Android 13 Preview, Personalausweis und Führerschein in ID-Wallet, hört das Smartphone mit?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Zukunft ist heute. Das soll kein platter Spruch sein, sondern ist meine Beobachtung vom Wochenende. Wenn ich sehe, wie selbstverständlich meine 7-Jährige in die Fernbedienung spricht um sich ihr TV-Programm auszusuchen oder wie die 95-jährige Uroma Alexa darum bittet die Nachrichten abzuspielen, dann ist es das, was für mich in der Kindheit bei Star Trek die Zukunft war: Menschen sprechen mit Maschinen. Oder so wie der 14-jährige Tim, der wegen einer Immunerkrankung nicht zur Schule gehen kann. Er steuert seinen AV1-Telepräsenzroboter „Kalle“ per Tablet und App und kann dadurch nicht nur am Unterricht teilnehmen, sondern seine Freunde auch in der Pause und Freizeit begleiten und mit ihnen sprechen. Der Firmenname des norwegischen Herstellers ist dabei Programm:  „No Isolation“ und könnte alleinlebenden oder isolierten Menschen in vielen Szenarien helfen am Leben teilzuhaben.

Einen schönen Wochenstart wünscht
Ihr Wolfgang Starke vom Team mobilbranche.de

Android 13 Preview, Selfie-Apps verkaufen biometrische Daten, mit besserer Mobile User Experience den Umsatz steigern.

Die neue Entwickler-Preview für Android 13 wurde am Donnerstag veröffentlicht. Im Mittelpunkt des Betriebssystem stehen vor allem mehr Sicherheit und Privatsphäre – und die Feedback-Bitte von Google auf der Entwicklerseite. Mit „Foto-Picker“ können Nutzer etwa lokal gespeicherte und in der Cloud gesicherte Fotos und Videos teilen, ohne Apps den Zugriff auf den gesamten Speicher gewähren zu müssen. Mit der neuen Version können außerdem alle App-Icons mit den Farben aus den Material You-Themes versehen werden, sofern Entwickler eine monochrome Version des Icons zur Verfügung stellen.

Wer stellt schon noch unbearbeitete Selfies online? Hier ein bisschen die Haut glätten, da das Doppelkinn straffen – fertig. Die dafür meistgenutzten Selfie-Apps wie Facetune2, Photo Lab Bildbearbeitung oder Perfect365 (und einige andere) wurden nun von mobilsicher.de genauer untersucht. Dabei ging es nicht um Beauty-Effekte, sondern was mit den biometrischen Daten passiert. Das Ergebnis: alle Apps gaben die Nutzerdaten an bis zu 14 Drittanbieter weiter. Teilweise wurden Daten etwa über den Hautzustand mit Namen und Standortdaten an Werbepartner verkauft.

64 Prozent des Online-Retail-Traffics kommt von Mobilgeräten, erreicht aber nur 50 Prozent Conversion-Rate gegenüber Desktop-Besuchern. Geschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit ist dabei immer ein Thema. Wie oft hat es Sie schon genervt, dass z.B. die falsche Tastatur beim Login angeboten wird? Etwa das fehlende @-Zeichen bei Eingabe der Mailadresse oder die fehlende Zahlentastatur, wenn man Nummern eingeben muss. In 4:45 Minuten fasst Google selbst die häufigsten Probleme und deren Beseitigung in diesem Video zusammen.

Personalausweis und Führerschein in ID-Wallet, Apple gegen AirTag-Missbrauch, Bahn verspricht besseren Mobile-Empfang.

Endlich scheint eines meiner Alltagsprobleme gelöst zu sein: Personalausweis, Führerschein und Covid-Zertifikate landen rechtsverbindlich in einer App. Der Identity-Spezialist Verimi ist bereits mit rund 30 Partnern im Live-Betrieb für das Identifizieren, Authentifizieren, Bezahlen und digitale Unterschreiben über Web, App und am Point-of-Sale. Verimi setzt dabei auf Self-Sovereign-Identity (SSI)-basierte Attribute und damit auf volle Transparenz und Kontrolle der Nutzer über ihre Daten. In der Verimi-App sind die ID-Daten zudem lokal auf dem Smartphone abgesichert. Ausweisdaten verifizieren die Nutzer mittels aller gängigen Methoden direkt bei Verimi und damit ganz ohne weitere Apps. Wenn jetzt noch der Fahrzeugschein dort gesichert werden kann, dann wäre es perfekt!

