Interview: „Mobile pimpt Social“ – Klaus Breyer von buddybrand über den Stellenwert von Mobile bei Social-Media-Kampagnen.

von Fritz Ramisch am 30.August 2013 in Interviews, Social Media

Klaus Breyer buddybrand„Jede Social-Media-Kampagne sollte von Anfang an auch Mobile gedacht werden“, ist Klaus Breyer von buddybrand überzeugt. Er sagt: „Mobile-Social-Media-Kampagnen müssen mobil gezündet werden, dort wo die Menschen sich aufhalten und ein Bedürfnis haben, dass ein Unternehmen mit seiner Kampagne trifft.“ Klaus Breyer ist Geschäftsführer bei der buddybrand GmbH, einer Full Service Social Media Agentur aus Berlin. Gemeinsam mit Lars Kranholdt, Vincent Nicolai und Philipp Thurmann gründete er buddybrand 2010 als eine der ersten Facebook-Marketing-Agenturen Deutschlands. Heute berät buddybrand u.a. ŠKODA International, Wilkinson und Douglas. Im Vorfeld der dmexco hat Klaus Breyer im Interview mit mobilbranche.de über den Stellenwert von Mobile bei der Konzeption von Social Media Kampagnen gesprochen.

mobilbranche.de: Smartphones sind mittlerweile zum täglichen Begleiter des Menschen geworden. Inwiefern kann „Always on“ die Effektivität von Kampagnen in sozialen Netzwerken erhöhen?

Klaus Breyer: Mobile bietet Unternehmen Zutritt in Lebensbereiche, die sich nicht vor dem Computer abspielen. Ob Events, der Point of Sale, das Auto, die Urlaubsreise, etc. – über Smartphone und Tablet erreichen Marken nicht nur mehr Konsumenten, sondern diese auch zu jeder Zeit und an jedem Ort. Jede Social-Media-Kampagne sollte von Anfang an auch Mobile gedacht werden.

mobilbranche.de: Inwieweit unterscheiden sich mobile Social-Media-Kampagnen von denen auf dem PC?

Klaus Breyer: Rein technisch empfiehlt sich eine responsive Microsite als Basis für die Kampagne. So ist sichergestellt, dass sie jeder Konsument, egal von welchem Gerät aus, jederzeit nutzen kann. Aber der Unterschied liegt nicht nur in der Implementierung, sondern auch schon in der Idee. Denn Mobile-Social-Media-Kampagnen müssen mobil gezündet werden, dort wo die Menschen sich aufhalten und ein Bedürfnis haben, dass ein Unternehmen mit seiner Kampagne trifft. Und nicht zuletzt ist mobile Kommunikation einfach schneller: Marken müssen ständig im Gespräch bleiben, um dauerhafte Bindungen aufzubauen.

mobilbranche.de: Welche Rolle spielt Social-TV als Plattform für Unternehmen?

Klaus Breyer: Hierzulande wird noch nicht so viel Geld in Social-TV investiert, dabei gibt es enorm viel Potenzial für Unternehmen. Social-TV ist allerdings mehr als nur Hashtags im etablierten Abendprogramm oder eine App, um Quizfragen zu beantworten. Der Konsument muss ein Teil der Gemeinschaft werden, wie er es in sozialen Netzwerken ist. Das erfordert neue TV-Formate mit anderen Werbemöglichkeiten. Und mehr noch: Mit interaktiven Werbeformaten oder Services können Unternehmen vom Konsumenten lernen und darauf basierend die Aussteuerung der TV-Werbung oder die Zielgruppen optimieren.

mobilbranche.de: Die Kombination von Social, Local & Mobile (SoLoMo) klingt schon fast wie eine eierlegende Wollmilchsau. Welche Vorteile bringt es tatsächlich, wenn eine sozial-mobile Kampagne auch noch Standortdaten mit verwendet? Welche Nachteile bringt eine Zielgruppe, die „allways on“ ist, für Werbetreibende mit sich?

Klaus Breyer: Den größten Nachteil haben sicherlich die Unternehmen, die nicht mobil präsent sind. Die werden schlicht verdrängt von anderen, die zum Beispiel mobile Services anbieten, um Kunden auch nach dem Kauf zu binden. Ein Beispiel: Der Konsument kauft neue Jogging-Schuhe und bekommt per App einen Service zur Verfügung gestellt, der alle seine gelaufenen Strecken erfasst. Beim nächsten Schuh-Kauf sind Daten zu seiner Aktivität, Laufdauer, Lauflänge oder Beschaffenheit der Strecken bekannt und ihm kann der richtige Schuh angeboten werden. Auf diese Weise können Unternehmen sehr viel über ihre Konsumenten lernen und gleichzeitig auch den Service weiterentwickeln.

Nicht zu unterschätzen ist der monetäre und personelle Aufwand, um eine Marke fit zu machen, um den mobilen Lifestyle der Konsumenten zu verstehen und entsprechende Angebote zu machen. Wenn Social Media die Pflicht ist, dann ist Mobile-Social-Media die Kür.

mobilbranche.de: Vielen Dank für das Interview!

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