App-Tipp: Vytal vermeidet Verpackungsmüll mit smartem Mehrwegsystem.

App-Tipp des Tages powered by Handsome – Beautiful Apps. With Flutter.

Leihschüsseln statt Plastikmüll: Die Corona-Krise sorgt für eine steigende Beliebtheit von Essensbestellungen zur Lieferung oder Abholung – doch das führt zu einem rasanten Anstieg von Verpackungsmüll. Das Startup Vytal leistet mit einem smarten Mehrwegsystem für Verpackungen seinen Beitrag im Kampf gegen die Müllschwemme. Das Kölner Unternehmen will Einweg-Plastikschalen durch Leihschüsseln ersetzen.

Vytal versorgt Restaurants, Kantinen und Supermärkte in vielen deutschen Großstädten mit den Leihgefäßen, in denen Kunden frische Speisen mitnehmen können. Nach dem Verzehr werden die Schalen wieder bei teilnehmenden Betrieben abgegeben, dort gereinigt und erneut ausgegeben. Wenn man den Ablauf der Leihfrist von 14 Tagen verpennt, fällt eine happige Strafgebühr von 10 Euro an und die Schale gilt als gekauft. Doch das ist für Vytal allenfalls ein Nebengeschäft – mit Push-Nachrichten wie dieser hier werden die Nutzer vorher mehrfach an die fällige Rückgabe erinnert:

Finanziert wird Vytal hauptsächlich von den teilnehmenden Unternehmen: Gastronomen können die Vytal-Schüsseln pro Nutzung oder per Flatrate zahlen. Mit etwa 300 Euro für 500 Nutzungen sei das zwar noch etwas teurer als Einweg, dafür könnten Betriebe Teil einer nachhaltigen Bewegung werden, sagt Vytal-Gründer Sven Witthöft.

Wer Vytal nutzen will, benötigt die App für iOS und Android. Nutzer*innen identifizieren sich über einen QR-Code, der zur Ausgabe der Leihschüsseln vom jeweiligen Gastronomen oder Händler gescannt wird. Richte sich das System zunächst nur an Nutzer*innen, die erst vor Ort etwas zum Mitnehmen auswählen und kaufen, hat Vytal angesichts von Corona mittlerweile auch eine Funktion eingeführt, über die sich Nutzer auch bei Bestellungen als Vytal-Nutzer mit einem speziellen Liefercode identifizieren können. So können Bringdienste die ausgeliehenen Schüsseln mit Nutzerkonten verknüpfen, ohne dass noch ein QR-Code abgescannt werden muss. Dazu muss der Liefercode im Kommentarfeld zur Bestellung angegeben werden – das funktioniert auch auf Plattformen wie Lieferando.

Was Vytal über den Umweltaspekt hinaus für Unternehmen spannend macht: Die App fungiert zugleich auch als Marketing-Plattform, über die Nutzer*innen weitere Restaurants oder Geschäfte in ihrer Nähe entdecken können. Und Vytal bietet auch eine direkte Bestellmöglichkeit innerhalb der App, die allerdings noch längst nicht von jedem teilnehmenden Unternehmen genutzt wird. Vytal könnte sich somit in Zukunft auch selbst stärker als Alternative zum Platzhirsch Lieferando positionieren, der angesichts seiner hohen Gebühren vielen Gastronomen Freund und Feind zugleich ist.

Weil gemeinsam Essen mehr Spaß macht, sind auch Gemeinschaftsbestellungen möglich. Damit Vielbesteller nicht den Überblick über ihre Leihschalen verlieren und sie zuhause horten statt zurück in das Kreislaufsystem zu bringen, werden die übersichtlich in der App mit Leihende aufgelistet. Im Homescreen werden Nutzer*innen mit dem Vornamen begrüßt und sehen sofort, wie viele Verpackungen sie durch die Nutzung nachhaltiger Schalen eingespart haben. Das motiviert und pusht das “Bowlsharing” zusätzlich.

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Handsome entwickeln Apps für eine mobile, digitale Welt – Apps für alle Formen von Endgeräten. Auf Basis von Flutter, mit einer Code-Basis. Apps, die das Corporate Design des Kunden widerspiegeln und sich nicht an den technologischen Limitierungen von Betriebssystemen ausrichten.

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