Wearables in Deutschland kurz vor dem Durchbruch?

shutterstock_226306285Nutzer sind käuflich: “Wearables kurz vor dem Durchbruch”, lautet die Überschrift einer Studie der Wirtschaftsberatung PwC, in deren Rahmen 1.000 volljährige Online-Nutzer aus Deutschland zum Thema Wearables befragt wurden. Demnach sollen 17 Prozent der Deutschen mindestens ein Wearable Device besitzen. Gemessen an den AGOF-Zahlen, die von 34,8 Mio deutschen Internetnutzern (ab 14 Jahren) ausgehen, wären das also rund 5,9 Mio Geräte – eine Steigerung von 61 Prozent verglichen mit den laut PwC 3,6 Mio verkauften Geräten im Vorjahr. Die GfK rechnet für dieses Jahr mit 5,4 Mio verkauften Smartwatches und 7,1 Mio verkauften Fitness-Trackern in Westeuropa. Doch die tragbaren Geräte sind noch weit vom Mainstream entfernt. Weltweit sollen dieses Jahr gerade einmal mehr als 50 Mio Geräte über den Ladentisch gehen. Bei Tablets, deren Untergang ja in der Vergangenheit von vielen Marktforschern heraufbeschworen wurde, liegen die weltweiten Verkaufszahlen mit 234,5 Mio Geräten fast fünf Mal so hoch. Vom Mainstream sind Wearables noch weit entfernt.

Neue Interaktionsformen durch Wearables 

Apple Watch Apps
Apple Watch

Unbestritten ist aber, dass Wearables völlig neue Interaktionsformen hervorbringen werden. Vor allem in Sachen Gesundheitsvorsorge, Fitness, Shopping und beim mobilen Bezahlen werden Wearables großes Potenzial zugeschrieben. Die Bereitschaft persönliche Daten zu teilen ist laut PwC überraschend groß: 32 Prozent der Befragten würden für finanzielle Anreize ihre Daten weitergeben. 20 Prozent würden einer Datenfreigabe zustimmen, wenn sie dadurch mit einer bevorzugten Arzt-Behandlung rechnen könnten. Dem gegenüber stehen Privatsphäre-Bedenken (62 Prozent) und Angst vor Sicherheitslücken (57 Prozent). “Wearables machen das Arbeiten effektiver und sicherer. Dank Datenbrille wird freihändiges Arbeiten zur Selbstverständlichkeit. Davon profitieren Such- und Rettungsteams genauso wie Lagerarbeiter oder Konstrukteure. Vernetzte Funktionskleidung verspricht besseren Schutz für Berufsgruppen wie Feuerwehrleute”, so Werner Ballhaus von PwC über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Die Apple Watch hat in Deutschland allerdings schlechte Karten. Denn für ein Wearable Device würden 71 Prozent der Befragten maximal 100 Euro zahlen, gut ein Viertel wäre immerhin bereit, bis zu 300 Euro pro Gerät auszugeben. Wer eine Apple-Uhr haben will, muss aber mindestens 400 Euro einplanen. (Beitragsbild: shutterstock.de)

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Eine Antwort zu “Wearables in Deutschland kurz vor dem Durchbruch?”

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