Jetzt kommt Vivy: Allianz und N26-Gründer Rebernik launchen mobile Gesundheitsakte.

von Florian Treiß am 20.Juni 2018 in Mobile Health, News

Die elektronische Gesundheitskarte ist in Deutschland „so etwas wie der Flughafen BER der Gesundheitswirtschaft“, frozelt Wiwo-Redakteur Thomas Kuhn. Seit beinahe 20 Jahren geplant, hat u.a. AOK-Chef Martin Litsch sie für gescheitert erklärt. Doch das soll sich nun rasch ändern, dank der Initiative von N26-Gründer Christian Rebernik und dem Allianz-Konzern. Deren neue App Vivy bringt die Patientenakte direkt aufs Smartphone und soll bereits im August starten. Und das mit einem großen Aufschlag: Noch dieses Jahr soll sie 25 Millionen Krankenversicherten in Deutschland zur Verfügung stehen. Denn Vivy wird gleich zum Auftakt von 90 gesetztlichen und 4 privaten Krankenkassen unterstützt, die die App ihren Versicherten empfehlen wollen. Darunter sind neben der Allianz, die 70 Prozent der Anschubfinanzierung übernimmt, auch andere große Player wie die IKK, DAK und Gothaer.

So soll Vivy aussehen. Der Start ist für August 2018 geplant.

In einem Interview mit Gründerszene erklärt Vivy-Macher Christian Rebernik, wie die neue App funktioniert und wo die Herausforderungen liegen. Um die Gesundheitsinfos in die App zu bringen, „geben Nutzer die Daten in ihrem Impfpass einmalig selbst in die App ein. Dazu stellt Vivy ihnen Fragen, die sie beantworten. Informationen wie Blutbilder kommen von Ärzten oder Klinikmitarbeitern“, so Rebernik. Zwar sei die App am Anfang sicher noch nicht automatisch in die Prozesse bei Ärzten und Kliniken integriert. Aber „damit Ärzte die Daten einmal in wenigen Klicks mit unserer App synchronisieren können, arbeiten wir mit einem IT-Dienstleister zusammen, der unter anderem Informationsinfrastruktur für Krankenhäuser entwickelt“, sagt Rebernik. Den Unterschied zur geplanten elektronischen Gesundheitskarte sieht Rebernik darin, dass „Patienten ihre Daten jederzeit einsehen können. Und wir richten uns nicht nur im Krankheitsfall an Patienten. Vivy erinnert zum Beispiel auch gesunde Patienten an Vorsorgeuntersuchungen.“

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