Apples Showtime-Event kennt einen Sieger: die Privatsphäre.

von Wolfgang Starke am 26.März 2019 in News, Ökosysteme

Tim „Apple“ Cook, CEO von Apple. Foto: PR

Das Motto des jüngsten Apple-Events lautete „It’s Showtime“, wobei im Vergleich zu früheren Veranstaltungen der gestrige Abend eher etwas ruhiger verlief. Apple hat auf die übliche Vorstellung neuer Hardware verzichtet und dies in die letzte Woche vorverlegt. Im Kern ging es vor allem um vier neue Dienste und einen Gewinner des Abends: die Privatsphäre.

Apple TV+

Das Star-Aufgebot konnte sich durchaus sehen lassen: unter anderem Steven Spielberg, Oprah Winfrey, Jennifer Aniston und Reese Witherspoon waren im firmeneigenen Steve Jobs Theater zur Präsentation des neuen Apple TV+ anwesend. Ab Herbst soll der eigene Streaming-Dienst mit viel Hollywood-Prominenz und qualitativ hochwertigen Angeboten in über 100 Ländern angeboten werden. Die App soll es erstmals nicht nur auf Apple-Geräten geben, sondern auch auf einigen Fernsehern von LG, Sony und Samsung sowie auf Amazons Fire TV.

Spiele-Abo Apple Arcade

Das Angebot dürfte vor allem für Eltern interessant sein, denn Apple will die angebotenen Spiele von Hand kuratieren und so auch das Gewissen der Eltern beruhigen, in dem die Kinder nur hochwertige Spiele angeboten bekommen. Alle Spiele bei Arcade sollen werbefrei und ohne Banner oder In-App-Käufe auskommen. „Apple Arcade bietet neue, selbstproduzierte Games von renommierten Indie-Entwicklern, großen Studios und legendären Game Designern wie Hironobu Sakaguchi, Ken Wong und Will Wright“ heißt es in der Pressemitteilung. Angaben zum Abo-Preis des ebenfalls ab Herbst erhältlichen Angebots gibt es bisher nicht.

Apple News Plus und Credit Card nur in den USA & Kanada

Apple TV+ und Apple Arcade sind also für den deutschen Markt erhältlich. Ebenfalls vorgestellt wurde noch der neue Apple News Plus-Dienst. In den USA und Kanada erhält der Kunde hier für 9,99 Dollar im Monat Zugang zu 300 Magazinen und Zeitschriften. Ebenfalls nur in Apples Heimatmarkt wird eine eigene Kreditkarte angeboten. Auch dieser Dienst könnte zukunftsweisend sein, wird Apple dadurch doch im Prinzip zu einer Bank. In Verbindung mit Apple Pay soll das Geschäft durch die Kreditkarte ausgebaut werden. Als Partner konnten die Bank Goldman Sachs und Mastercard gewonnen werden, die eine weltweite Infrastruktur mitbringen. Das Ganze funktioniert ohne weitere Gebühren, dafür aber mit attraktiven Bar-Gutschriften statt Bonuspunkten von 3 Prozent bei Einkäufen bei Apple direkt oder 2 Prozent bei anderen Anbietern. Virtuell ist die Kreditkarte in der Wallet integriert, physisch wird auch eine Karte aus Titan angeboten.

Alle Dienste schützen die Privatsphäre besonders

Während der gesamten Keynote wurde immer wieder betont, dass Apples Geschäftsmodell nicht auf die Nutzung der Kundendaten aufsetzt. Apple will nicht wissen, welche Spiele die Kinder spielen, welche Sendungen gestreamt werden oder welche Waren mit der Kreditkarte bezahlt werden. Damit setzt Apple bei den Diensten das fort, was erst kürzlich beim iPhone erneut betont wurde: Privacy matters!

Mit diesem konsequenten Weg erarbeitet sich Apple ein Alleinstellungsmerkmal, da die anderen Geschäftsmodelle bei Streamingdiensten, Kreditkarten etc. auf dem Gegenteil beruhen. Das hat letztlich auch seinen Preis, denn Apple will mit Abo-Modellen das Geld verdienen und nicht mit den Kundendaten. Am Ende entscheidet der Nutzer, was ihm wichtiger ist. Es bleibt spannend, ob sich der Fokus auf die Privatsphäre für Apple am Ende rechnet.

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