Aus Runtastic wird Adidas Running.

Vor vier Jahren kaufte Adidas das österreichische Startup Runtastic für 220 Millionen Euro. Nachdem in den letzten Monaten die Web-App und einige kleinere Apps von Runtastic ganz eingestellt wurden, konzentriert Adidas sich auf die erfolgreichen mobilen Apps. Dabei wird die Lauf-App „Runtastic“ umbenannt in „Adidas Running by Runtastic“ und aus „Runtastic Results“ wird „Adidas Training by Runtastic“. Beide werden mit dem „Creators Club“ verknüpft.

Das kostenlose Adidas Vorteilsprogramm wurde vor Kurzem in Deutschland unter dem Namen Creators Club präsentiert. Mit jedem mit der Adidas Running App gelaufenen Kilometer und jedem mit der Adidas Training App absolvierten Workout gibt es Punkte zu gewinnen, mit denen man Vorteile wie etwa früheren Zugang zu neuen Adidas Produkten, Spezialangeboten und -aktionen oder Events nutzen kann. Dadurch erhofft man sich wohl eine engere Kundenbindung an den Sportartikelhersteller, denn bisher fehlt es an einer messbaren Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg durch Runtastic.

„Wer Fitness in sein Leben integriert, hat viele Vorteile. Wir wollten zusätzlich die Möglichkeiten der globalen Marke adidas nutzen und diese Vorteile aufs nächste Level bringen: exklusiver Zugang zu neuen Produkten, spezielle Rabatte, Tickets für Sport- oder Musikevents oder exklusive Reisen. Der Creators Club macht dies bereits für seine loyalsten Kunden möglich und nun kann dies auch für unsere fleißigsten Athleten und Athletinnen gelten.“, sagt Scott Dunlap, General Manger von Runtastic. Er folgte auf Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner, der das Unternehmen Ende 2018 verließ. 

Im Rahmen der Umbenennung erhielten die Apps auch ein neues Aussehen und andere Farben. Alle Trainingsdaten der Nutzer sollen erhalten bleiben.

Laut Handelsblatt will Vorstandschef Kasper Rorsted den Umsatz 2020 im eigenen E-Commerce von einer Milliarde Euro im Jahr 2016 auf vier Milliarden Euro steigern.  Da der Online-Handel über eigene Vertriebswege wie die Apps besonders margenstark ist, hat dieses Ziel so überragende Bedeutung für Rorsted.

Diesen Artikel teilen

Eine Antwort zu “Aus Runtastic wird Adidas Running.”

  1. Marketingillusionen. Die Runtastic-App war prima. Machte genau das, was sie sollte, nämlich den Trainingserfolg zu verfolgen. Die Übernahme durch Adidas war wieder Mal so ein Hirngespinst aus generischen Marketingideen und wilden Potentialanalysen.
    Die Umbenennung in Adidas vertreibt nur die alten Kunden. Auch dir Schuhverfolgung war durchsichtiger Verkaufsanreiz.
    Das Management hat Geld verschwendet. Schwamm drüber. Wäre besser, wenn sie es den Kunden einfach schenken würden. Mehr verkaufen werden sowieso nicht damit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mobilbranche.de Newsletter

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbestimmungen.
Technologiepartner