoffe, dass sich Mobile Payment durchsetzt und wir uns schon bald das Portemonnaie „sparen“ können.

mobilbranche.de: Wann bzw. wo vermisst Du Mobile in Deinem Alltag, sprich: wo siehst Du noch Entwicklungspotenzial?

Robert Ermich: Als Türöffner für zu Hause und fürs Büro. Außerhalb der Stadtgrenzen von Berlin und in vielen weiteren Gebieten in Deutschland ist die Netzabdeckung leider auch noch ein Problem. Da sehe ich noch starkes Entwicklungspotenzial!

mobilbranche.de: Mobile in 5 Jahren: was ist verschwunden, was hat sich durchgesetzt?

Robert Ermich: Das Handy als Hardware wird bleiben, die Art und Weise wie wir damit interagieren, sicher eine andere. Ich denke, dass Wearables eine deutlich größere Rolle spielen werden und dass uns Sprachassistenten den Alltag noch um einiges vereinfachen werden.

mobilbranche.de: Vielen Dank für die spannenden Antworten!

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