Ärger um Cookie-Zustimmungen, Flip bekommt 30 Millionen, NFT statt NFL.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Mega-Leak enthüllt alle Details“, schlagzeilt die „Computerwoche“ über Neuigkeiten zum Galaxy S22, das Samsung eigentlich erst kommenden Mittwoch bei einem Unpacked-Event vorstellen will. Erinnert Sie das an was? Genau, den Hype um jedes neue iPhone, zudem auch immer wieder Wochen vorher im Netz schon diverse Informationen und Details herumschwirren. Das fördert die Aufmerksamkeit fürs neue Produkt und die Verkaufszahlen, egal ob der „Leak“ nun absichtlich vom Unternehmen lanciert wurde oder ob es sich um eine Panne handelt. Doch werden wir bald überhaupt noch groß über neue Smartphones reden? Oder leben wir dann alle in einer völlig anderen Welt, dem Metaverse? Immerhin gibt der Branchenverband BVDW nun seine Fokusgruppe Mobile zugunsten des Hype-Themas Metaverse auf. Mehr dazu im Newsletter.

Ihr Florian Treiß vom Team mobilbranche.de

Mr. Mobile goes Metaverse: Interview mit Mark Wächter zum neuen BVDW-Ressort

Unsere Leserinnen und Leser kennen ihn seit Jahren als „Mr. Mobile“: Mark Wächter, langjähriger Vorsitzender der Fokusgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Nun läutet der Verband das Ende der Fokusgruppe Mobile ein – und will diese zum Ressort Metaverse transformieren. Dabei ist der Begriff Metaverse in aller Munde, spätestens seit der Facebook-Konzern in Meta umbenannt wurde. Zugleich sind im Netz bereits verschiedene Metaversen wie Decentraland oder The Sandbox entstanden. Wieso sich der BVDW diesem Thema nun mit einem eigenen Ressort widmet, was das Metaverse mit NFTs zu tun hat und ob Metaverse nicht einfach nur ein neuer Begriff für Online-Spiele ist, darüber haben wir mit Mark Wächter gesprochen.
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Neuer Ärger um Cookie-Zustimmungen, neues Geschäftsmodell von Luca, Vodafone steigert Umsatz

Der technische Standard, mit dem viele Publisher und Werbefirmen Cookie-Einwilligungen gemäß Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Netz einsammeln, ist rechtswidrig. Das hat die belgische Datenschutzbehörde entschieden – und der Beschluss gilt auch für alle anderen EU-Länder, also auch für Deutschland. Konkret geht es um das Transparency & Consent Framework (TCF), ein Tool, das vom IAB entwickelt wurde, um Publishern zu helfen, die 2018 eingeführte Datenschutzgrundverordnung der EU einzuhalten. Die belgische Datenschutzbehörde hat dem EU-Arm des IAB nun ein Bußgeld von 250.000 Euro aufgedrückt und zwei Monate Zeit gegeben, Änderungen zu implementieren, die rechtskonform sind und die in sechs Monaten effektiv sein sollen.

Die Luca-App richtet ihr Geschäftsmodell neu aus, nachdem sie bei vielen Bundesländern als Helfer zur Corona-Kontaktverfolgung ausgedient hat und die Verträge gekündigt wurden. So sollen Restaurant-Besitzer und Event-Veranstalter künftig auf einen Blick den kompletten Impfnachweis und die Identität ihrer Gäste überprüfen können. In einer neuen Version der App, die Ende der Woche erscheinen soll, werde man zu diesem Zweck auch den Personalausweis lokal auf dem Smartphone speichern können, so das Unternehmen hinter der App. Außerdem soll das Luca-System zu einem kompletten Zahlungssystem für Restaurants, Cafés und Bars ausgebaut werden, dabei will Luca mit geringen Gebühren für Kartenzahlungen punkten.

Vodafone hat seinen Umsatz im vergangenen Quartal in Deutschland steigern können. Der Gesamt-Service-Umsatz stieg um 1,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Davon entfielen 1,3 Milliarden Euro auf den Mobilfunk und 1,6 Milliarden aufs Festnetz. Der Gesamtkonzern, der u.a. auch in Großbritannien, Spanien und Italien aktiv ist, hat laut CEO Nick Read derzeit „Konsolidierungsgespräche im Gange“. Read lehnte aber ab zu sagen, in welchen Ländern. Ziel sei ein Portfolio, das aus „starken Vermögenswerten in gesunden Märkten“ bestehe. Vodafone wolle auch sein Tower-Geschäft mit einem Konkurrenten kombinieren.

