23 Mio Euro Verlust: Soundcloud kommt das Wachstum teuer zu stehen.

von Fritz Ramisch am 13.Oktober 2014 in App Business, Mobile Media, News

shutterstock_200035358Sanfte Monetarisierung: 175 Mio Nutzer erreicht Soundcloud mittlerweile monatlich. Bald soll die Zahl auf 200 Mio steigen. Doch das Wachstum im letzten Jahr hat Soundcloud teuer bezahlt. Trotz steigender Umsätze um 40 Prozent auf 11 Mio Euro hat der Berliner Musik-Sharing-Dienst im vergangenen Jahr Verluste in Höhe von 23,1 Mio Euro eingefahren. Im Vergleich zu 2012 hat sich der Verlust fast verdoppelt. Grund seien Investitionen in Wachstum und Technologie, heißt es im Jahresbericht. In Wirklichkeit sucht aber auch Soundcloud nach einem nachhaltigen Geschäftsmodell. Dabei muss Soundcloud den Spagat schaffen, die bislang von Werbung verschonten Nutzer nicht zu verprellen, die Künstler langsam monetär zu beteiligen und trotzdem weiter zu wachsen. Ein Drahtseilakt. Seit Ende August ist klar, wie dieses Geschäftsmodell aussehen wird: Soundcloud will durch Werbung und kostenpflichtige Premium-Abos Geld in die Kassen spülen. Mit dem Programm On Soundcloud will der Berliner Musikdienst aber auch Künstlern ein Erlösmodell bieten. Die sollen künftig an Werbeeinblendungen mitverdienen.  Da auch ein werbefreies, kostenpflichtiges Premium-Abo kommen soll, könnte die Errungenschaft für Künstler, endlich mit Soundcloud Geld zu verdienen, zu einem Nutzer-Schwund führen. On Soundcloud ist ein Drei-Stufen-Programm: Im Partner-Programm können Künstler weiterhin kostenlos ihre Inhalte über Soundcloud veröffentlichen – allerdings ist der Upload auf drei Stunden begrenzt. Pro-Nutzer zahlen für unbegrenzten Upload und weitere Pro-Features eine Gebühr in Höhe von 3 bis 29 Dollar im Jahr. Erst als Premium-Partner werden die Künstler an den Umsätzen beteiligt. Bislang wird das Modell mit einigen wenigen Partnern in den USA getestet. Die Vertragsverhandlungen mit Plattenfirmen über Lizenzzahlungen zögern sich dagegen hinaus, wie die „Financial Times“ berichtet. Große Plattenfirmen wie Sony, Universal und Warner wollen bessere Konditionen aushandeln. Doch vor allem die Kosten für Urheberrechte drücken auf den Geldbeutel. (Bild: shutterstock.com)
techcrunch.com

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