Mobile Payment: Portemonnaie der Zukunft heißt Tapit, so der Wunsch von Swisscom.

von Fritz Ramisch am 24.Juni 2014 in App Business, Mobile Payment, News, Ökosysteme

shutterstock_191760554Partnerschaft statt Konkurrenz: Der größte Schweizer Mobilfunker Swisscom will am 1. Juli seine bereits seit längerem angekündigte Mobile-Payment-Lösung starten. Das Portemonnaie der Zukunft soll Tapit heißen, so zumindest der Wunsch. Der größte Schweizer Mobilfunker hat sich für das ambitionierte Vorhaben, eine flächendeckend verfügbare Mobile Wallet zu schaffen, mit den Konkurrenten Orange und Sunrise zusammengetan. Dass auch der Zusammenschluss mehrerer Mobilfunker kein Erfolgsgarant ist, zeigt in Deutschland der Misserfolg der Messenger-Lösung joyn. Doch während in Deutschland die Mobilfunker in Sachen Mobile Payment weitgehend ihr eigenes Süppchen kochen, setzt die Swisscom auf Partnerschaften – auch oder vor allem zur Finanz- und Geschäftswelt. Die Funktionsweise ist bekannt: Kreditkartendaten sollen auf der SIM-Karte gespeichert werden. An Kassenterminals soll dann kontaktlos bezahlt werden können. Die Besonderheit: Tapit kann wohl auch als Zugangsauthentifizierung für Gebäude genutzt werden. Hierzulande bereitet die Deutsche Telekom, die kürzlich erst mit monatelanger Verzögerung ihre mobile Bezahllösung MyWallet gestartet hat, offenbar den Einstieg ins Bank-Geschäft vor. Im Nachbarland Polen werden Kunden der Tochter-Firma T-Mobile Polska bereits Bankdienstleistungen angeboten. Eine Kooperation mit der polnischen Alior Bank soll den Mobilfunkkunden ein Konto inkl. Überziehungsmöglichkeit, eigener Kreditkarte, Spareinlagen sowie weiterer Bankdienstleistungen ermöglichen, berichtet deutsche-wirtschafts-nachrichten.de. Auch Vodafone, O2 und E-Plus haben bereits eigene Mobile-Payment-Lösungen gestartet oder dies zumindest angekündigt. Die Fragmentierung ist auch ein Grund, warum Mobile Payment hierzulande noch nicht so recht vom Fleck kommt. Dabei hätten die Mobilfunker die besten Vorraussetzungen um den Markt mit mobilen Bezahl- und Mehrwertlösungen zu dominieren. Wenn es ganz blöd läuft, kommt Banken, Mobilfunkern und Startups einmal mehr ein US-Player wie Google oder Apple zuvor und reißt das lukrative Geschäft an sich. Die Hoffnungen, dass endlich flächendeckende mobile Bezahlung möglich und auch kundenfreundlich umgesetzt wird, ruht auch auf Apple. Ob Apple aber überhaupt ins Mobile-Payment-Geschäft einsteigt, ist unklar, wie MPayment-Experte Maik Klotz kürzlich lesenswert analysiert hat. (Foto: shutterstock.com)
computerworld.ch, startwerk.ch, mobilbranche.de (Hintergrund MyWallet)

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