Digitalisierung: Medienbranche muss sich neu erfinden.

von Fritz Ramisch am 05.Februar 2015 in Mobile Media, News, Studien

bain-studie-zur-digitalen-mediennutzung-generation-hashtag-setzt-auf-neue-medienformateGestatten, wir sind die Generation #Hashtag. Auch wenn ich selbst der Generation der bis 25-Jährigen knapp entwachsen bin, kann ich die Studienergebnisse der Managementberatung Bain & Company nur bestätigen. Sie besagen, dass zwei Drittel der jungen Deutschen rein digitale Medieninhalte mittlerweile bevorzugen. Für diese Erkenntnis wurden über 7.000 Menschen in zehn Ländern befragt. Ja, das Smartphone ist auch meine erste Anlaufstelle für den digitalen Medienkonsum – auch berufsbedingt versteht sich. Streaming-Portale und Mediatheken, News-Plattformen und E-Books machen es zu bequem, um die Primetime im TV abzuwarten, Nachrichten erst am Folgetag in der gedruckten Tageszeitung zu lesen, geschweige denn DVDs oder CDs abzuspielen. Die digitale Medienrevolution ist in vollem Gange, die Geschwindigkeit mit der neue Medieninhalte auf die Nutzer eindreschen lässt kaum mehr Zeit durchzuatmen. Weltweit soll die Zahl der sogenannten Digital Natives bereits die Nutzer konventioneller Medienangebote, wie CDs oder herkömmliches TV, übersteigen. In Deutschland zählen laut Bain & Company 68 Prozent der 15- bis 25-Jährigen und 47 Prozent der 26- bis 35-Jährigen zu dieser Gruppe. 70 Prozent der Deutschen haben ein Smartphone, mehr als jeder Dritte besitzt ein Tablet. 91 Prozent der 15- bis 25-jährigen Befragten in Deutschland schauen Fernsehen und Videos auch auf Mobilgeräten an. „Die Medienbranche muss sich noch einmal neu erfinden. Es geht um neue Inhalte, neue Vertriebsformen und neue Geschäftsmodelle“, schlussfolgert Imeyen Ebong von Bain & Company aus den Ergebnissen der eigenen Studie. Nach dem Motto „erst Salz in die Wunde streuen und dann Pflaster drüber“ haben die Berater auch ein paar gute Tipps für den Medienzirkus parat. (shutterstock.com)

  • Investitionen in rein digitale Formate: Es geht um kurze, leicht handhabbare und jederzeit verfügbare Formate, die Inhalte und Feedback von Nutzern einbinden.
  • Umstellung der Bezahlmodelle: Neue Möglichkeiten über den Verkauf und die Werbung hinaus ergeben sich unter anderem durch Freemium-Ansätze sowie aus der Monetarisierung von Nutzergruppen.
  • Allianzen zwischen Inhalt-, Plattform- und Netzanbietern: Aus der Verknüpfung attraktiver Inhalte mit leistungsstarken Internetanbindungen lassen sich Vorteile für alle Beteiligten ziehen.


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