Laurent Burdin über die magische Kraft der Chat-Bots.

von Kay Ulrike Treiß am 31.August 2016 in Chatbots, Interviews, Seminare

Laurent Burdin ChatbotsDass Chat-Bots eine Gefahr für bestehende Geschäftsmodelle von Publishern sind, würde Laurent Burdin sofort bestätigen. „Dumme Websites und dumme Apps werden das nicht überleben und wir haben viele davon“, sagt der Digital-Experte. Laurent Burdin, der 2015 die größten Digital-Städte der Welt bereist hat, wurde damals bereits auf den Boom von Chat-Bots in Asien aufmerksam – und hat mittlerweile einen eigenen Chat-Bot für den Facebook Messenger entwickelt. Im mobilbranche.de-Seminar „Chat-Bots, Artificial Intelligence (AI) und neue Mobile-Ökosysteme“ am 27. September 2016 in Berlin gibt Burdin praktische Best-Practices für die Entwicklung von Chat-Bots und den damit verbundenen neuen Mobile-Ökosystemen weiter. Wir haben mit Laurent Burdin im Vorfeld des Seminars darüber gesprochen, was die Teilnehmer erwarten können. „Wir sind am Anfang der Bots und die Teilnehmer sollten nur Neugier mitbringen, und bereit sein zu vergessen, was sie bis jetzt im Digital gelernt haben.“

mobilbranche.de: Werden Chat-Bots überbewertet oder wird es nicht mehr ohne sie gehen in der Kommunikation?

Laurent Burdin: Chat-Bots sind der Katalysator aller aktuellen digitalen Entwicklungen und deshalb bei uns in Deutschland sogar noch unterbewertet. Messaging-Apps dominieren die mobile Nutzung und alles kann in dieser Plattform über Chat-Bots laufen. Facebook Messenger zeigt den Weg in Europa und USA. Die Bots (kurz für Robots) werden mit einer Logik entwickelt, die mit Artificial Intelligence (künstlicher Intelligenz) unterlegt wird. Bots werden in der nahen Zukunft über Spracherkennung gesteuert, in Messaging-Apps aber auch auf Websites oder im Auto. Da liegt die magische Kraft der Chat-Bots: sie basieren auf Interaktionen mit den Nutzern.

mobilbranche.de: Gefährden Chat-Bots bestehende Geschäftsmodelle, z.B. von App-Publishern?

Laurent Burdin: Definitiv. Man merkt bereits die erste Abnahme in App-Nutzung und -Entwicklung. Der Nutzer bleibt einfach in der Messaging-App und bekommt alle Dienste wie Wetter, News, Übersetzung, Events, Börsenkurs oder Bezahlung. Eine Gefahr für App-Publisher, aber auch für langweilige, immer gleich werdende Webportale, die ohne Interaktion, ohne Spannung, ohne „Intelligenz“ entwickelt werden. Dumme Websites und dumme Apps werden das nicht überleben und wir haben viele davon. Und übrigens: das Modell ist geprüft. WeChat (China) sowie Line (Japan) oder KiK (USA) haben ausführliche Bot-Angebote.

mobilbranche.de: Wer braucht Chat-Bots bzw. muss damit umgehen können?

Laurent Burdin: Alle Industrien müssen sich mit dem Thema beschäftigen: Publisher, Automobil, Gaming, Retail, Finanzdiensleitungen aber auch industrielle Unternehemen, weil es irgendwann um die Interaktion Machine-2-Machine oder um Artificial Intelligence (AI) gehen wird. Darüber hinaus richtet sich das Seminar an alle Professionals der mobilen und digitalen Branche: ein Intensiv-Training für den einfachen Aufbau von Chat-Interaktionen, die Integration von AI-Logiken und die Bereitstellung der notwendigen Daten.

mobilbranche.de: Wie kompliziert ist das Prinzip, also was brauchen die Seminarteilnehmer an Vorwissen?

Laurent Burdin: Das Prinzip ist einfach, Chat-Bots sind einfache Applikationen innerhalb der Messaging-Apps. Was dahinter steckt ist komplizierter: neue Interaktionsparadigmen, Daten, Schnittstellen, Produktangebote, Architektur und die Entwicklung in den nächsten 2 Jahren. Wir sind am Anfang der Bots und die Teilnehmer sollten nur Neugier mitbringen, und bereit sein zu vergessen, was sie bis jetzt im Digitalbereich gelernt haben.

mobilbranche.de: Im Seminar werden Innovationen im Bereich Chat-Bots, AI und Ökosysteme aus der ganzen Welt vorgestellt sowie analysiert. Kann man das auf die eigenen Bedürfnisse anwenden?

Laurent Burdin: Das Seminar ist eine große Entdeckungsreise. Es zeigt anfangs, auf welchen technologischen Entwicklungen Bots basieren. Dann schauen wir auf gute Beispiele aus der ganzen Welt – eine Inspiration. Danach analysieren wir Schritt für Schritt den Aufbau eines Bots – vom einfachen Bot wie unserem eigenen Digital-News Bot „spaceandlemon“ bis zu komplizierteren Modellen wie dem Eventscouting-Bot „thisisleif“.

mobilbranche.de: Worauf freust Du Dich im Seminar? Gibt es z.B. einen Teil, wo die Kreativität der Teilnehmer gefördert wird?

Laurent Burdin: Wir werden am Ende des Tages einen Bot als Mock-up entwicklen, in zwei Gruppen. Und die Ergebnisse in einem Theater-Stück präsentieren. So ist es eben: Chat-Bots müssen Spaß machen, müssen schlau sein, sonst werden sie keine Zukunft haben.

Anmeldung zum Seminar

Die Anmeldung für das Seminar „Chat-Bots, Artificial Intelligence (AI) und neue Mobile-Ökosysteme“ erfolgt per E-Mail an Frau Kay Ulrike Treiß, kay@mobilbranche.de. Bitte geben Sie in Ihrer E-Mail unbedingt Ihre Rechnungsanschrift an.

Die Teilnahme kostet 490 Euro zzgl. 19% MwSt und pro Person. Der Teilnahmebeitrag enthält Getränke, Kaffeepausen und einen Mittagsimbiss. Um allen Teilnehmern ein intensives Erlebnis zu bieten, ist die Teilnehmerzahl auf 20 Personen beschränkt.

Mit der Anmeldung erkennen Sie unsere Buchungsbedingungen für Seminare an, die Regelungen zu Stornierung, Ersatzteilnehmer und Zahlung sowie einen Vorbehalt des Veranstalters enthalten.

Zeit & Ort

Das Seminar „Chat-Bots, Artificial Intelligence (AI) und neue Mobile-Ökosysteme“ findet am Dienstag, 27. September 2016, zwischen 10.30 und 17.30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Kenicroom in der Linienstraße 130, 10115 Berlin.

Rückfragen & Inhouse-Seminare

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Kay-Treiss-2016Ihre Ansprechpartnerin:

Kay Ulrike Treiß
Treiß Media UG (haftungsbeschränkt)
Käthe-Kollwitz-Str. 35
04109 Leipzig
Telefon: (0341) 42053558
E-Mail: kay@mobilbranche.de


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