Neue iPads mit Touch ID: Apple’s Revolution steckt in der SIM-Karte.

von Fritz Ramisch am 17.Oktober 2014 in Geräte, News

Bildschirmfoto 2014-10-17 um 08.16.45Im Westen nichts Neues: Das sind sie also, die neuen iPads. Sie sind dünner, schneller und lassen sich per Fingerabdruck entsperren. Apple hatte am Donnerstag in Cupertino an der Westküste der USA genau das geliefert, was erwartet worden war: Das iPad Air 2 und das iPad Mini 3. Ob das von Marktforschern prognostizierte rückläufige Tablet-Wachstum aufgehalten werden kann? Fraglich. Für Mobilfunkanbieter könnte es trotzdem ein richtungsweisender Tag gewesen sein. Denn die neuen iPads werden mit einer umprogrammierbaren nano SIM-Karte ausgeliefert, mit der zwischen verschiedenen Anbietern gewechselt werden kann. Die sogenannte Apple SIM soll es zum Beispiel ermöglichen im Ausland den Anbieter zu wechseln und so Roamingkosten zu sparen. Zunächst sollen Tests mit vier großen Mobilfunkanbietern in den USA und Großbritannien zeigen, wie praktikabel diese Lösung ist. Die neue SIM-Funktion wurde bei der Apple-Präsentation weitgehend unter den Tisch gekehrt. Durch die versehentliche Veröffentlichung einiger Bilder und Spezifikationen der neuen iPads am Vortag hat sich Apple selbst die Show gestohlen und des einzigen Überraschungsmomentes – des Fingerabdrucksensors – beraubt. Daneben wurden auch ein neuer iMac mit Retina-Auflösung – angeblich der höchsten Auflösung auf dem Markt – vorgestellt und der Start des Apple-Bezahldienstes Apple Pay bekanntgegeben. Der Bezahldienst soll am 20. Oktober im Rahmen des nächsten iOS-Updates iOS 8.1 in den USA starten. Das Update beinhaltet außer Apple Pay und einigen Fehlerbereinigungen keine spektakulären Neuerungen. Zum Start hat Apple eigenen Angaben zufolge rund 500 Partner, darunter Banken und Einzelhändler, mit an Bord. Mit Visa, American Express und MasterCard sind auch die größeren Kreditkartengesellschaften involviert. Wann Apple Pay in Europa startet ist bislang noch nicht bekannt. Klar ist, dass Apple Pay nicht nur in Ladengeschäften genutzt werden kann, sondern auch für die direkte Bezahlung von App-Käufen und für Produkte, die auf Werbebannern der Werbeplattform iAd beworben werden. Hier stellt Apple einen „Buy with Apple Pay“-Button zur Verfügung. Um die Bezahlung via Apple Pay in der eigenen App anzubieten, müssen App-Entwickler das System entsprechend in der eigenen App implementieren. Vielerorts dürfte Apple jetzt wieder einmal für mangelnde Innovationskraft kritisiert werden. Womöglich zu Recht, denn außer die Geräte dünner und leistungsfähiger zu machen, hat Apple dem sich von Tablets zu Phablets oder Wearables abwendenden Nutzern keinen zusätzlichen mehrwertstiftenden Grund geliefert, um sich ein iPad zu kaufen. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem vielversprechenden Bezahlsystem Apple Pay, das sich nun in der Praxis beweisen muss.
handelsblatt.com, wsj.com

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