WebVR soll Zugang zur virtuellen Realität erleichtern.

von Samuel Held am 13.April 2017 in Mobile Games, News, Virtual Reality

Enter VRVR im Browser: Die aktuellste Version von Google Chrome unterstützt virtuelle Realität (VR). Sowohl Nutzer als auch Unternehmen sollen vom neuen Angebot profitieren. Optisch ist das Angebot bisher einfach gehalten. Genau das könnte aber den Nerv der Nutzer treffen.

Die Idee hinter WebVR ist, dass Entwickler vorhandene Schnittstellen (APIs) für ihre Anwendungen nutzen können. Unternehmen müssen dann nicht mehr komplett eigenständige VR-Apps entwickeln. Der Nutzer kann WebVR über den Browser ganz einfach auf Mobile- und Desktop-Geräten und mit verschiedenen Headsets nutzen und so die virtuelle Realität spontan entdecken. Bislang mussten User noch recht umständlich das Smartphone in ein VR-Headset einsetzen und sich durch die verschiedenen Inhalte navigieren. Das neue Angebot ist sowohl auf VR-Headsets wie Google Cardboard, HTC Vive oder Oculus Rift nutzbar, aber auch in einer immersiven 2D-Variante auf Mobilgeräten und am Desktop verfügbar.

Die ersten Angebote in Googles virtueller Browser-Realität sind technisch einfach gehalten. „Konterball“ bietet dem Nutzer ein simples VR-Erlebnis beim Tischtennis spielen. Per Kopfbewegung kann der Nutzer den Schläger steuern und so mit sich selbst spielen oder gegen Online-Gegner antreten. „Speak to Go“ navigiert den Nutzer per Sprachsteuerung an beliebige Orte auf der Welt. Dort kann er 360-Grad-Ansichten von Städten oder anderen Zielen virtuell entdecken. Weitere Anwendungs-Beispiele finden sich bei webvrexperiments.com.

Auch Googels Konkurrenz hat die Vorteile der browserbasierten virtuellen Realität erkannt. Das Angebot für den Mozilla Firefox ist allerdings noch relativ instabil und richtet sich daher vornehmlich an Entwickler und Mozilla-Mitarbeiter. Microsoft möchte in Zukunft browserbasierte im Edge-Browser ermöglichen.

WebVR bringt Vorteile für Nutzer und Entwickler. Den einen wird die Einstiegshürde zur VR genommen, den anderen die Arbeit vereinfacht. Die Einfachheit der Grafik sollte dabei nicht als Nachteil gesehen werden. Gerade solche kleinen Anwendungen könnten das Interesse des Mainstreams treffen und könnten direkt im Browser multimediale Reportagen, Messenger-Systeme oder den Online-Einkauf aufwerten.

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