EXKLUSIV: „wynsh“-Betreiber WindoWin ist insolvent.

von Florian Treiß am 20.Februar 2013 in Apps, Location Based Services, Mobile Advertising, News, Personalien

Aus und vorbei: Marc Schwiegers Mobile-Startup WindoWin GmbH, Betreiber der innovativen Shopping-App „wynsh“, die direkt am Point of Sale Sofortrabatte gewährt, ist insolvent. 26 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Das Amtsgericht Hamburg hat nun Veit Schwierholz als endgültigen Insolvenzverwalter der WindoWin GmbH eingesetzt – und Schwierholz macht gegenüber dem Fachdienst mobilbranche.de wenig Hoffnung darauf, dass das Startup noch gerettet werden kann: „Die angestrebte sogenannte übertragende Sanierung durch Verkauf des laufenden Unternehmens an einen Investor und damit der Erhalt von Arbeitsplätzen ist gescheitert, so dass das Unternehmen liquidiert wird“, so Schwierholz zu mobilbranche.de. Offenbar war die Kapitalausstattung von WindoWin von Anfang an zu niedrig, um den vom Management anvisierten schnellen Expansionskurs umzusetzen: Die Firma konnte „die von ihr erhofften Planumsatzzahlen nicht in der erwünschten Zeitspanne erreichen und weitere Kapitalrunden von Gesellschaftern und privaten Darlehensgebern scheiterten“, sagt Insolvenzverwalter Schwierholz. Auch ein geplanter Komplettverkauf gelang nicht, denn dieser sei von der Mitwirkung des Software-Herstellers für die „wynsh“-Software abhängig gewesen, der noch Rechte an der Software und den Quellcodes geltend machen konnte. „Der Unternehmensverkauf scheiterte letztendlich daran, dass sich der Investor und der Softwarehersteller nicht über die Konditionen der künftigen Zusammenarbeit einigen konnten“, sagt Veit Schwierholz.

„wynsh“ war Ende 2011 angetreten, mittels spielerischen Elementen Kunden Sofortrabatte zu gewähren, wenn sie im Ladengeschäft bereits einen Artikel in der Hand hielten. Die Sofortrabatte sollten dabei helfen, die Verkaufsentscheidung zu Gunsten des Händlers zu beeinflussen, und wirkten damit dem „Showrooming“-Phänomen entgegen, bei dem Kunden die Waren zunächst im Laden in Augenschein nehmen, um sie anschließend via Smartphone im Internet bei einem anderen Händler zu bestellen. „wynsh-User kaufen mehr und kommen wegen wynsh häufiger zurück in den Laden“, sagte Gründer Marc Schwieger (Foto rechts), ein ehemaliger Manager von Scholz & Friends, vergangenen Mai in einem Interview mit mobilbranche.de. Er erläuterte das Prinzip von „wynsh“ damals so: „Wir drehen das gelernte Rabatt-Paradigma um. Denn wynsh ist das einzige Tool, mit dem Kunden Rabatt, Zugaben oder Überraschungen für genau das Produkt bekommen können, das sie haben möchten.“ Mittlerweile haben Wettbewerber wie Gettings einige der Funktionen von „wynsh“ kopiert – und können diese mit größerer Marktmacht durchdrücken als das Hamburger Startup, dass mit seinen rund 35.000 Euro Stammkapital offenbar nicht weit kam.
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