„Ich bin Generation Smartphone“: Jan Dzulko von everphone im Fragebogen.

Jan Dzulko, Gründer und CEO von everphone (Copyright: Daniel Meyer)

Er hat Wirtschaft in Mannheim und Oestrich-Winkel studiert und bereits 2003 sein erstes Unternehmen namens Pecumax gegründet: Jan Dzulko. 2008 verkaufte er das Pecumax an CHECK24 und stieg im selben Jahr als CEO bei der CHECK24 Insurance AG ein. Seit 2016 baut Jan Dzulko nun als Gründer und CEO den Phone-as-a-Service-Pionier everphone auf. „Ich habe everphone gegründet, um meinen Anteil dazu beizutragen, durch weniger Ressourcenverschwendung in der Kreislaufwirtschaft das Klima zu schonen“, sagt Jan Dzulko bei mobilbranche.de. In unserem Fragebogen verrät er außerdem, was für ihn „die beste Erfindung ever“ ist.

mobilbranche.de: Was war Dein erstes Handy?

Jan Dzulko: Ich bin Generation Smartphone: Mein erstes Handy war das erste iPhone.

mobilbranche.de: Was ist aus Deiner Sicht besser: Android oder iOS und warum?

Jan Dzulko: Beide Betriebssysteme haben Vor- und Nachteile. Android ermöglicht eine größere Bandbreite von Hardware, dafür sind die Apps eben nicht genau für diese Hardware optimiert. iOS ist als geschlossenes System sicher weniger anfällig für Angriffe von Außen, Hard- und Software sind aufeinander abgestimmt und die Hardware ist Spitze. Das wiederum hat seinen Preis, der nicht für jedermann erschwinglich ist.

mobilbranche.de: Welche drei Apps willst Du auf Deinem Homescreen nicht mehr vermissen?

Jan Dzulko: LinkedIn ist für mich sehr wichtig um mit relevanten externen Leuten im Kontakt zu bleiben. Slack ist bei everphone der wichtigste Kommunikationskanal. Und TIER brauche ich, um in Berlin flott von A nach B zu kommen.

mobilbranche.de: Stichwort Mobile Advertising: Was war für Dich die beste Werbung ever?

Jan Dzulko: Salesforce hat mal mit dem Spruch geworben „No Hardware, No Software, No Worries“. Das fand ich damals sehr stark, um Menschen die Idee der Cloud näherzubringen. Ich hielt in dem Moment mein Smartphone in der Hand und dachte: Ja, es gibt eigentlich nur zwei Ursachen für Probleme beim Smartphone, eben Hardware oder Software. Daher resonierte die Werbung stark in mir.

mobilbranche.de: Und was war für Dich die schlechteste mobile Anzeige?

Jan Dzulko: Diese „Finde deine alten Schulfreunde“-Anzeige mit einem Rahmen aus Absperrband. Die auf dem Smartphone zu bekommen, erinnerte mich an die Anfänge des Internets. Damals gab es Online-Werbung quasi nur als Banner und diese waren möglichst auffällig, oder mit anderen Worten: nervig.

mobilbranche.de: Hast Du Mobile-Vorbilder? Wenn ja: welche?

Jan Dzulko: Naja, Steve Jobs hat mit Apple die Grundlage für alles geschaffen. Vor allem bewundere ich aber seine Fähigkeit, komplexe Technologie hinter einfachen Masken zu verstecken.

mobilbranche.de: Wie beschreibt Deine Mutter Deinen Job?

Jan Dzulko: Voller Stolz würde sie sagen: Große DAX-Konzerne arbeiten auf den Smartphones meines Sohnes! Weil der everphone-Service besser ist als die Konkurrenz und nachhaltig, da keine Geräte mehr in den Schubladen der IT-Administratoren oder Mitarbeiter vergammeln, sondern immer weiter genutzt werden. Das ist ökonomisch und ökologisch sinnvoll.

mobilbranche.de: Ist Dein Job für Dich Beruf oder Berufung?

Jan Dzulko: Ganz klar Berufung. Ich habe everphone gegründet, um meinen Anteil dazu beizutragen, durch weniger Ressourcenverschwendung in der Kreislaufwirtschaft das Klima zu schonen. Und um ein Unternehmen aufzubauen, welches eine wertegetriebene und moderne Arbeitskultur hat.

mobilbranche.de: Wie stehst Du zu Mobile Payment?

Jan Dzulko: Beste Erfindung ever. Das ist einer der wenigen positiven Aspekte die Corona in Deutschland hatte: Die mobile Payment-Revolution ist endlich auch hier angekommen. Nachdem ich jetzt schon meistens meinen Schlüssel zu Hause lassen kann (elektronische Schlösser), gehe ich oft auch ganz ohne Portmonee aus dem Haus. Das ist toll – bald wird das Smartphone wirklich zum Tricorder, der alles kann.

mobilbranche.de: Wann bzw. wo vermisst Du Mobile in Deinem Alltag, sprich: wo siehst Du noch Entwicklungspotenzial?

Jan Dzulko: Beim kleinen Screen sowie bei jeglichen Inputmethoden wie etwa dem Tippen auf der Minitastatur oder den verschiedenen Sprachassistenten. Ich möchte grundsätzlich ohne Laptop leben, aber einige Sachen sind noch zu fusselig auf dem Smartphone. Denken wir nur an das Bearbeiten eines größeren Excel-Sheets. Entweder wird es da neue Outputlösungen geben wie zum Beispiel Augmented Reality – oder eben neue Inputmethoden und echte Apps mit angepasstem User Interface anstelle einer Excel-Portierung.

mobilbranche.de: Mobile in 5 Jahren: was ist verschwunden, was hat sich durchgesetzt?

Jan Dzulko: In fünf Jahren wird es andere Endgeräte geben. Die Screens werden mindestens in AR-Brillen, wenn nicht in Kontaktlinsen sein. Ziel ist es, dass Mobile nahtlos integriert wird. Allerdings sollte man immer auch eine Möglichkeit mitdenken: Und zwar, alles auch mal abschalten zu können. So wie man heute auch sein Mobiltelefon mal bewusst weg legen sollte.

mobilbranche.de: Vielen Dank für die spannenden Antworten!

Lesen Sie auch die vorherigen Fragebögen unserer Serie “Köpfe der Mobilbranche”.

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