Digitaler Beifahrer bedient das Smartphone im Auto.

von Anika Reker am 29.März 2017 in News, Voice

chrisMehr als nur ein Navi: Hinterm Steuer sitzen und gleichzeitig den Facebook-Status aktualisieren war bisher keine gute Kombination. Ein künstlich intelligenter Beifahrer namens Chris soll den Nutzer in Zukunft nicht nur zum Ziel navigieren, sondern auch dessen Smartphone bedienen. Hinter dem künstlich intelligenten Navi steckt German Autolabs. Das Berliner Startup sammelt momentan Geld über eine Crowdfunding-Kampagne, um den digitalen Beifahrer zu finanzieren.

Chris soll, wie auch andere künstlich intelligente Assistenten wie Amazons Alexa, über Sprache und Gesten gesteuert werden. Er soll in der Lage sein, dem Nutzer eingehende SMS, Mails sowie Whatsapp- und Facebook-Nachrichten vorzulesen. Anstatt genervt am Autoradio den Sender zu suchen, der am wenigsten rauscht, soll der Nutzer von Chris per Wischbewegungen durch die Luft in der Auswahl von Spotify und anderen Musikdiensten stöbern können. Einige der Dienste von Chris sollen offline verfügbar sein, für andere, wie das Streamen von Songs, ist eine mobile Datenverbindung nötig. Welches Unternehmen die Software für die Sprachsteuerung liefert und von wem die Navigationssoftware bezogen werden soll, ist noch unklar. Laut Golem steht German Autolabs noch in Verhandlung mit verschiedenen Dienstleistern.

Die Kampagne, mit der das Projekt finanziert werden soll, läuft noch insgesamt 34 Tage. Bisher haben sich über 370 Unterstützer gefunden, die den Assistenten für einen Preis von 160 Euro bestellen können, sobald er auf den Markt kommt. Bisher kamen über 63.000 Euro zusammen und die Finanzierungsmarke von 50.000 Euro, die sich die Initiatoren gesetzt hatten, ist damit bereits überschritten. Ziel ist es, dass Chris bis Ende 2017 zur Auslieferung bereit ist.

Das Projekt könnte einen erheblichen Beitrag dazu beisteuern, dass Handy-Junkies unfallfrei durch den Straßenverkehr kommen. Laut einer Studie nutzen 77 Prozent der Autofahrer ihr Smartphone am Steuer. Ablenkung, zum Beispiel durch Handynutzung, ist mit 68 Prozent eine der Hauptursachen für Autounfälle.

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