Studie: Die Hauptgründe, warum Apps gelöscht werden.

von Sebastian Beintker am 26.Januar 2018 in App Business, News, Studien

In der Studie „App in die Tonne“ befragte YouGov 2.000 deutsche Smartphone-User, um herauszubekommen, welche Gründe zur Löschung einer App führen. mobilbranche.de hat sich den kostenfreien Report angesehen und gibt App-Machern und Marketern einen ersten Einblick.

Ausgangslage im App Business

Zunächst skizziert YouGov die aktuellen Marktverhältnisse. In einem riesigen Meer von Anwendungen finden sich User oftmals nur unzureichend zurecht. Oft sind es die weit verbreiteten Standard-Apps, die einen großen Zuspruch genießen. Besonders gut funktionieren z. B. Messenger wie WhatsApp. Das deckt sich auch mit unseren Beobachtungen (vgl. dazu „Top 20 Apps im Dezember 2017“).

Hinzu kommt, dass ein Großteil der User nur eine begrenzte Anzahl an Apps tatsächlich regelmäßig nutzt. YouGov fand heraus, dass nur 1 bis 12 Apps monatlich genutzt werden. Auch die Bereitschaft, für Anwendungen Geld auszugeben, ist sehr gering. Die große Mehrheit von 71 Prozent hat keine kostenpflichtigen Apps auf dem Smartphone.

Das Grundproblem für App-Macher besteht nun darin, dass User im großen Meer der Anwendungen mitunter Apps auswählen, die nicht ideal zu ihren Bedürfnissen und Vorstellungen passen. Dies führt zu Frust, der sich u. U. in einer Image-Schädigung auswirken kann. Was aber auf alle Fälle zunächst passiert, ist eine Löschung der App.

Die Hauptgründe für eine App-Löschung

Der häufigste Grund für eine Deinstallation ist Enttäuschung. Sie ist aber dicht gefolgt von einem fehlenden Mehrwert. User, die für eine App bezahlen, äußern, dass es für sie ganz wichtig ist, dass möglichst keine Werbung ausgespielt wird und es keine Konkurrenz-App gibt, die besser ist.

Zudem liefert YouGov eine interessante Unterteilung in Geschlechter und verweist auf weiterführendes Statistikmaterial in Bezug auf kulturelle Herkunft, verschiedene Smartphone-Typen und das Nutzeralter.

To-dos auf dem Weg zum Erfolg

Der Report endet mit einer konkreten Checkliste für App-Macher. Dabei werden die folgenden Punkte als fundamentale Grundlage für den Erfolg der eigenen App genannt:

  1. Sind im Unternehmen die nötigen Ressourcen vorhanden?
    Es gilt zu bedenken: Der App Markt ist groß. Und ebenso groß ist das Riskio mit der eigenen App zu scheitern. Um einen wirklichen Mehrwert für den User zu schaffen und seine Wünsche ideal zu bedienen, sind mitunter große bis sehr große Investitionen notwendig. Sind diese Ressourcen nicht vorhanden, dann sollte man anstelle der App andere Kommunikationswege nutzen.
  2. Existiert das notwendige Wissen über die Zielgruppe?
    Ohne eine gründliche und professionelle Anaylse der Zielgruppe wird die eigene App nicht erfolgreich sein. Dabei spielen die Bedürfnisse und Ansprüche der Zielgruppe eine ganz entscheidende Rolle. Hier verweist YouGov auf sein Profiling, um genau herauszufinden, wo die Potenziale liegen.

Kostenfreier Download

Der Report ist unter folgendem Link kostenfrei downloadbar: „YouGov-Studie: App in die Tonne“


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