Weiter Kritik an Luca-App, LinkedIn arbeitet an Clubhouse-Konkurrenten, Xiaomi bringt Foldable.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Pandemie behält uns im Griff. Vielleicht besitzt die Mobilfunkanbieter-Vereinigung GSMA andere Informationen oder ist sehr optimistisch: Jedenfalls hält sie an ihrem Plan fest, im Juni den Mobile World Congress auszurichten. Der gilt nach wie vor als Leitmesse der Branche, muss aber in diesem Jahr schon mal ohne Ericsson, Nokia und Google auskommen, die ihre Teilnahme abgesagt haben. Die Veranstalter planen 45.000 bis 50.000 Teilnehmer ein. Wir werden sehen.

Übrigens garantiert ohne Aprilscherz kommen jetzt unsere News. Und Ostern vor der Tür steht, wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein schönes Osterfest!

Herzlichst Ihr Stephan Lamprecht

Massive Kritik an Luca-App, Corona-Warn-App bekommt Check-in-Funktion

Aktuell wird die Luca-App vielerorten als eine Art Heilsbringer auf dem Weg zu mehr Normalität in Zeiten der Pandemie gesehen. 10 Bundesländer haben bereits Rahmenvereinbarungen mit den Machern abgeschlossen, immer mehr Händler setzen im Einsatz der App ihre Hoffnung, wieder öffnen zu können. Doch die Kritik an der App reißt nicht ab. So sollen die Entwickler bei der Programmierung gegen Lizenzbedingungen eingesetzter Technologien verstoßen haben. Das könnte im schlimmsten Fall dazu führen, dass die App aus den Stores der großen Plattformen verschwinden muss. Und auch die in der DSK organisierten Datenschutzbehörden äußern Sicherheitsbedenken.

Die Corona-Warn-App soll in Version 2.0, die für den 16. April geplant ist, eine Check-in-Funktion erhalten. Wesentlicher Unterschied zur Luca-App ist die Anonymität der Speicherung der Daten. Die Informationen von Gästen landen also nicht bei den Gesundheitsbehörden, die im Falle eines Falles ohnehin nicht bei der Nachverfolgung von Infektionsketten hinterherkommen. Außerdem soll eine neue Schnelltest-Funktion integriert werden, die in der ersten Phase wohl bereits von dm, Budni und Galeria Karstadt Kaufhof unterstützt wird.

LinkedIn arbeitet an Clubhouse-Konkurrenten – Spotify auch, Airship erweitert Plattform um Live-Chat, appmotion verstärkt die Kreation

Clubhouse hat ja einen enormen Hype ausgelöst, und so etwas ruft ja stets sofort Nachahmer auf den Plan. Derzeit ist es in den sozialen Netzwerken allerdings schon deutlich ruhiger. Business-Netzwerk LinkedIn hat offiziell bestätigt, Funktionen von Clubhouse in seiner eigenen App integrieren zu wollen. Nutzerinnen und Nutzer sollen damit dann wie im Clubhouse mit ihrem Netzwerk sprechen können. Als wichtiges Differenzierungsmerkmal sieht LinkedIn die Verknüpfung zur Business-Seite der Mitglieder. Auch Spotify will auf den Trend aufsetzen. Das Unternehmen bedient sich da einmal mehr seiner gewohnten Strategie und übernimmt zu einem nicht genannten Preis die Firma Betty Labs. Die entwickelt die App „Locker Room“, die sich bisher auf Sportveranstaltungen fokussiert. Die App soll neu positioniert und umbenannt werden, um die thematische Breite von Clubhouse zu erreichen. Eine Integration in den Streaming-Dienst plant Spotify offenbar nicht.

Die Customer-Engagement-Plattform Airship stellt die neue Funktion „Airship Live Chat“ vor. Mit ihr können Kundinnen und Kunden mit Marketing- und Vertriebsmitarbeitenden in Echtzeit kommunizieren. Die Initialisierung des Chats funktioniert, anders als bei anderen Systemen, in beiden Richtungen. Die Chats können via SMS oder in einer mobilen App angestoßen werden. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig, so könnte ein Link zu einem Chat etwa in einer elektronischen Quittung für Nachfragen genutzt werden, oder auch im Rahmen des Shoppings erfolgen. Zu einem Chat könnten die Kunden via Push-Nachricht aufgefordert werden.

Das Design- und Entwicklungsstudios appmotion verstärkt seine Kreation mit einer neu geschaffenen Stelle eines „Head of Voice“. Die Aufgabe wird Sebastian Kopp übernehmen, der bereits lange Zeit als freier Mitarbeiter an den Projekten des Unternehmens beteiligt war. Er soll in der neuen Rolle zukünftig die digitale Markensprache der Kunden gestalten. Zu seinen Aufgaben gehört es auch, in einem interdisziplinären Team rund um appmotion-Geschäftsführer Lasse Lüders Zukunftsthemen wie UX Writing und Conversational Voice voranzutreiben.

