Facebook bremst Content von Unternehmen und Medien in Zukunft stark aus.

von Sebastian Beintker am 12.Januar 2018 in News, Social Media

Mark Zuckerberg möchte sein soziales Netzwerk in Zukunft wieder stärker auf den ursprünglichen Fokus der persönlichen Vernetzung zentrieren. Inhalte von Freunden und der Familie sollen im Newsfeed einen höheren Stellenwert bekommen, als Inhalte von Unternehmen und Medien.

Für viele Medien und Unternehmen wird das zwangsläufig zu Reichweiteneinbrüchen führen. Horizont hat heute einen Beitrag veröffentlicht, in dem die Medien aufgelistet sind, die 2017 bei Facebook die meisten Interaktionen erhalten haben.

Die Inhalte von Medien und Marken werden zwar weiterhin im Newsfeed der Facebook-User auftauchen, aber eben deutlich abgewertet hinter den Inhalten von Freunden. Bessere Positionen erreicht der Content von Medien und Unternehmen nur dann, wenn sich der Freundeskreis in bedeutungsvoller Weise darüber austauscht.

Entschlackende Neujahrskur oder doppelter Boden?

Grundsätzlich ist die Entscheidung zu begrüßen, führt sie doch dazu, dass unnötige Werbung und unrelevanter, sich aufdrängender Content von Unternehmen und Medien im Newsfeed verringert wird. Die Maßnahme kann also als eine Art „entschlackende Neujahrskur“ verstanden werden. Allerdings vermutet Horizont-Redakteur Marco Saal in seinem heute veröffentlichten Beitrag „Mein lieber Mark Zuckerberg …“ einen „doppelten Boden“, den er wie folgt skizziert:

„Die jetzt angekündigte Umstellung des Newsfeeds, die Inhalte von Medien und Marken weitestgehend verbannt, ist aus unternehmerischer Sicht clever. Doch sie entlarvt Zuckerberg ein für alle Mal als Manager, der eben nicht, wie er selbst gerne behauptet, altruistische Ambitionen hat und sich um die Medien schert. Es geht ihm allein um Gewinnmaximierung für Facebook.“

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