App-Tipp: Bonify will zur coolen Schufa-Alternative werden.

App-Tipp des Tages powered by VYTAL, dem digitalen Mehrwegsystem für Take-Away & Delivery

Spätestens beim nächsten Kreditantrag oder einem Wohnungswechsel wird man zwangsläufig mit einem eher unliebsamen Thema konfrontiert: die eigene Bonität. Über die Berechnung der eigenen Kreditwürdigkeit macht die größte Auskunftei Deutschlands Schufa ein großes Geheimnis. Oft kostet eine entsprechende Auskunft auch noch Geld. Zwar hat jede Person das Recht, einmal jährlich eine kostenlose Bonitätsauskunft anzufordern. Da das aber beim Marktführer Schufa nur schriftlich geht und mit Wartezeit verbunden ist, oft aber sofort eine Auskunft nötig ist, nutzen viele die kostenpflichtige Online-Variante. Das 2015 gegründete FinTech-Startup Bonify aus Berlin will Platzhirsch Schufa nun Konkurrenz machen. Mit einer kostenlosen, sofort verfügbaren, rein digitalen Bonitätsauskunft.

Über 1,3 Mio Menschen sollen den Bonitätscheck von Bonify schon genutzt haben. Die Daten holt sich Bonify von der Auskunftei Creditreform Boniversum – und von den Kunden. Die können nämlich u.a. über die App für iOS und Android ihre Konten verknüpfen und damit den eigenen Score füttern. Nach Anmeldung mit Personalausweis-Daten und Handynummer erhalten Nutzer innerhalb weniger Sekunden ihren Bonitätsscore und Infos wie positive und negative Zahlungserfahrungen, eingetragene Beteiligungen, Gerichtsverfahren, Inkassofälle etc. Der Score wird in Form eines Kuchendiagramms inklusive einer Beurteilung wie z.B. “ausbaufähig” oder “sehr gut” angezeigt. Weil das noch lange keine Schufa-Auskunft ersetzt, bietet Bonify rund um den Bonitätscheck weitere nützliche Produkte an. Die kostenfreie Mieterauskunft etwa enthält alle wichtigen Angaben für den neuen Vermieter und soll die 30 Euro teure Schufa-Auskunft ersetzen. Wer sein Bankkonto verknüpft, kann mit Hilfe eines digitalen Finanzmanagers eine Art digitales Haushaltsbuch führen und seine “FinFitness” visualisiert als Hantel-Diagramm im Blick behalten.

Das eigentliche Geschäftsmodell von Bonify ist aber die Vermittlung von Krediten, Konten oder anderen Verträgen (z.B. Strom oder Internet). Pro vermitteltem Vertrag erhält Bonify eine Provision. Nutzer*innen erhalten (angeblich) abgestimmt auf die eigene Bonität und Lebenssituation verschiedene Tarifangebote. Tools wie Kreditrechner, bei dem sich einfach per Schieberegler Summe und Laufzeit variieren lässt, spucken in Echtzeit Kreditangebote aus. Das ist nicht nur sehr bequem für Kunden, sondern optimal auf die Nutzungssituation abgestimmt. Allerdings wird in den Rezensionen bemängelt, dass die Tarife und Konditionen häufig nur unzureichend zur Bonität und Lebenswirklichkeit der Nutzer passen. Auch funktional hakt es hier und da noch – etwa bei der Synchronisierung des Bankkontos für den Finanzmanager. Wie sich die Bonität berechnet, das ist bei Bonify wie auch bei der Schufa nicht ganz klar. Investoren scheinen Bonify trotzdem einiges zuzutrauen. Vergangenes Jahr stieg u.a. die Santander Bank mit ihrer Investment-Tochter bei dem Berliner FinTech ein. Insgesamt soll ein hoher einstelliger Millionenbetrag geflossen sein, was im Vergleich zu den fetten Finanzierungsrunden anderer deutschen FinTechs der vergangenen Monate allerdings doch eher überschaubar ist.

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