Köpfe der Mobilbranche: Matthias Mehner von MessengerPeople.

„Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer 110% Vollgas gebe! Das könnte ich nicht, wenn mir das Thema nach 17:00 egal wäre“ sagt Matthias ‚Messenger Matze‘ Mehner, Chief Marketing Officer und Mitglied des Management Boards von MessengerPeople. Außerdem ist er als Speaker, Autor, Referent und Coach für digitale Kommunikation viel unterwegs. Aus diesen Erfahrungen entwickelt er ständig neue Strategien, Methoden sowie Guidelines für den erfolgreichen und professionellen Umgang mit Messenger-Apps. Im Oktober interviewten wir ihn bereits zum Verbot von WhatsApp-Newslettern und was das für Unternehmen bedeutet. Welche Alternativen es sonst noch gibt, verrät er in seinem aktuellen Fachbuch ‚Messenger Marketing’*, das bei Springer Gabler erschienen ist.

mobilbranche.de: Was war Dein erstes Handy?

Matthias Mehner: Siemens M 35i – in Gelb

mobilbranche.de: Was ist aus Deiner Sicht besser: Android oder iOS und warum?

Matthias Mehner: Ich denke, das ist Gewohnheitssache. Ich habe schon immer iOS und da fällt wechseln schwer. Eines Tages hoffe ich, den Ausstieg aus dem Apple-Kreislauf zu schaffen – Kosten vs. Leistungen stehen für mich nicht mehr im Gleichgewicht.

mobilbranche.de: Welche drei Apps willst Du auf Deinem Homescreen nicht mehr vermissen?

Matthias Mehner: WhatsApp, LinkedIn und Spotify laufen bei mir eigentlich den ganzen Tag.

mobilbranche.de: Stichwort Mobile Advertising: Was war für Dich die beste Werbung ever?

Matthias Mehner: Ich denke die beste Werbung – egal wo, aber ganz besonders auf Mobile, ist die, die nicht wie Werbung daherkommt – aber trotzdem verkauft. Man muss da Facebook danken, die das damals erkannt und uns mit Skyscrapern und Rectangle verschont haben.

mobilbranche.de: Und was war für Dich die schlechteste mobile Anzeige?

Matthias Mehner: Wenn auch keine Anzeige – aber ich ärgere mich, wenn Apps nicht richtig funktionieren. Besonders, wenn es um Medien geht und mir immer wieder Content oder Produkte angezeigt werden, die ich schon habe, wie hier mehrfach Jack Ryan:

 

In Punkto UX können viele noch von Netflix und Spotify lernen.

mobilbranche.de: Hast Du Mobile-Vorbilder? Wenn ja: welche?

Matthias Mehner: Mark Zuckerberg hat das Thema Mobile recht früh erkannt und dann konsequent Mobile First gedacht und entwickelt.

mobilbranche.de: Wie beschreibt Deine Mutter Deinen Job?

Matthias Mehner: Ich habe sie mal über WhatsApp gefragt:

mobilbranche.de: Ist Dein Job für Dich Beruf oder Berufung?

Matthias Mehner: Wer mich kennt, der weiß, dass ich immer 110% Vollgas gebe! Das könnte ich nicht, wenn mir das Thema nach 17:00 egal wäre.

mobilbranche.de: Wie stehst Du zu Mobile Payment?

Matthias Mehner: Ich liebe es! Als Apple Pay nach Deutschland kam, habe ich die Bank gewechselt und bin dann extra zum Flughafen gefahren, um mit dem Handy zu bezahlen!

Auch im Bereich Messenger wird uns das sehr weit nach vorn bringen! In China zahlen bereits heute 95% per WeChat. Wenn das für WhatsApp verfügbar ist, wird es das Thema Conversational Commerce auf ein völlig neues Level heben!

mobilbranche.de: Wann bzw. wo vermisst Du Mobile in Deinem Alltag, sprich: wo siehst Du noch Entwicklungspotenzial?

Matthias Mehner: Die Kommunikation mit Versicherungen, dem Rathaus oder dem Kindergarten meiner Kids ist noch so 1995 – wird Zeit, dass wir hier auch bald so kommunizieren können, wie wir es mit Freunden & Familie längst gewohnt sind. Obwohl, Stichwort Familie: dass meine Oma (86 Jahre) kein WhatsApp nutzt, finde ich auch schade – da könnte sie ihre Enkel öfters sehen…

mobilbranche.de: Mobile in 5 Jahren: was ist verschwunden, was hat sich durchgesetzt?

Matthias Mehner: Viele Apps, die heute noch entwickelt werden, braucht es nicht mehr. Vieles lässt sich in Messengern wie WhatsApp oder Apple Business Chat aufsetzen – die Leute chatten eh viel lieber, als dass sie sich noch eine App installieren.

mobilbranche.de: Vielen Dank für die spannenden Antworten!

Lesen Sie auch das Interview mit Matthias Mehner die vorherigen Fragebögen unserer Serie “Köpfe der Mobilbranche”.

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