Flip bekommt 30 Millionen, NFT statt NFL, Nike sucht Metaverse-Manager

Das Stuttgarter Startup Flip, das Apps für Mitarbeiter*innen von Unternehmen anbietet, bekommt eine Geldspritze von 30 Millionen Dollar (ca. 26,6 Millionen Euro). Das Wachstumskapitel kommt von den Bestandsinvestoren Cavalry Ventures und LEA Partners, den neuen Investoren Fonds HV Capital und Notion Capital sowie von verschiedenen Business Angels, darunter so prominente Köpfe wie Unternehmensberater Roland Berger, Ex-VW-Boss Matthias Müller oder die Flixbus-Gründer Daniel Krauss und Jochen Engert. Zu den Kunden von Flip zählen u.a. McDonald’s, Rossmann, Edeka und Porsche. Anders als die Konkurrenten Slack und Teams richtet sich Flip auch an Beschäftigte am Band und hinter der Theke.

Tom Brady, erfolgreichster Football-Spieler der vergangenen Jahre, hat seinen Rücktritt erklärt und seine aktive Sportkarriere in der US-Liga NFL beendet. Foran will er sich auch auf sein im April 2021 gegründetes Startup Autograph.io konzentrieren – und das wiederum mischt im gehypten Geschäft mit NFTs mit, also digitale Sammlerstücken. Autograph.io hat bereits NFTs zusammen mit Sport-Legenden wie Tony Hawk oder Tiger Woods herausgebracht. Zuletzt konnte Autograph.io 170 Millionen Dollar Wagniskapital einsammeln, die u.a. von Andreessen Horowitz und Kleiner Perkins kamen.

Nachdem der Sportartikelkonzern Nike im November eine Präsenz im Online-Spiel Roblox eröffnet hatte, das sich anschickt, eines der führenden „Metaversen“ zu werden, sucht Nike nun einen „Director of Metaverse Engineering“. Der oder die Metaverse-Expert*in soll u.a. verantwortlich zeichnen für die „Entwicklung von schnellen End-to-End-Konzeptnachweisen, Prototypen und Produktion von Metaverse-Software- und Gerätelösungen.“Auskennen sollten sich Interessierte mit Technologien wie dem Web 3.0, Spatial Web, NFTs und DLT. Der Fachdienst BTC-Echo hat sich die Stellenausschreibung näher angeschaut.

Spotify und Facebook in der Krise

Blick ins Spotify-Hauptquartier in Stockholm (PR-Bild: Spotify)

Die Musikstreaming- und Podcast-App Spotify steckt mitten in der Krise: So erweist sich der Podcast von US-Comedian Joe Rogan, den Spotify für geschätzte 100 Millionen Dollar eingekauft hat, für das schwedische Unternehmen als veritabler Kapitalvernichter und Image-Zerstörer. Denn Rogan hat über seinen Podcast zahlreiche Fehlinformationen über Corona verbreitet, was Musiker wie Neil Young oder India Arie zum Rückzug von Spotify bewegt hat. Nun stellte Spotify gestern Abend nach US-Börsenschluss auch noch in Aussicht, dass die Bruttogewinnmarge im aktuellen Quartal sinken wird und dass der Zuwachs an Premium-Abonnenten kleiner als bislang erwartet ausfallen dürfte. Der Börsenwert von Spotify ist angesichts der Negativnachrichten innerhalb eines Monats um 25 Prozent gesunken.

Und auch bei Facebook läuft es gerade alles andere als gut: Das weltgrößte Online-Netzwerk hat im vergangenen Quartal erstmals kaum neue Nutzer dazugewonnen. Die Aktie des Dachkonzerns Meta verlor am Mittwoch sturzflugartig fast 23 Prozent. Die Zahl täglich aktiver Mitglieder sank sogar binnen drei Monaten um rund eine Million. Bei monatlicher Aktivität gab es ein für Facebook-Verhältnisse mageres Plus von zwei Millionen. Gründer Mark Zuckerberg verwies in einer Telefonkonferenz mit Analysen auf die Konkurrenz: „Die Leute haben jede Menge Auswahl, wie sie ihre Zeit verbringen wollen – und Apps wie TikTok wachsen sehr schnell“.

Neu in unserem Content-Partner-Club: FLYACTS

Herzlich Willkommen in unserem Content-Partner-Club, FLYACTS! Die digitalen Chancen ergreifen und die Zukunft aktiv gestalten – das ist es, wofür die Digital Innovation Factory FLYACTS seit 2011 steht. Als Impulsgeber, Innovationsmotor und Technologiepionier identifiziert, entwickelt, launcht und skaliert FLYACTS radikale digitale Innovationen mit größtmöglichem Impact. Durch seine agile, interdisziplinäre und autarke Arbeitsweise realisiert das Team des Start-up Studios wirklich erfolgreiches End-to-End Venture Development. Innerhalb des einzigartigen Ökosystems entstehen digitale Neugeschäfte bis zu 10x schneller. So werden Unternehmen und Gründer mit radikalen Innovationen zum Markttreiber. Erfahren Sie mehr über das Unternehmen im Anbieterverzeichnis von mobilbranche.de oder direkt auf der Website von FLYACTS.

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