“Es gibt viel zu tun”: Ausblick auf 2022 von Commify-Deutschlandchef Henry Heinke.

mobilbranche.de hat bei Branchengrößen nachgefragt, wie sie 2021 gemeistert haben und was sie von 2022 erwarten. “Home Office wird nicht verschwinden”, sagt Henry Heinke. Er ist Deutschlandchef von Commify, der Firma hinter Esendex, einem weltweit führenden Anbieter von Business Messaging, über dessen Plattform Firmen SMS zum Beispiel für 2-Factor-Authentification, Terminerinnerungen oder Lieferbestätigungen verschicken können. Zu den Kunden von Esendex zählen Firmen wie Danone, Just Eat oder Siemens.

mobilbranche.de: Wie war das Jahr 2021 aus Ihrer Perspektive?

Henry Heinke: Wie auch im Vorjahr hat sich unser Unternehmensbereich sehr positiv entwickelt, wir sind ja Teil einer internationalen Gruppe und im Vergleich zu anderen Teilen Europas hatte das Geschäft in Deutschland wenig unter der Ausnahmesituation zu leiden. Obwohl wir die gleichen Services und Produkte anbieten, sind die Auswirkungen in den Ländern erstaunlich verschieden. Das liegt vor allem am geringen Anteil der Nutzung von SMS für Marketing-Aktionen hier in Deutschland, die im letzten Jahr merklich zurückgegangen sind. Unsere Use Cases sind beispielsweise 2-Factor-Authentification, Terminerinnerungen und Lieferbestätigungen, die stark durch Home Office, den Druck zur Digitalisierung und natürlich durch Corona getrieben werden. Die Situation für die Gesellschaft ist alles andere als erfreulich, aber es ist gut zu sehen, dass die etwas ins Alter gekommene SMS hier nach wie vor eine exzellente Lösung für schnelle und direkte Kommunikationsaufgaben ist.

mobilbranche.de: Mit welchen Erwartungen gehen Sie ins neue Jahr?

Henry Heinke: Die aktuelle Situation wird weiter dazu beitragen, dass Unternehmen überlegen, auf welche Weise sie Prozesse effizienter machen können. Daran ist aber nicht nur Corona schuld. Wenn ich mir anschaue, wieviel Potenzial in der Automatisierung von Unternehmensabläufen steckt, habe ich viele Ideen, wie das zu lösen wäre. Mobile Messaging ist ein Teil davon. Persönlich wünsche ich mir, dass SMS für Impftermine, Testergebnisse und den Download von Impfzertifikaten bald der Vergangenheit angehören. Bleiben sollte aber, dass wir gelernt haben, wie auf diese Weise viele bisher manuelle Prozesse erleichtert und verbessert werden können. Der Anwendungsfall ist gut übertragbar auf andere Bereiche und könnte einige Schmerzen lösen, ich denke beispielsweise an Behördengänge. Es gibt also viel zu tun und darauf freuen wir uns.

mobilbranche.de: Wie sieht die Mobilbranche in 2022 aus?

Henry Heinke: Einfach drei Dinge, die mir spontan in den Sinn kommen: 5G, IoT, AI. Dass Geschäftsabläufe mit IoT-Daten analysiert werden, ist ein Mittel zur Optimierung von Prozessen. Künstliche Intelligenz kann helfen, aus der Masse dieser Daten wertvolle Schlüsse zu ziehen. 5G wird neue Netzarchitekturen zulassen, Daten sicher, zuverlässig und mobil zu transportieren. Im privaten Bereich werden wir zunehmend mit Conversational AI in Verbindung mit Chatbots in Berührung kommen. Das alles soll möglichst ortsunabhängig und agil nutzbar sein, denn Home Office wird nicht verschwinden. “Stay Connected” ist also nicht zuletzt ein Treiber der Mobilbranche und wird auch 2022 bestimmen.

mobilbranche.de: Vielen Dank für die spannenden Antworten!

Lesen Sie auch weitere Jahresrückblicke, z.B. von Adyen-Managerin Alexa von Bismarck.

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