Gedankenübertragung statt Voice: die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion.

Man braucht schon einiges an Phantasie, um sich all das vorstellen zu können, was die neue Reply-Studie an Trends zum Thema Human Machine Interfaces (HMI) aufzeigt. Das Wissen und die Fakten, die hier zusammengetragen wurden, helfen einem allerdings, sich von Visionen den realen Wegweisern in Sachen Kommunikation zu nähern. Die Reise beginnt beim Abakus 2500 v.Chr. und endet 2030 beim Brain-Computer Interface, der direkten Verbindung zwischen Gehirn und Computer.

Sprache ist vermutlich das Erste, was den meisten zum Thema menschlicher Kommunikation einfällt und nicht die Nutzung der Hände zum Bedienen einer Maus oder Tastatur. Sprach-Assistenten erfreuen sich deshalb großer Beliebtheit. Immerhin 20 Millionen Menschen weltweit nutzen dies bereits täglich für die Informationssuche, Einkäufe oder das Abspielen von Musik. Auch im Unternehmensumfeld ermöglichen sie einen ganz neuen Umgang mit Technologie und automatisieren unzählige Aufgaben. 

Noch nicht ganz so präsent für den Alltag und die Arbeitswelt sind die durchaus beeindruckenden Fortschritte im Bereich Augmented, Virtual und Mixed Reality. Vor allem Pokémon-Go mit seiner Augmented Reality dürfte den meisten aus der Spielewelt bekannt sein. Microsoft konnte mit der Mixed-Reality-Brille HoloLens 2 auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigen, was heute in Serienreife produziert werden kann. 

Dass die Entwicklung weitergeht wird deutlich, wenn man sich mit den Full-Immersion-Technologien befasst. Aber was heißt das eigentlich? Das Wort „Immersion“ (dt. immersiv) bedeutet so viel wie „Eintauchen“ oder „Vertiefung in eine Sache“. Das Wort ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts und beschreibt den Effekt, den virtuelle oder fiktionale Welten auf den Betrachter haben: Die Wahrnehmung in der realen Welt vermindert sich und der Betrachter identifiziert sich zunehmend mit der fiktiven Welt, er taucht sozusagen komplett in die Scheinwelt ein. Klingt ein bisschen nach der „Matrix“, oder?

Nur mit Gedanken Computer steuern

Die Full-Immersion-Technologien erlauben also den unmittelbaren Informationsaustausch zwischen Mensch und Maschine. Fortschritte in vollständig immersiven Technologien und Neurowissenschaften zeigen, dass eine Welt entsteht, in der Menschen vollständig mit Computern verbunden sind. Wissenschaftliche Forschungen in der Medizin weisen den Weg in eine Zukunft, in der das menschliche Gehirn Computer mit bloßen Gedanken steuern und Ideen über Headsets oder Hirnimplantate austauschen kann. Bereits heute arbeiten Unternehmen an den neural gesteuerten Interfaces. Sie bieten direkte Kommunikationswege zwischen einem vernetzten Gehirn und externen Geräten. So konnte beispielsweise bereits im Herbst 2016 ein gelähmter Affe mit Hilfe eines Gehirnimplantats wieder gehen.

Als weitere Stufe dieser Entwicklung zielen Trendtechnologien im Bereich Augmented Body darauf ab, den menschlichen Körper und seine Leistungsfähigkeit durch Mittel wie Implantate oder elektronische Tattoos zu verstärken.

Der Trendreport identifiziert darüber hinaus vier Visionen, die bald Wirklichkeit werden könnten:

  • Gedankenübertragung: Ideen, Gefühle und Erinnerungen können unmittelbar mit anderen Menschen geteilt werden.
  • Human Enhancement: Durch die direkte Verbindung des Gehirns mit Computern, KI-gesteuerten Assistenten und dem Internet kann Know-how in das Gehirn heruntergeladen oder mit superintelligenten KI-Systemen erweitert werden.
  • Neural Healthcare: Immersive Technologien ermöglichen die Genesung von heute noch unheilbaren Krankheiten wie Parkinson oder Lähmungen.
  • Virtuelle Kopien: Durch die Verbindung mit Computern lassen sich Gedanken, Erinnerungen und Gefühle eines Menschen als Daten speichern und ermöglichen eines Tages vielleicht sogar eine vollständige virtuelle Kopie des Gehirns.

Hier geht es zur vollständigen Studie.

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