Angriff auf Apple: Samsung bringt Edel-Smartphone mit Bezahldienst.

Bildschirmfoto 2015-03-02 um 10.01.47Krieg der Bezahldienste: Samsung hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona erwartungsgemäß sein eigenes mobiles Zahlungssystem Samsung Pay präsentiert. Der Bezahldienst wird von den neuen Smartphone-Flaggschiffen Samsung Galaxy S 6 und Galaxy S 6 Edge unterstützt und ermöglicht kontaktloses Bezahlen im Laden. Im Unterschied zu Apple Pay ist dafür keine NFC-Übertragung notwendig. Möglich macht das die Übernahme des US-Bezahldienstleisters LoopPay. LoopPay hat sich eine Magnet-Technologie – die sogenannte Magnetic Secure Transmission (MST) – patentieren lassen, mit der Nutzer im Handel kontaktlos per Smartphone bezahlen können. Das Ganze funktioniert u.a. über Magnetstreifen – ganz ohne NFC oder QR-Codes. Der Vorteil dieser Lösung liegt auf der Hand: Sie ist universell einsetzbar. Im Gegensatz zu Apple Pay ist ein NFC-Terminal nicht zwingend notwendig. Ein oft ohnehin vorhandenes Kartenlesegerät genügt zur Abwicklung der Zahlungen.

Partnerschaften mit MasterCard und Visa

Mit MasterCard, Visa und Bank of America hat Samsung bereits starke Kooperationspartner an Land gezogen. Gemeinsam wollen sie ein globales Bezahlsystem aufbauen, dass Apple Pay übertrumpfen soll. Samsung Pay funktioniert im Zusammenspiel mit einer App. Nutzer müssen sich einmalig registrieren und ihre Bankdaten hinterlegen. Anschließend können sie bei jedem Bezahlvorgang auswählen, mit welcher Karte sie zahlen wollen. Zahlungen werden per Fingerabdruck autorisiert, persönliche Daten durch die sogenannte Token-Technologie verschlüsselt. Persönliche Daten werden angeblich nicht auf dem Gerät gespeichert. Der Haken: Samsung Pay wird zunächst nur in den USA und Südkorea verfügbar sein, ein genauer Termin für den Marktstart in Europa steht noch in den Sternen.

Samsung will mit Edel-Smartphones die Kurve kriegen

Bildschirmfoto 2015-03-02 um 09.52.36Das Bezahlsystem wird von den neuen Samsung-Smartphones Galaxy S 6 und Galaxy S 6 Edge unterstützt, die Samsung ebenfalls auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt hat. Vor allem in Sachen Design hat Samsung jetzt nachgebessert und dem oft als Plastik-Bomber verspotteten Galaxy ein Metallgehäuse spendiert. Mit den beiden Edel-Smartphones, die u.a. über geschwungene Kanten, eine Rückseite aus Glas und eine kontaktlose Ladefunktion verfügen, will Samsung den Sinkflug abwenden und Apple gehörig Feuer unter Hintern machen. Der Vorgänger Samsung Galaxy S 5 verkaufte sich schlechter als erwartet. Vor allem billige Android-Smartphones aus China und das iPhone 6 machten den Südkoreanern in den letzten Monaten zu schaffen. Beim Galaxy S6 Edge ist außerdem der Bildschirm gebogen. Zusätzlich wurde die Technik u.a. mit einer optimierten Kamera mit Bildstabilisator verbessert. Über den gekrümmten Seitenrand können Zusatzinfos eingeblendet werden. Apps, die dieses Feature unterstützen, fehlen aber bislang noch.
handelsblatt.com, businessinsider.com

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