Erster deutscher 5G-Standalone-Standort errichtet, per Android ins Clubhouse, Corona-Warn-App wirkt.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Sonne ruft uns diese Woche nach draußen und noch gibt es freie Plätze auf der Parkbank, um uns zum Beispiel in das neue Buch “Always Day One: Wie sich Amazon, Google, Facebook und Microsoft täglich herausfordern, neu erfinden und die Motivation hochhalten“* zu vertiefen. Buzzfeed-Reporter Alex Kantrowitz hat für sein Buch 130 Interviews geführt und versucht auf gut 250 Seiten, den Erfolg dieser innovativen Firmen mit der internen Unternehmenskultur zu erklären. Spoiler: Für Apple, das heute noch von Steve Jobs Ideen zehrt, sieht er keine goldene Zukunft. 

Ich wünsche Ihnen eine sonnige und erfolgreiche Woche!
Ihr Wolfgang Starke vom Team mobilbranche.de

Telekom mit erstem 5G-Standalone-Standort, Apple plant MagSafe-Akku-Pack.

In München testet die Telekom jetzt den ersten deutschen Standort mit 5G Standalone (5G SA), das heißt ohne Funktionen im 4G-Kernnetz, auf das man aufsetzt. Die Telekom versorgt bereits heute 68 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit 5G. Kennzeichen von 5G Standalone ist es, dass auch die Infrastruktur im Kernnetz vollständig auf eine neue, cloudbasierte 5G-Architektur umgerüstet wird. Das ist die nächste Weiterentwicklung von 5G und auch Voraussetzung für neue Einsatzmöglichkeiten, etwa in der Industrie.

Die aktuellen iPhone 12-Modelle verfügen mit dem MagSafe-Magneten über eine praktische Funktion, die nicht nur zur Induktions-Ladung nützlich ist. So lassen sich mit der MagSafe Wallet zum Bespiel auch unkompliziert Kreditkarten, Führerschein etc. per Magneten am iPhone befestigen. Ein Blick in die aktuelle Beta-Version von iOS 14.5 gibt nun Hinweise darauf, dass Apple demnächst einen mobilen Akku-Pack für die Induktionsladung auf den Markt bringen wird, der per Magnet am Smartphone befestigt wird.

Bundeskanzlerin präsentiert Bildungs-App, britische Corona-Warn-App wirkt, WhatsApp löscht Konten nicht sofort, Hörfilme per Alexa.

Digitale Bildung soll nach einer Idee der Bundesregierung nun spielerisch erfolgen. Mit der App “Stadt-Land-DatenFluss” des Deutschen Volkshochschul-Verbandes startete die Bundeskanzlerin als Schirmherrin die Initiative Digitale Bildung. Im Zentrum der App steht eine virtuelle Stadt, deren Gebäude verschiedene, von der Digitalisierung geprägte Lebensbereiche wie Arbeit, Mobilität und Gesundheit repräsentieren. Spielerisch muss man sich von Gebäude zu Gebäude durchspielen und kleinere Aufgaben lösen. Insgesamt 400 Inhaltselemente und 10 bis 12 Stunden Spielspaß verspricht die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte App.

Nach einer Studie der Universität Oxford und des Alan-Turing-Instituts für Datenwissenschaft und Künstliche Intelligenz hat die britische Version der Corona-Warn-App, die wie die deutsche App auf dem dezentralen Benachrichtigungssystem von Apple und Google basiert, zwischen 200.000 bis 900.000 Corona-Infektionen verhindert. Grundlage der Berechnungen war etwa, wie viele der gewarnten App-Nutzer später tatsächlich Corona-positiv getestet wurden. Die App wurde knapp 22 Millionen mal heruntergeladen und wird von 16,5 Millionen Menschen tatsächlich genutzt.

Die neue WhatsApp-Richtlinie zur Nutzung des Dienstes wirft nach wie vor Fragen auf. Zwar beteuert der Dienst, dass die Daten bei ihm sicher seien und bemüht sich um Aufklärung der Nutzer, aber auf der anderen Seite wird nicht klar gesagt, was mit den erhobenen Daten eigentlich geschieht, wie auch Bundesdatenschutzbeauftragter Ulrich Kelber feststellt. Wer bis zum 15. Mai der neuen Richtlinie nicht zustimmt, kann noch “einige Wochen lang” Anrufe und Benachrichtigungen erhalten, aber in der App weder Nachrichten lesen noch schreiben.

ARD, ZDF und arte bieten jetzt Hörfilme per Sprachsteuerung über Alexa an. Blinde und sehbehinderte Menschen können so in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender auf fast 4.000 Inhalte zugreifen. Das Angebot wird stetig erweitert. Mit dem Alexa Skill “Hörfilm” kann man auch auf Livestreams der Sender zugreifen.

