Re-Thinking Innovation: Warum Innovation nicht perfekt, sondern schnell sein muss.

Von Marcus Funk (Gründer und Geschäftsführer der FLYACTS GmbH)

Innovation ist groß, Innovation ist high-tech, Innovation ist ein rauschender Erfolg.

Nach mehr als zehn Jahren Erfahrung im Aufbau innovativer digitaler Geschäftsmodelle können wir von FLYACTS mit Überzeugung sagen: Nicht wirklich. Zumindest nicht, wenn wir uns den Weg bis zum Launch der erfolgreichen Innovation anschauen. Denn der ist weder glamourös noch perfekt. Und das sollte er auch gar nicht sein.

Unsere langjährige Erfahrung im Venture Building zeigt: Innovation entsteht nur selten durch eine perfekt bis zum Ende geplante Strategie, die wir von jetzt auf gleich umsetzen. Sie sollte zwar mit einer gut durchdachten Idee starten, bei der alle Faktoren tiefgründig und ehrlich analysiert wurden, aber vor allem auch einfach starten und offen sein für die Erkenntnisse, die sich ergeben. Mit dem Ziel vor Augen, aber mit den Füßen immer auf dem Weg können wir einen Schritt nach dem anderen gehen und dabei alle Hindernisse, Abzweigungen und Geheimplätze bewusst wahrnehmen und unser Vorgehen entsprechend anpassen.

Weg vom Metapher: Durch ein iteratives Vorgehen können bei der Innovationsentwicklung Probleme und Fehlentscheidungen direkt erkannt und vermieden werden. Das Risiko in eine falsche Vorstellung zu investieren, sinkt dadurch enorm.

Um es mit den Worten von G.K. Chesterton zu sagen: „Wenn etwas es wirklich wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, es schlecht zu tun.“

Indem wir diese Schritte zügig gehen, können wir das bereits Erreichte sofort mit den Bedürfnissen der Nutzer:innen abgleichen. Nur so hat Innovation eine Chance, ihrem Namen alle Ehre zu machen und wirklich am Puls der Zeit zu sein. Denn nur, wer schnell in die Umsetzung kommt – ohne lähmenden Perfektionismus und Planerismus – kann seine Idee unmittelbar an den aktuellen Nutzerbedürfnissen ausrichten. Bei der Ideation, Analyse, dem Aufbau und der Weiterentwicklung innovativer Ideen ist Schnelligkeit daher der Schlüssel zum Erfolg. Anstatt Dinge zu zerdenken, gilt es schnell ins Tun zu kommen, Erfolge, aber auch Fehler zu verbuchen und daraus zu lernen.

Unternehmen mit ihren gewachsenen Strukturen und Regeln fällt es oft schwer ihre Ideen mit dieser Leichtigkeit und Geschwindigkeit umzusetzen. Das hat zwei Gründe:

  1. Es fehlt das richtige Mindset und damit auch an den agilen Prozessen, die der mutigen Idee in der Umsetzung Stand halten können.
  2. Es fehlt ein eingespieltes und umsetzungsstarkes Team, das mit der erforderlichen Expertise und dem notwendigen Flow alle notwendigen Schritte geht.

Um Innovation zu entwickeln, braucht es demnach ein Ökosystem, das bestärkt, inspiriert, motiviert und vor allem agiles Handeln ermöglicht. Anstelle zeit- und nervenfressender Reportings und Formalien bedarf es Souveränität, Vertrauen und Änderungswillen. Die folgenden drei Erkenntnisse sollten deshalb in der DNA jedes Unternehmens oder Startups enthalten sein, damit sie wirklich erfolgreich Innovation schaffen können.

1. Nur radikale Innovation schafft wirklichen Impact

Die meisten Unternehmen bewegen sich mit ihren Innovationen im Bereich der erhaltenden Innovation. Ein bestehendes Produkt wird ins Digitale übersetzt, oder ein Stück weit modernisiert. So eröffnen sich gestandene (oftmals traditionelle) Unternehmen den Zugang zu neuen, IT-affinen Zielgruppen und schaffen neues Monetarisierungs-Potenzial. Das Ziel: mithalten und nicht untergehen im Wettbewerb. Diese Einstellung und diese Art der Innovation bringt jedoch keine wirkliche nachhaltige Veränderung mit sich und hat, wenn überhaupt, nur kurzfristig Erfolg.

