Angriff der FinTechs: Number26 will gemeinsam mit Barzahlen.de Bankfilialen obsolet machen.

von Fritz Ramisch am 22.Oktober 2015 in Apps, Mobile Payment, Mobile Startups, News

cash26-ios-01cash26-ios-02Nun ist es offiziell: Number26, ein App-basiertes Girokonto, will Banken an den Kragen und startet einen Dienst namens Cash26 mit bundesweit 3.000 Ein- und Auszahlstellen im stationären Handel. Das Berliner Startup hatte sich lange Zeit bedeckt gehalten und die seit Wochen im Netz kursierenden Gerüchte unkommentiert gelassen. Über den neuen Dienst können App-Nutzer ab sofort an den Kassen von Einzelhandelspartnern wie Penny oder Real Bares abheben oder Geld einzahlen. Das Transaktionslimit pro Tag und Nutzer sind 999 Euro, pro Vorgang können maximal 300 Euro abgehoben werden. Einzahlungen sind ab 50 Euro möglich. Dazu hat sich Number26 die Hilfe des FinTech-Unternehmens Barzahlen.de geholt. Das Unternehmen, an dem auch Rewe Digital beteiligt ist, ermöglicht es, die Online-Einkäufe an der Supermarktkasse zu bezahlen – ganz oldschool in bar oder mit Karte ohne Datentango und Hacker. Number26 nutzt die Technologie des Unternehmens und profitiert von dem Partnernetzwerk von Barzahlen.de.  „Wir machen so das Smartphone zum Mittelpunkt des Bankgeschäfts und Bankfilialen weiter obsolet“, so Number26-CEO Valentin Stalf – eine Kampfansage. Wobei die Idee, Supermarktkassen zu Geldautomaten zu machen, nicht neu ist. Cash gibt’s für Besitzer einer Girocard bei Rewe, Edeka, Netto oder Penny sowie einigen Tankstellen schon seit Jahren – allerdings erst ab einem Einkaufswert von 20 Euro. Geld einzahlen ist hingegen nicht möglich. Der Dienst funktioniert über einen Barcode, der über die App erzeugt, mittels TAN bestätigt und an der Kasse eingescannt und aus- bzw. eingezahlt wird. Dementsprechend wurde auch die App überarbeitet, die nun u.a. alle verfügbaren Partnershops in der Umgebung auf einer Karte anzeigt. Auch das Personal wurde geschult und ist darauf vorbereitet, wenn Smartphone-Nutzer künftig ohne etwas im Laden zu kaufen Cash abheben wollen. Die Verfügbarkeit des neuen Cash-Dienstes soll nun kontinuierlich ausgebaut werden und perspektivisch auf alle bundesweit rund 6.000 Filialen ausgebaut werden, mit denen Barzahlen.de bereits zusammenarbeitet, darunter auch die dm Drogeriemärkte. „Eigene Bankfilialen wird es aber nicht geben“, versichert eine Number26-Sprecherin gegenüber mobilbranche.de. Ansonsten will Number26 aber möglichst viele Services einer klassischen Bank anbieten. Dafür soll eine EC-Karte sowie ein Dispositionsrahmen dazu kommen. Auch über zusätzliche Mehrwertservices im Handel macht sich das Unternehmen Gedanken, ohne allerdings konkrete Pläne zu nennen.
handelsblatt.com

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