Message+ gestartet: Deutsche Telekom bringt Nachfolger für den erfolglosen Messenger Joyn in die Stores.

Bildschirmfoto 2015-12-08 um 10.45.11Joyn Message+: Nachdem der Messenger-Dienst Joyn sang- und klanglos gescheitert ist, unternehmen die Mobilfunker nun erneut einen Versuch, WhatsApp & Co Konkurrenz machen. Während Vodafone bereits im Sommer Call+ ins Rennen geschickt hat und O2 mit Message+ Call einen eigenen Dienst betreibt, will die Telekom ihre Kunden jetzt für den Chat- und Anruf-Dienst Message+ begeistern. Alle Dienste haben gemeinsam, dass sie auf dem technischen Mobilfunkstandard „Rich Communication Services“ basieren und zum Teil äußerst nützliche und interessante Features bieten: So können Nutzer von Message+ beispielsweise ein klassisches Telefonat mit onlinebasierten Diensten wie dem Versand von Fotos oder des Standortes verbinden. Smartphone-Nutzer können dabei auch die Dringlichkeit ihres Anrufs einstellen. Während des Handygesprächs können Notizen, Zeichnungen, Videos oder Fotos geteilt werden, die nach dem Telefonat abrufbar sind. Dabei bleibt das Datenvolumen unberührt. So will sich die Telekom gegenüber WhatsApp und Co einen Vorteil verschaffen, die Netzneutralität ist damit natürlich obsolet. Die App, die sich wohl am besten als eine Art Skype mit normaler Telefonie beschreiben lässt, ist schon länger für iOS und Android verfügbar, scheint jetzt allerdings erst richtig beworben zu werden. Als weiteres Sahnehäubchen schafft die Telekom die bisher von vielen Mobilfunkern so vehement verteidigten Roamingkosten ab und verspricht, bis 31. Juli 2017 kostenlose Gespräche im Ausland zu ermöglichen. Außerdem sollen Daten nur verschlüsselt übertragen werden.
telekom.com

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