PayPal-Konkurrent deutscher Banken soll im November starten.

shutterstock_166214930Banken gegen PayPal: Die deutschen Banken haben lange gebraucht, um einen eigenen Online-Bezahldienst auf die Beine zu stellen. Im November soll es soweit sein. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft will die Allianz deutscher Banken den Bezahldienst „Paydirekt“ starten und damit Platzhirsch PayPal Paroli bieten. Erste interne Tests sollen in den kommenden Wochen beginnen, kündigt Thomas Ullrich, Vorstand der DZ Bank, gegenüber der „Welt am Sonntag“ an. Das Bezahlverfahren funktioniere wie ein Lastschriftverfahren: Das Geld werde direkt vom Girokonto abgebucht, Nutzer müssten sich per E-Mail und Passwort anmelden, so Ullrich, der in der direkten Abwicklung ohne Vermittler einen entscheidenden Vorteil für Händler gegenüber PayPal sieht. Das Projekt, das sich die drei beteiligten Bankengruppen laut „Welt am Sonntag“ jeweils rund 25 Mio Euro haben kosten lassen, ist zunächst auf den Online-Handel ausgerichtet, soll langfristig aber auch mobile Zahlungen im stationären Handel mit einschließen. „Wenn Paydirekt einmal für den Internethandel läuft, wäre es möglich, auch das mobile Bezahlen per Smartphone an der Ladenkasse darauf laufen zu lassen“, so Ullrich. Die Banken wollen Paydirekt auch dazu nutzen, Finanzprodukte an den Mann/die Frau zu bringen. So könne laut Ullrich jede Bank selbst entscheiden, ob und welche ergänzenden Produkte sie den Kunden anbieten. Von einer schnellen Einführung der mobilen Bezahlfunktion ist allerdings wohl eher nicht auszugehen – ein paar Monate mehr oder weniger dürften den Kohl ohnehin nicht mehr fett machen. Einfach wird es Paydirekt nicht haben, denn außer PayPal bringt sich auch Payback mit einem eigenen Bezahlsystem in Stellung. Der Bonuscard-Anbieter mit rund 26 Mio Nutzern in Deutschland will noch in diesem Jahr einen eigenen mobilen Bezahldienst starten und dazu seine Smartphone-App weiterentwickeln. Punktesammler sollen dann bargeld- und kontaktlos im Supermarkt zahlen können. Die Bezahlfunktion wird bereits in der Payback-Zentrale in München getestet. Auf ein konkretes Startdatum will sich der Rabattkarten-Anbieter zwar noch nicht festnageln lassen, verspricht aber immerhin, dass “eine relevante Zahl von Partnern” mitmachen werde. Dabei hat Payback einen entscheidenden Vorteil: Die Akzeptanz an stationären Ladenkassen. (Bild: shutterstock.com)
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3 Antworten zu “PayPal-Konkurrent deutscher Banken soll im November starten.”

  1. […] geworfen haben, kommentieren André M. Bajorat und Co dieses Mal die Chancen von paydirekt – dem geplante Online-Bezahldienst deutscher Banken und Sparkassen. paydirekt soll eine Alternative zu Online-Bezahlsystemen wie Paypal, Sofortüberweisung und Co […]

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