Würden Sie Ihre Tochter heute noch Alexa nennen? Im Jahr 2015 entschieden sich in den USA noch 6.052 Eltern für diesen Namen und belegten damit Platz 32 der beliebtesten Mädchen-Namen. 2019 waren es dann nur noch 1.995 Mädchen die den Namen erhielten – Platz 139.

Per Android ins Clubhouse, Parktickets mit Google Maps, Digitaler 24/7-Supermarkt am Bahnhof.

Wer gerne bei “Clubhouse” dabei sein möchte, aber nicht warten will, bis die angekündigte offizielle Android-Version da ist, der kann sich jetzt mit “Houseclub” eine inoffizielle Open-Source-Android-Version mit eingeschränkten Funktionen downloaden. Damit kann man zwar keine eigenen Räume anlegen oder moderieren, aber anderen Gesprächen lauschen und sich melden und mitreden funktioniert problemlos. Die App gibt es nicht im Play Store sondern nur per Sideloading.

Übrigens basiert der Erfolg von “Clubhouse” wohl auf der chinesischen SaaS-Lösung Agora.io, zu dessen Kunden auch Xiaomi, Oppo, Lenovo und die Tiktok-Mutter Bytedance zählen.

Google Maps bekommt von seinen Entwicklern immer mehr Funktionen spendiert. In den USA kann man mit der Android-Version der App in einigen Städten wie etwa Los Angeles, New York oder Washington D.C. bereits Parktickets kaufen. In weiteren Regionen werden in einer Testphase auch ÖPNV-Tickets per Google Maps verkauft. Eine Ausweitung auf iOS soll demnächst folgen. Ob und wann die Funktionen nach Deutschland kommen, ist noch nicht bekannt. Ein Blick in unsere App-Tipps weiter unten zeigt aber, welche Lösungen es hierzulande gibt.

Gemeinsam mit Edeka Südwest testet die Deutsche Bahn einen 24h-Supermarkt am Bahnhof Renningen (Kreis Böblingen) der vollständig digital funktioniert. Bestellt wird dabei per App oder vor Ort am Touchscreen. Entwickelt wurde das Konzept gemeinsam mit dem Stuttgarter Start-up Smark. Der Mini-Lebensmittelmarkt beinhaltet ein umfangreiches Supermarkt-Sortiment, das von Grundnahrungsmitteln inklusive gekühlter Produkte bis hin zu Drogeriewaren reicht und künftig bis zu 800 Produkte umfassen wird, viele davon in Bioqualität. Direkt nebenan im Backshop gibt es frische Backwaren. Bezahlt wird per Bankkarte oder online per App.

App-Tipps

Inspiration für App-Macher liefert unsere Serie mit täglichen App-Tipps powered by Vytal, dem digitalen Mehrwegsystem für Take-Away & Delivery.

Easypark will das Auto-Cockpit erobern.

Durchschnittlich 41 Stunden im Jahr verbringen Autofahrer in Deutschland damit, einen Parkplatz zu suchen. Die Park-App Easypark ist nicht nur eine Kampfansage an den täglichen Parkplatz-Struggle, sondern erspart Autofahrer*innen auch die lästige Suche nach Kleingeld, das Stellen der Parkuhr oder den Gang zum Parkscheinautomaten. Easypark will mit seiner Parkplatz-Vermittlung jetzt auch das Auto-Cockpit erobern. Ab sofort unterstützt das 2001 gestartete Unternehmen auch Apples CarPlay – eigenen Angaben zufolge als erster Anbieter überhaupt in Europa. Besitzer eines iPhones können damit direkt über das Infotainment-System ihres Fahrzeugs, soweit es denn CarPlay unterstützt, Parkplätze buchen und suchen, ohne ihr Handy aus der Hosentasche holen zu müssen.
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Textify wandelt Voicemails in Textnachrichten um.

Sprachnachrichten sind ja bekanntlich Fluch und Segen zugleich. Einerseits bequem für unterwegs, andererseits blöd, wenn man sie nicht abhören kann, weil man mal wieder in ‘nem Meeting festhängt. Einige allzu lange Voicemails sprengen zudem die Toleranzgrenze. Ähms, Pausen oder Versprecher ziehen die eingesprochenen Monologe künstlich in die Länge und führen den eigentlichen USP von Kurznachrichtendiensten ad absurdum. Das schlagendste Argument dafür, weshalb eine Textnachricht manchmal doch besser als eine Audionachricht ist, ist aber die Durchsuchbarkeit. Das führt bei Voicemails im Zweifel dazu, dass man sich ein und dieselbe Nachricht mehrfach anhören muss.
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