Google will KI-Bilder identifizieren, Strategieeinblicke von Phoenix Games, Emily Erdbeers große Backshow als Alexa Skill

Liebe Leserinnen & Leser,

„Die Hälfte des Geldes, das ich für Werbung ausgebe, ist verschwendet. Leider weiß ich nicht, um welche Hälfte es sich dabei handelt“, sagte einst der Kaufhauskönig John Wanamaker, der als Erfinder der modernen Werbung gilt. Dieses Bonmot nimmt App-Marketing-Experte André Kempe in seinem aktuellen LinkedIn-Beitrag zum Anlass, über ein Experiment zu berichten, das der neue CMO eines Mobile-Games-Publishers vor einiger Zeit wagte. Hatte das Unternehmen zuvor rund eine Million Dollar pro Tag (!) für Werbung ausgegeben, so entschied der neue CMO, nun alle Werbeaktivitäten für einen kompletten Monat zu unterbrechen.

Ziel des umstrittenen Tests war es, den tatsächlichen Wert aller Marketingaktivitäten zu ermitteln, bevor er einen Kanal nach dem anderen wieder in Betrieb nahm, um zu sehen, welchen inkrementellen Beitrag jeder Kanal tatsächlich leistet. Das Experiment zeigte tatsächlich, dass 50 Prozent aller Werbeausgaben überflüssig waren. Das Unternehmen konnte in der Folge seine Spendings deutlich optimieren – und hatte reichlich Budget, um neue Werbepartner und Kampagnenformate auszuprobieren. Definitiv also eine tolle Geschichte aus dem Bereich „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, oder?

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Ihr Florian Treiß

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Google testet Technologie zur Identifizierung von KI-Bildern

Google testet ein digitales Wasserzeichen zur Erkennung von Bildern, die von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden, um Desinformationen zu bekämpfen. Das von DeepMind, der KI-Abteilung von Google, entwickelte SynthID soll künstlich erzeugte Bilder erkennen. Die Technologie funktioniert, indem sie Änderungen an einzelnen Pixeln in Bilder einbettet, so dass Wasserzeichen für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber von Computern erkannt werden können. Laut dem Team von DeepMind ist die Technologie jedoch noch nicht komplett „narrensicher“ gegen extreme Bildmanipulationen. KI-Bildgeneratoren sind mittlerweile zum Mainstream geworden. Das beliebte Tool Midjourney hat mehr als 14,5 Millionen Nutzer. Wer Spaß daran hat, zu rätseln, ob ein Bild echt ist oder nicht, kann auf der BBC-Website dazu das Quiz „AI or real?“ spielen.

Phoenix Games: Wie Klaas Kerstings Holding den Markt revolutioniert

Als Gründer und CEO von Faregames und Gameforge kann Klaas Kersting auf 20 Jahre Erfahrung in der Videospiel-Industrie zurück blicken. Mit seinem neusten Unternehmen Phoenix Games sucht er nun einen alternativen Weg zum traditionellen Game-Publisher. Phoenix Games nutzt selbst entwickelte Algorithmen, um die beste Weiterentwicklung der von Phoenix Games gekauften Studios vorauszusagen. Eine der größten Erfolgsgeschichten von Phoenix Games ist dabei der Einstieg beim britischen Studio Midoki, das das Mobile Game Knighthood entwickelt hat (siehe Bild). Im Podcast von digital kompakt erzählt Kersting, wie Phoenix Games dies schafft und wie die Firma mit dieser Methode den Free-to-Play-Markt umkrempeln will. Hier anhören.

Emily Erdbeers große Backshow als Alexa Skill

Die Agentur 169 Labs hat für das bei Kindern beliebte Franchise Emily Erdbeer einen Alexa Skill entwickelt, der exklusiv über das kostenpflichtige Programm Kids+ von Amazon verfügbar ist. Bei „Emily Erdbeers große Backshow“ gibt es jede Woche ein neues, einfaches und kindgerechtes Rezept für Kuchen 🍰 zum Nachbacken. Zu den Rezepten gibt es Videoanleitungen 🎥 und selbstverständlich sind alle Inhalte per Sprache steuerbar 🗣. Einige Eindrücke von dem Skill gibt es auf LinkedIn.

Social Media ist tot

Erinnern Sie sich noch an die Aktion „Make Instagram Instagram again“ im vergangenen Jahr? Damals trendete innerhalb von Instagram Kritik an eben dieser App, denn viele Nutzer, darunter auch Promis wie Kyle Jenner, waren frustriert, dass der Algorithmus von Instagram im Feed plötzlich Videos von Fremden den Vorrang gab, denen der jeweilige User gar nicht folgte, statt wie zuvor einen Feed mit Inhalten nur von Accounts zu zeigen, denen man folgt. Statt alltäglicher Fotos von normalen Menschen war die Plattform zu einer kuratierten Plattform geworden, auf der selbst scheinbar authentische Inhalte von Creators akribisch geplant und vorbereitet wurden.

Nach dem großen öffentlichen Druck machte Instagram die Algorithmus-Änderung bald rückgängig. Doch im Grunde hat Instagram dadurch einen Trend bestärkt, bei dem sich viele Nutzer von öffentlichen Posts auf Instagram und in anderen Social-Media-Apps verabschieden. „Social Media ist tot“, schlagzeilt der Business Insider deswegen. Demnach hat die Müdigkeit, die die meisten Menschen beim Posten auf Instagram verspüren, dazu geführt, dass immer mehr Nutzer private Posts und geschlossene Gruppen nutzen. Gerade Gruppenchats bieten Menschen demnach einen sicheren Ort, um Memes zu teilen, mit Freunden zu tratschen und sogar neue Leute kennenzulernen. Der Druck in solchen Gruppen, sich perfekt zu präsentieren, ist deutlich geringer als mit einem öffentlichen Instagram-Post – und so können solche geschlossenen Gruppen dazu führen, dass wir zu den Wurzeln von Social Media zurückkehren, nämlich dem sozialen Austausch statt der perfekten Inszenierung.

Veranstaltungstipps

Jede Woche empfehlen wir Ihnen an dieser Stelle spannende Veranstaltungen für Mobile-Enthusiasten. Unsere aktuellen Tipps:

Welche Veranstaltungen sollten wir sonst noch in unseren Eventkalender aufnehmen? Verraten Sie es mir gern per Mail an treiss@mobilbranche.de oder per WhatsApp an 0163/5382632.

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