5G-Frequenzen: United Internet nimmt teil und will viertes Mobilfunknetz Deutschlands aufbauen.

von Florian Treiß am 25.Januar 2019 in Netzbetreiber, News

Mobilfunkantenne in Halle-Neustadt (Bild: Telefónica)

Bald wieder vier Mobilfunknetze in Deutschland? Nach der 2014 erfolgten Fusion von Telefónica und E-Plus sank die Zahl der Netzbetreiber auf drei. Doch nun schickt sich United Internet bzw. dessen Ableger 1&1 Drillisch an, der neue vierte Player im Markt zu werden. Das Unternehmen wird sich an der kommenden Versteigerung von 5G-Frequenzen beteiligen und plant, ein leistungsfähiges Mobilfunknetz der neuesten Generation aufzubauen. 1&1 Drillisch ist kein Unbekannter im Mobilfunkmarkt, sondern mietet schon seit Jahren fremde Netze für eigene Mobilfunkangebote an. United Internets CEO Ralph Dommermuth sagt: „Wir wollen noch bessere Angebote für unsere Kunden entwickeln und Unternehmen wie Start-ups die Grundlage für das ‚Internet of Things‘ zur Verfügung stellen. Deutschland solle international gesehen ein „5G-Leitmarkt“ werden. Dommermuth betont: „Nur mit modernen Mobilfunknetzen werden wir die digitale Trendwende schaffen und im internationalen Wettlauf mit anderen Ländern bestehen können.“

Lange war unklar, ob United Internet wirklich Netzbetreiber werden will – schließlich sind damit milliardenschwere Investitionen verbunden. Ursprünglich hatte CEO Ralph Dommermuth ein sogenanntes nationales Roaming gefordert. Hierbei würden seine Kunden in Funklöchern überall in Deutschland mit dem Netz der Konkurrenz verbunden. Dies lehnte die für die Auktion zuständige Bundesnetzagentur aber ab.

Die Frist zur Abgabe der Unterlagen für die 5G-Frequenzauktion endet bereits heute. Trotz anhängiger Klagen gegen die Vergaberichtlinien wollen alle drei bestehenden Mobilfunkbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica mitmachen. „Wir wollen im Interesse unserer Kunden, der Aktionäre sowie der Gesellschaft unseren Beitrag zum Ausbau der digitalen Infrastruktur leisten“, sagt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland. „Ein verlässlicher Schulterschluss von Politik und Wirtschaft wäre dafür wichtiger denn je. Denn wir brauchen klare und faire Rahmenbedingungen, die vor allem investitionsfördernd sind. Deutschland darf nicht ins Hintertreffen geraten!“

 

 


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