Sparkassen wollen Bezahl-App zum Wallet weiterentwickeln, Lidl startet M-Payment in Deutschland

Die Sparkassen haben in ihrer Android-App „Mobiles Bezahlen“ einige wichtige Weichen in Form neuer Funktionen vollzogen. Für mehr Sicherheit sorgt die zusätzliche Entsperrung vor der Nutzung via PIN, Gesichtserkennung oder Fingerabdruck. Beim Bezahlen an der Kasse ändert sich allerdings nichts. Hier genügt es weiterhin, das Smartphone zu entsperren und an das Terminal zu halten. Veränderungen gab es auch unter der Motorhaube. So wurde die Grundlage geschaffen, künftig neben digitalen Karten auch weitere Bezahlverfahren einfacher zu integrieren. So soll die App zu einem mobilen Wallet werden. Auf der iOS-Plattform bedienen sich die Entwickler der von Apple zur Verfügung gestellten Funktion.

In Polen und Spanien konnten die Kundinnen und Kunden des Discounters Lidl bereits mobil mit der Lidl-App an der Kasse bezahlen. Nun wird dieses Verfahren im Rahmen der App „Lidl Plus“ auch in ausgewählten Standorten in Deutschland getestet. Anders als im Ausland können hierzulande aber keine Kreditkarten als Zahlungsmittel hinterlegt werden. Lidl setzt (bisher?) ausschließlich auf das günstigere Lastschriftverfahren.

Xiaomi bringt Foldable und steigt in E-Mobility ein, Sicherheitsuhr für Senioren

Jede Menge Neuigkeiten gibt es von Xiaomi. Das chinesische Unternehmen hat sich ein neues Logo verpasst, das, nun ja, eine sehr zurückhaltende Evolution ist. Viel wichtiger ist aber die Vorstellung seines ersten faltbaren Smartphones. Das Mi Mix Fold soll besonders in Sachen Fotografie punkten. Dafür sorgen der hauseigene C1-Image-Prozessor und die neuartige flüssige Linse, die die Funktionsweise des menschlichen Auges nachahmt. Außerdem will Xiaomi in den kommenden 10 Jahren pro Jahr 1 Mrd. Dollar in das Thema E-Mobility investieren.

Die Telekom erweitert ihr Angebot an Wearables mit einer Telefonuhr für die ältere Generation. Die TCL Safety Watch MT43AX besitzt einen SOS-Knopf sowie eine automatische Sturzerkennung. Außerdem kann damit telefoniert werden. Damit soll sie älteren Menschen nicht nur mehr Sicherheit im Alltag bieten, sondern auch die Möglichkeit, mit der Familie in Kontakt zu bleiben. Zusätzlich sind einige Gesundheitsfunktionen wie ein Herzfrequenzmesser und Schrittzähler eingebaut.

App-Tipps

Inspiration für App-Macher liefert unsere Serie mit täglichen App-Tipps powered by Vytal, dem digitalen Mehrwegsystem für Take-Away & Delivery.

Yazio macht Kalorienzählen und Fasten zum Exportschlager.

Eine Fasten-App aus Thüringen wird regelmäßig von Apple und Google gefeatured. Yazio wurde 2013 gegründet und ist in Deutschland, Frankreich und Polen bereits Marktführer. Die Gründer Florian Weißenstein und Sebastian Weber haben ihr Startup komplett ohne Investoren aufgebaut. Nun will die Kalorienzähl-App, die eigenen Angaben zufolge über 10 Mio Nutzer hat, weltweit die Nummer 1 werden. Allein im Februar 2021 wurde die Fasten-App laut dem App-Analysedienst Sensortower rund 1 Mio Mal für iOS und Android heruntergeladen und erwirtschaftete über 1,5 Mio Dollar Umsatz.
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Group Transcribe will Gruppenmeetings revolutionieren.

Versetzen wir uns in eine Zeit zurück, in der Corona noch ein Bier war und Gruppenmeetings an der Tagesordnung standen. Gesprächsteilnehmer versuchen, aufmerksam zuzuhören und sich einzubringen und gleichzeitig Gesprächsfetzen auf einem Blatt Papier zu notieren – oder in ihr iPad zu tippen. Eine neue App namens Group Transcribe soll den Meeting-Alltag erheblich erleichtern. Die App aus dem Microsoft-Innovationslabor “Microsoft Garage” protokolliert persönliche Meetings und Konferenzen und ordnet die Inhalte automatisch den einzelnen Teilnehmern zu – in Echtzeit und egal in welcher Sprache.
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“Darf ich das?” bietet ortsbasierten Überblick über aktuelle Corona-Einschränkungen.

Ostern steht vor der Tür und damit normalerweise Osteiersuche, Kirchenbesuche und Familienfeiern. Doch was ist im Lockdown überhaupt erlaubt? Der Eiertanz der Bundesregierung und das Wirrwarr um Corona-Regeln und Einschränkungen verunsichert viele Menschen, was nun überhaupt möglich ist und was nicht. Eine App will Abhilfe schaffen und Antworten geben auf die Frage “Darf ich das?”
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