Interview: Martje Abeldt von App Annie über die Vorteile von App Analytics.

von Florian Treiß am 24.Februar 2016 in App Business, Interviews, News

Martje Abeldt„Eine App ist als Massenmedium der intimste und permanenteste B2C-Kommunikationskanal, um direkt als auch indirekt Umsätze eines Unternehmens zu realisieren“, sagt Martje Abeldt von App Annie. Als Territory Director für Central Europe & Russia/CIS leitet er das im November 2015 eröffnete Berliner Büro des App-Analyseanbieters, das in Kürze von vier auf sieben Mitarbeiter wachsen soll. Wir haben mit Martje Abeldt im Vorfeld unseres 17. Mobilisten-Talks am 3. März in Berlin, wo er eine Keynote über die aktuelle App Forecast von App Annie halten wird, darüber gesprochen, was es App-Publishern nutzt, die Daten von Konkurrenz-Apps zu kennen.

mobilbranche.de: App Annie hat vor reichlich 3 Monaten sein Deutschland-Büro eröffnet – wie ist bislang die Resonanz?

Martje Abeldt: Die Resonanz ist exzellent. Der ursprüngliche Gedanke, unseren Bestands- als auch potentiellen Neukunden näher zu sein, um regionale Bedürfnissen besser abdecken zu können, ist vom Markt sehr gut aufgenommen worden und entspricht unserer Philosophie einer 100% kundenorientierten Servicekultur.

mobilbranche.de: Wer braucht eigentlich die Dienste von App Annie, wer sind Eure Kunden?

Martje Abeldt: Unsere Kunden sind Unternehmen, welche ihr Engagement im Bereich Mobile als hauptsächlichen oder immer wichtiger werdenden strategischen Beitrag zu Ihrem langfristigen Unternehmenserfolg sehen und Ihre Entscheidungen auf Basis von validierten und relevanten Daten treffen möchten. App Annie hat sich hierbei in den letzten sechs Jahren weltweit als verlässlicher Partner bewährt und wird daher von den Marktführern ihrer jeweiligen Branche/Sparte als App-Intelligence-Lieferant genutzt. Wir sind absolut auf Produktqualität ausgerichtet und bieten Best-in-class-Daten für Firmen, welche in ihrem Spektrum ebenfalls Best-in-class sein möchten.

mobilbranche.de: Was genau bietet Ihr für Daten an?

Martje Abeldt: Unser Lösungen decken mit Ihren Metriken den kompletten Management-Lebenszyklus einer App bzw. eines App-Marktes ab. Hierbei geht es zum einen um die initiale Akquisition oder das kontinuierliche Wachstum einer regionalen oder internationalen Audience, zum anderen um Nutzerbindung und -Aktivierung, um das Publikum hinsichtlich der Unternehmensziele nachhaltig zu engagieren. Letztendlich ist eine App als Massenmedium der intimste und permanenteste B2C-Kommunikationskanal, um direkt als auch indirekt Umsätze eines Unternehmens zu realisieren bzw. zu unterstützen.

mobilbranche.de: Und was nützt es App-Publishern, die Daten der Konkurrenz-Apps zu kennen? Wie können durch solche Erkenntnisse die eigenen Apps erfolgreicher werden?

Martje Abeldt: Konkret lassen sich KPIs innerhalb eines App-Lebenszyklus nur im Kontext eines Benchmarks hinsichtlich Erfolg messen. Absolute Zahlen sind relativ und die Vernachlässigung eines aktiven App-Managements aufgrund Ihrer Relevanz hinsichtlich Endkunden-Kommunikation immer kontraproduktiv. Ein App-Publisher muss sich also vergleichen können, weshalb App Annie alle relevanten Performance-Metriken zur Verfügung stellt, um über gewählte Zeiträume für über 7 Mio. Apps in 150 Ländern Benchmarks zu erheben und Rückschlüsse hinsichtlich effizienter Produktentwicklung, Performance Marketing, Business Development oder Investments ziehen zu können.

mobilbranche.de: Im Januar hat App Annie eine Finanzierungsrunde von 63 Mio Dollar bekanntgegeben. Was habt Ihr mit dem Geld vor?

Martje Abeldt: Als globaler Marktführer in App Intelligence ruhen wir uns in einem sehr agilen Mobile-Markt nicht auf unseren Lorbeeren aus. Wir werden weiterhin stark in Produktentwicklung sowie in Kundenservice investieren, um auch in Zukunft als Innovator sowohl Trends als auch Kundenwünsche voll abbilden zu können. In Berlin haben wir dafür zusätzlich zu den bestehenden vier weitere drei Vollzeitstellen für Q1 2016 geschaffen.

mobilbranche.de: Was sind für Dich aktuell die wichtigsten Trends im App-Business?

Martje Abeldt: Der für mich wichtigste aktuelle Trend ist die wachsende Erkenntnis seitens traditioneller B2C Wirtschaftszweige, dass mobile Apps als Endkunden-Kontaktpunkt ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensstrategie sein müssen, auch wenn der Großteil der Umsätze noch über andere Kanäle laufen. Früher gingen die Gedanken der App-Publisher nicht über die In-Store Monetarisierung oder etwas mobile Werbung für niedrige TKPs hinaus, heute sind eCommerce oder der stationären Handel 100% anerkannt. Wir sehen dies in den vermehrten Anfragen von Firmen, welche in den App Stores noch nicht präsent sind sowie in der fortschreitenden Diversifizierung unseres Kundenportfolios und sind bereit, hier allen Unternehmen mit Kompetenz und belastbaren Daten zur Seite zu stehen.

mobilbranche.de: Vielen Dank für das Interview und bis nächste Woche beim 17. Mobilisten-Talk „Mobile Trends 2011 bis 2021“ im Telefónica BASECAMP!


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