UN-Gipfel: Wo liegt die Zukunft der künstlichen Intelligenz?

von Samuel Held am 12.Juni 2017 in Künstliche Intelligenz, News

Intelligenter Gipfel: Wie weit ist die Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) und wer profitiert eigentlich von der Technologie? Auf der Konferenz „AI for Good“ der Vereinten Nationen (UN) diskutierten 500 Experten über technische und moralische Aspekte der KI. Diese könne einerseits das Leben der breiten Masse vereinfachen, andererseits Kriege wahrscheinlicher machen. Die UN veranstalteten einen solchen Gipfel zum ersten Mal.

Systeme zur künstlichen Intelligenz gibt es seit 61 Jahren, doch wann der endgültige Durchbruch gelingen kann, blieb auch in Genf unklar. Jürgen Schmidhuber vom IDSIA-Institut zeigte sich optimistisch: „In naher Zukunft werden wir KI-Systeme mit der Intelligenz kleiner Tiere haben. Und der anschließende Schritt, um den Level menschlicher Intelligenz zu erreichen, wird relativ kurz sein.“ Die immer größer werdende Rechenpower auch auf Smartphones bringe die Technologie deutlich voran.

Toby Walsh von der Universität in Sydney denkt dagegen, dass erst grundlegende Durchbrüche in der Software-Entwicklung nötig sein. Ihm macht vor allem „dumme“ KI zu schaffen: „Im Augenblick ist auf die Systeme noch wenig Verlass – die meiste Zeit funktionieren sie gut, aber plötzlich geht etwas schief, und sie brechen zusammen. Und wir machen den klassischen menschlichen Fehler, den Maschinen bereits zu sehr zu vertrauen.“

Selbst, wenn die Technik weiterentwickelt wird, würden aber ethische Probleme bestehen bleiben. Immer wieder wird vor einprogrammiertem Rassismus und Datenschutzproblemen gewarnt. Doch auch Kriege könnten mit KI wahrscheinlicher werden, da statt Armeen in Zukunft autonome Systeme gegeneinander Kämpfen könnten. Killerroboter würden dann eigenständig über Leben und Tod von Menschen entscheiden. Generell sind künstlich intelligente Systeme eine Herausforderung für die Politik, die möglicherweise nicht in der Lage ist, auf das schnelle Tempo der Technologie zu reagieren.

Dabei geht es auch um die Frage, wer vom Wachstum der KI-Branche profitieren soll. Bisher sind es vor allem einzelne Großkonzerne, die in die Branche investieren. Bei der „AI for Good“ gibt es aber auch die Forderung, ein weltweites Forschungsnetzwerk zu schaffen, um die Technologie unabhängig von den großen Konzernen weiterentwickeln zu können. „In einer idealen Welt wäre KI ein Gut der Allgemeinheit“, sagt Psychologe Gary Marcus.

Klar wird auf der Konferenz also vor allem, dass es zum Thema künstliche Intelligenz viele verschiedene Meinungen gibt. Weder zur Technologie, noch zur Ethik gibt es eine klare Meinung. Umso wichtiger ist es, dass sich Experten bei einem Gipfel wie „AI for Good“ austauschen können.

– Anzeige –
Responsive Websites, AMP & Co: Wie Sie Ihre Kunden am besten direkt im Smartphone-Browser erreichen, zeigen wir von bam! interactive in unserem Blog. Denn eine App erreicht nur diejenigen Nutzer, die zum Download bereit sind, und kann daher in den meisten Fällen nur eine Ergänzung zum optimierten mobilen Auftritt darstellen. Wir von bam! interactive verfolgen seit fast zehn Jahren einen Mobile-First-Ansatz mit Fokus auf Ladezeit und UI-Experience. Kontaktieren Sie uns.


Artikel teilen

Sichern Sie sich jetzt Ihren Wissensvorsprung in Mobile Marketing und Mobile Business und abonnieren Sie die Meldungen von mobilbranche.de ganz bequem per E-Mail. Unser Newsletter erscheint täglich um 13 Uhr und ist kostenlos.


Facebook Kommentare:

Kommentare