Unternehmen, die wirklich etwas verändern möchten – nicht nur das eigene Produkt, sondern auch den Markt – müssen radikale Innovation betreiben. Nur so lassen sich neue Märkte und Kunden erobern und damit ein vorderer Rang am Markt sichern.

2. Eine agile und schnelle Umsetzung ist ein Muss

Schnelligkeit ist nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts.

In unserer schnelllebigen VUCA Welt, in der sich Bedürfnisse und der Markt fast täglich ändern, sind Schnelligkeit und Dynamik ein Muss. Nur wer sich direkt und wirklich ernsthaft an den sich ständig wandelnden Herausforderungen und Wünschen der Nutzer:innen orientiert, diese Veränderungen so schnell es geht adaptiert, besser noch: antizipiert, kann diese auch begeistern und zu Fans machen.

„Die wissen, was ich will“ oder „Die haben verstanden, worauf es ankommt“ sind wertvolle Gedanken im Kopf der Käufer. Bringt man sie mit dem neuen Produkt zu dieser Erkenntnis, hat man es geschafft. Diese schnelle und zugleich kundennahe Innovationsentwicklung erreicht man am besten mit dem MVP. Durch die Entwicklung der Produktidee in ihren grundlegenden Zügen können Unternehmen die Idee schnellstmöglich der anvisierten Zielgruppe präsentieren und ihr wertvolles erstes Feedback in die Weiterentwicklung fließen lassen.

3. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung

Die Fokussierung auf die Nutzer:innen erreicht man demnach durch eine schnelle Umsetzung. Aber wichtiger noch: Es braucht diesen Fokus auf den Nutzer unentwegt. Nur durch eine langfristige Orientierung am Markt kann Dein Produkt erfolgreich werden und auch bleiben. Es gilt deshalb am Ball zu bleiben, den Markt zu beobachten – Innovation ist eine Daueraufgabe.

Einen Schritt nach dem anderen, aber zügig

Wenn wir eine innovative Idee realisieren möchten, ist es nicht notwendig den zehnten Schritt bereits vor dem ersten zu wissen. Denn die Schritte davor, die jeden nachfolgenden beeinflussen, sind nicht in Stein gemeißelt. Innovation, die wirklich ein Problem unserer Zeit löst und die Nutzer:innenbedürfnisse befriedigt, muss immer iterativ, schnell und direkt am Markt entstehen und wird nur dadurch erst erfolgreich und perfekt.

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Über den Autor

Marcus Funk ist Founder und CEO der FLYACTS GmbH. Die Digital Innovation Factory ist der führende Experte für zukunftsweisende digitale Geschäftsmodelle. Als Unternehmer startete Marcus Funk bereits im Alter von 18 Jahren und baute mehrere Startups und Tech Teams auf. Mit seinen Erfahrungen schuf er 2011 das Ökosystem FLYACTS. Über 200 digitale Produkte und Services hat FLYACTS bislang realisiert, davon über 30 digitale Geschäftsmodelle.

Über die FLYACTS GmbH

Die Digital Innovation Factory FLYACTS identifiziert, launcht und skaliert für Unternehmen und Gründer:innen digitale Innovationen mit größtmöglichem Impact. Durch die agile, interdisziplinäre und autarke Arbeitsweise ermöglichen die Teams des Start-up Studios erfolgreiches End-to-End Venture Development. Innerhalb des einzigartigen Ökosystems entstehen digitale Neugeschäfte bis zu 10x schneller. Über 200 digitale Produkte und Services hat FLYACTS bislang realisiert, davon über 30 digitale Geschäftsmodelle. Mit nutzenstiftenden, radikalen Innovationen machen wir Unternehmen und Startups zum Markttreiber.

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