Möbelkauf in der erweiterten Realität: Apple und Ikea arbeiten an App.

von Samuel Held am 20.Juni 2017 in Augmented Reality, News

Digitale Schrauben: In einer App sollen Ikea-Kunden ihre Möbel bald im voraus testen können. Dafür nutzt das schwedische Möbelhaus das ARKit von Apple, das ab Herbst im iOS 11 verfügbar sein soll. Ein auf den Milimeter genaues austesten der Möbel verspricht Ikea seinen Kunden. Die App ist ein Beispiel, wie mit der erweiterten Realität (AR) ein direkter Mehrwert für den Kunden geschaffen werden kann.

“Das wird die erste AR-App sein, die es erlaubt, verlässliche Kaufentscheidungen zu treffen […]. Wenn wir neue Möbel anbieten, werden sie zuallererst in der AR-App erscheinen”, kündigte Ikeas Manager für digitale Transformation, Michael Valdsgaard, an. Kunden sollen dann zuerst ihr eigenes Zuhause fotografieren und können anschließend gerenderte Grafiken von Möbelstücken milimetergenau platzieren. Rund 500 bis 600 Produkte sollen zum Start verfügbar sein. Ein direkter Kauf in der App ist in der ersten Version wohl noch nicht möglich.

Für die App nutzt IKEA das ARKit, das Apple Anfang Juni auf der WWDC angekündigt hatte. Dieses wird in Zukunft realistischere Darstellungen in der erweiterten Realität ermöglichen und die Programmierung vereinfachen.

Die AR-App ist nicht Ikeas erstes Projekt in der Augmented Reality. Tatsächlich gibt es schon seit 2013 eine ähnliche Funktion, mit der Katalogmöbel im eigenen Zimmer platziert werden können. Nun soll die neue App den Möbelkauf auf ein anderes Level heben. Dank dem ARKit soll das Ergebnis so wirken, als befände sich der Gegenstand wirklich im Raum.

Auf der WWDC hatte Apple-Chef Tim Cook Ikea noch als möglichen Partner genannt. Dieser lässt nun also Taten folgen und möchte mit der AR-Funktion zeitglich mit iOS 11 an den Start gehen. Das Ikea-Projekt ist also offensichtlich ein Vorzeigeprojekt für das mit Spannung erwartete ARKit. Mit dessen Start dürften wohl weitere verbesserte AR-Lösungen folgen.

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