iTunes-Guthabenkarte bald ausgedient: Apple tastet sich offenbar an eigenen Bezahldienst heran. (Update)

von Fritz Ramisch am 16.Juli 2014 in Apps, Mobile Payment, News

itunes-pass2Schluss mit Rubbeln: Apple hat einen ersten Schritt in Richtung eines eigenen Bezahldienstes gemacht. Nachdem seit Kurzem japanische Kunden im Apple Store ihr iTunes-Guthaben ohne die Verwendung einer Gutschein-Karte aufladen können, ist die Funktion nun auch hierzulande verfügbar. Wie Giga meldet, können ab sofort auch Kunden in Deutschland über den sogenannten iTunes Pass, der sich direkt in der Passbook-App befindet, ihr Guthaben auf das iTunes-Konto übertragen. Die Autorisierung des Kaufs erfolgt über einen QR-Code auf dem Kundengerät. Den müssen Mitarbeiter des Apple Stores abscannen und der Betrag wird automatisch auf dem iTunes-Konto gutgeschrieben. Damit umgehen sie den Umweg über eine Gutschein-Karte. Das spart nicht nur das Freirubbeln des Codes auf den Guthabenkarten, sondern auch noch Müll, Zeit und Geld. Letzteres zumindest für Apple. Wer auf das Freirubbeln des Codes nicht verzichten will, kann auch weiterhin die gute alte Gutscheinkarte verwenden. Apple werden seit längerem Ambitionen in Sachen Mobile Payment und eines eigenen Bezahlsystems nachgesagt. Mit rund 800 Mio hinterlegten Kreditkartendaten und einem funktionierenden Ökosystem hat Apple zweifelsohne die besten Voraussetzungen für einen solchen Dienst. Bislang ist diese Methode zur Aufladung des iTunes-Kontos allerdings nur in Japan verfügbar. Wann der Dienst auf andere Märkte ausgeweitet wird ist bislang nicht bekannt. „Darauf wetten, dass Apple eigenes Mobile Payment bringt, welches auch außerhalb von Flagshipstores eingesetzt werden kann, würde ich nicht“, hatte Mobile-Payment-Experte Maik Klotz erst kürzlich in einem Artikel über die Mobile-Payment-Ambitionen von Apple geschrieben. Sein Resümee: „Auch in diesem Jahr werden wir vermutlich nicht mit dem iPhone im Handel bezahlen können, zumindest nicht mit einer Mobile-Payment-Lösung von Apple. Ob sich das 2015 ändert, ist ebenfalls ungewiss. Vielleicht ist es dann aber auch gar nicht mehr notwendig, weil es zuvor schon andere Lösungen geschafft haben.“
9to5mac.com, mobilegeeks.de, macerkopf.de

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