Apples AirTags sind nützliche kleine Helfer, wenn es darum geht, den Schlüssel wiederzufinden oder das am Bahnhof verschwundene Fahrrad zu orten. Leider gab es in letzter Zeit vermehrt Berichte, dass die AirTags auch missbraucht wurden: von Dieben, um Luxusautos zu tracken und zu stehlen oder von Stalkern, um Menschen unfreiwillig zu verfolgen. Apple hat dazu nun eine Stellungnahme veröffentlicht und Verbesserungen angekündigt. Neben einigen formellen Änderungen der Nutzungsbedingungen sollen Nutzer etwa per iPhone-Mitteilung auf fremde AirTags, unter anderem durch einen lauteren Abspiel-Ton, schneller hingewiesen werden. Da Kriminelle nicht schlafen, werden auf dem „Grauen Markt“ bereits Airtags mit ausgebautem Lautsprecher angeboten.

Die Deutsche Bahn will in ihren ICEs die Fenster so überarbeiten, dass künftig Mobilfunkwellen besser ins Wageninnere dringen. Dazu müssen die wärmeisolierenden Schichten der Scheiben per Laser gerastert werden. Bereits Ende des Jahres soll der erste so überarbeitete ICE auf die Gleise kommen und „Bandbreiten wie zuhause“ liefern. Bis Ende 2026 sollen auf allen Strecken, also auch des Regionalverkehrs, Datenraten von mehr als 200 Megabit pro Sekunde anliegen. Die Bahn will dafür unter anderem ihre eigene Glasfaserinfrastruktur entlang der Gleise zur Verfügung stellen, um so auch Mobilfunklöcher zu überbrücken.

Hört das Smartphone mit? Dating-App gegen Ghosting, Ausdehnung des 5G-Frequenzbandes.

Hört mein Smartphone heimlich mit? Diese Frage kommt regelmäßig auf und an Gründen für solche Vermutungen mangelt es ja nicht. Man spricht mittags über einen Urlaub auf Mallorca und beim nächsten Besuch im WWW wird einem passende Werbung angezeigt. Zufall? Verschwörungstheorien? Lauscht da doch jemand? BR-Journalistin Rebecca Ciesielski ist dieser Frage für die PULS-Reportage „Das Abhör-Experiment“ (Youtube-Video, 26 Min.) nachgegangen. Fazit: technisch ist es möglich, auch wenn der Bildschirm aus ist. Das Mikro heimlich einschalten geht aber nur bis Android 11. Das es tatsächlich (kommerziell) passiert, konnte nicht festgestellt werden.

Als Anti-Stalking könnte man „Ghosting“ bezeichnen. Jemand, mit dem man in intensiven Kontakt stand, meldet sich von heute auf morgen einfach nicht mehr. Das scheint auf Dating-Apps durchaus häufig vorzukommen, erspart es dem „Ghoster“ doch unangenehme Gespräche und Erklärungen, warum man vom anderen nichts mehr wissen möchte. Die kanadische Dating-App Snack will dagegen vorgehen. Hier können die Ghoster gemeldet werden mit der Folge, dass der Algorithmus der App diejenigen abstraft und weniger sichtbar werden lässt.

Die EU-Kommission genehmigt die Ausdehnung des 5G-Frequenzbandes. Um sicherzustellen, dass in der EU die gleichen Frequenzbänder genutzt werden, wurde das Funkspektrum für 5G um die Frequenzbänder 900 MHz und 1800 MHz, die bereits für 2G, 3G und 4G genutzt werden, erweitert. Die bisher in Deutschland genutzten vergleichsweise hohen Frequenzen um 3,6 GHz für 5G nutzen kürzere Funkwellen und haben dadurch eine geringere Reichweite. Die neuen Bändern sollen durch stärkere Flächenfrequenzen größere Gebiete abdecken können.

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