Werbung in externen Apps: Twitter will Google AdWords Konkurrenz machen.

von Fritz Ramisch am 04.Februar 2015 in App Business, Mobile Advertising, News

Promoted Tweet bei Flipboard

Promoted Tweet bei Flipboard

Werbegezwitscher: Twitter hat nun offiziell angekündigt, künftig auch Werbung in externen Apps und auf Webseiten anzuzeigen. Viele Publisher binden einzelne Tweets oder sogar den eigenen Twitter-Stream auf ihren Seiten und Apps ein. Diese zusätzliche Reichweite will der Kurznachrichtendienst jetzt versilbern und auch dort u.a. Promoted Tweets anzeigen. Zu den ersten Partnern gehören die Magazin-App Flipboard und Yahoo Japan. Twitter-Anzeigen können von Werbetreibenden künftig auf Wunsch auch außerhalb der Twitter-Timeline angezeigt werden. Die Anzeigen sollen direkt in die redaktionellen Inhalte eingebunden werden. Das „Wall Street Journal“ hatte im Januar berichtet, dass Twitter auch innerhalb der eingebundenen Twitter-Streams Werbung schalten will und die Erlöse wohl mit App- und Webseitenbetreibern teilen wird. Eine Konkurrenz zu Googles Werbedienst AdWords also? Für App- und Webseitenbetreiber könnte die Einbindung von Werbung immerhin eine zusätzliche Einnahmequelle sein. Der Vorteil: Nutzer haben sich an eingebettete Tweets bereits gewöhnt. Tweets werden vor allem von News-Diensten in die redaktionellen Inhalte eingebettet. Dadurch ergibt sich eine neue native Werbeform, die weit weniger auffällig ist und stört, als die Google-Werbung am Seitenrand einer Webseite.

Twitter sucht unter Hochdruck nach neuen Erlösquellen und experimentiert auch mit sogenannten Kauf-Buttons und App-Werbung. Das mittlerweile börsennotierte US-Unternehmen will zudem Werbung noch zielgerichteter ausspielen. Zu diesem Zweck durchleuchtet der Kurznachrichtendienst seit kurzem, welche Apps Twitter-Nutzer auf ihrem Smartphone installiert haben. Die Erkenntnisse daraus macht Twitter Werbetreibenden über die Funktion „Tailored Audiences“ verfügbar. Durch die neue Targeting-Option kann mobile Twitter-Werbung künftig abhängig von den App-Aktivitäten der Twitter-Nutzer ausgespielt werden. Werbetreibende können dadurch ihre Mobilwerbung danach filtern, ob Nutzer bestimmte Apps installiert haben, sich bei bestimmten Diensten bereits registriert oder schon einmal In-App-Käufe getätigt haben oder nicht. Das ist vor allem dann nützlich, wenn man eine Freemium-App bewerben oder Nutzer zur Registrierung eines Dienstes motivieren will.
blog.twitter.com, recode.netmobilbranche.de (Hintergrund)

– Anzeige –
anzeige-sevenval_v2Ihre Meinung ist gefragt! Sevenval Consulting startet eine Umfrage zu mobilen Webangeboten der Reisebranche. Unter den Teilnehmern verlosen wir ein iPad Mini 3 in bestmöglicher Ausstattung im Wert von 609,- Euro. Zum Teilnehmen bitte hier klicken. Ihre Angaben werden selbstverständlich anonym behandelt. Sevenval Consulting unterstützt Unternehmen bei der Optimierung Ihres Webfrontends mit dem Fokus auf Strategie, Technologie und Performance.


Artikel teilen

Sichern Sie sich jetzt Ihren Wissensvorsprung in Mobile Marketing und Mobile Business und abonnieren Sie die Meldungen von mobilbranche.de ganz bequem per E-Mail. Unser Newsletter erscheint täglich um 13 Uhr und ist kostenlos.

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbestimmungen.

Facebook Kommentare:

Kommentare