Twitter will Werbung in Drittanbieter-Apps schalten.

von Fritz Ramisch am 10.Januar 2015 in App Business, Mobile Marketing, News

twitter advertisingDer Kurznachrichtendienst will künftig durch Werbung in externen Apps und Webseiten Geld verdienen. Viele Publisher binden einzelne Tweets oder sogar den eigenen Twitter-Stream auf ihren Seiten und Apps ein. Diese zusätzliche Reichweite will der Kurznachrichtendienst jetzt versilbern und auch dort Werbung anzeigen, berichtet das „Wall Street Journal“. Die Werbeerlöse will Twitter wohl mit App- und Webseitenbetreibern teilen. Gespräche mit potenziellen Partnern hat es laut „WSJ“ bereits auf der Elektronikmesse CES gegeben. Flipboard und die Sport-App ESPN könnten demnach zu den ersten Partnern gehören. Von Twitter gibt es dazu bislang noch kein offizielles Statement. Für App- und Webseitenbetreiber könnte das aber eine zusätzliche Einnahmequelle sein. Tweets werden vor allem von News-Diensten in die redaktionellen Inhalte eingebettet. Nutzer haben sich daran bereits gewöhnt. Eine neue Form der nativen Werbung also? Ein neues Videoformat soll Werbern ebenfalls bald zur Verfügung stehen. Ein offizieller Starttermin für die automatisch startenden Videowerbespots nach Facebook-Vorbild steht aber noch in den Sternen.

Twitter hat zuletzt unter Hochdruck nach Erlösquellen gesucht und auch mit sogenannten Kauf-Buttons und App-Werbung experimentiert. Das mittlerweile börsennotierte US-Unternehmen feilt auch an Konzepten, Werbung noch zielgerichteter auszuspielen. Zu diesem Zweck durchleuchtet der Kurznachrichtendienst seit kurzem, welche Apps Twitter-Nutzer auf ihrem Smartphone installiert haben. Die Erkenntnisse macht Twitter Werbetreibenden über die Funktion „Tailored Audiences“ verfügbar. Durch die neue Targeting-Option kann mobile Twitter-Werbung künftig abhängig von den App-Aktivitäten der Twitter-Nutzer ausgespielt werden. Werbetreibende können dadurch ihre mobile Werbung danach filtern, ob Nutzer eine bestimmte App auf dem Smartphone installiert und ob sie sich dort bereits registriert oder In-App-Käufe getätigt haben oder nicht. Das ist natürlich praktisch, wenn man eine Freemium-App bewerben oder einen Nutzer auf die unvollständige Registrierung aufmerksam machen will.
techcrunch.com, wsj.com


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