Köpfe der Mobilbranche: Verena Hubertz von Kitchen Stories.

von Kay Ulrike Treiß am 10.September 2018 in Fragebögen, News

Verena Hubertz im Mai 2016 bei unserem 18. Mobilisten-Talk „App Marketing“

„Wir möchten den Markt für digitale Food-Rezepte revolutionieren“, sagt Verena Hubertz. Sie ist eine der Gründerinnen der App-Erfolgsgeschichte Kitchen Stories. Die millionenfach genutzte Food-Plattform bietet videobasierte Rezeptideen und neuste Technologien und bringt einmalige Kocherlebnisse in heimische Küchen. Die App-Downloadzahl liegt mittlerweile bei über 16 Millionen. Außerdem wurde das Berliner Startup mehrfach von Apple und Google als eine der besten Apps ausgezeichnet und 2017 von Apple-CEO Tim Cook in der eigenen Showküche besucht. Seit Ende 2017 ist der mittelständische Elektrogerätehersteller BSH Hausgeräte, eine Bosch-Tochter, neuer Mehrheitseigentümer. Innerhalb des Gründerteams verantwortet Verena die Bereiche Sales, Finance und HR. Im Fragebogen von mobilbranche.de verrät sie ihr Mobile-Vorbild und welche Mobile-Werbung sie „360 Grad überzeugt“ hat.

mobilbranche.de: Was war Dein erstes Handy?

Verena Hubertz: Ein Alcatel One Touch.

mobilbranche.de: Was ist aus Deiner Sicht besser: Android oder iOS und warum?

Verena Hubertz: Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Jede Plattform zeichnet unterschiedliche Aspekte aus. Ich persönlich bin allerdings mobil ein iOS-Nutzer. Obwohl nicht gefragt, bin ich allerdings einer der wenigen bei Kitchen Stories, die auf einem Windows anstatt Mac arbeiten. Das wäre allerdings eine dritte Plattform.

mobilbranche.de: Welche drei Apps willst Du auf Deinem Homescreen nicht mehr vermissen?

Verena Hubertz: Timehop, Deutsche Bahn, Instagram

mobilbranche.de: Stichwort Mobile Advertising: Was war für Dich die beste Werbung ever?

Verena Hubertz: OneFootball hat mich einmal richtig 360 Grad überzeugt. Zur Champions-League konnte man Heineken über eine OneFootball-Werbung kostenlos bestellen und bekam das Sixpack innerhalb von 30 Minuten geliefert. Passend zum Spiel und sogar alles gratis. Danach hat jeder das Bild auf Social Media geteilt und Heineken konnte in einem emotionalen Umfeld Nutzer mobil und physisch begeistern.

mobilbranche.de: Und was war für Dich die schlechteste mobile Anzeige?

Verena Hubertz: So konkret fällt mir da nicht eine spezielle Anzeige ein. Prinzipiell finde ich Full-Screen-Interstitials immer sehr störend. Ich finde es spannender, wenn man die Nutzer nativ (bestenfalls über Content-Marketing) anspricht und so einen wahren Mehrwert generiert, ohne die Nutzer bei dem zu unterbrechen, was sie eigentlich gerade machen möchten.

mobilbranche.de: Hast Du Mobile-Vorbilder? Wenn ja: welche?

Verena Hubertz: Steve Jobs, da er mit dem iPhone überhaupt erst den Weg zur App Economy geebnet hat.

mobilbranche.de: Wie beschreibt Deine Mutter Deinen Job?

Verena Hubertz: Unternehmerin in einem Büro, in dem immer viel gekocht wird.

mobilbranche.de: Ist Dein Job für Dich Beruf oder Berufung?

Verena Hubertz: Eine Kombination aus beidem. Ich habe Kitchen Stories gegründet, da ich selbst auf gängigen Kochseiten immer verloren war und daher die Video- & Schritt-für-Schritt-Anleitung benötige. Daher wäre es vermessen zu behaupten, ich habe mich schon immer berufen gefühlt, eine globale Koch-Plattform aufzubauen. Als Typ würde ich aber schon behaupten, dass ich eine Hands-On-Mentalität mitbringe und daher das Gründertun genau das Richtige für mich ist. Zum Gründen kam ich allerdings über die Idee von Kitchen Stories. Von daher vielleicht am Ende doch eine Berufung.

mobilbranche.de: Wie stehst Du zu Mobile Payment?

Verena Hubertz: Das Thema hat ein riesiges Potential (siehe China oder Schweden), allerdings werden wir hier in Deutschland noch etwas brauchen, bis wir uns vom Bargeld lösen.

mobilbranche.de: Wann bzw. wo vermisst Du Mobile in Deinem Alltag, sprich: wo siehst Du noch Entwicklungspotenzial?

Verena Hubertz: Im Bereich Payment definitiv. Ansonsten würde ich mich auch freuen, wenn man zukünftig über das Smartphone schneller bei Online-Supermärkten bestellen könnte. Das liegt allerdings nicht an den Apps, sondern eher der physischen Lieferdauer dahinter.

mobilbranche.de: Mobile in 5 Jahren: was ist verschwunden, was hat sich durchgesetzt?

Verena Hubertz: Ich rechne mit einer Konsolidierung des App-Marktes. Einige Apps werden verschwinden und Services werden meiner Meinung nach in immer größeren Ökosystemen gebündelt. So bin ich zum Beispiel gespannt, ob (bzw. wann) wir dann zukünftig auch via WhatsApp zahlen, Essen bestellen und unsere Reisen buchen können.

mobilbranche.de: Vielen Dank für die spannenden Antworten!

Lesen Sie auch die vorherigen Fragebögen unserer Serie „Köpfe der Mobilbranche“:


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