Apple macht Zugeständnisse an Entwickler, Sicherheitsdebatte um Huawei beendet, Smartwatch-Markt wächst.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

haben Sie auch schon Ihre Bonus-Zahlung erhalten? Apple-Vorstandschef Tim Cook hat letzten Dienstag jedenfalls 5 Millionen Apple-Aktien bekommen und sie gleich für rund 750 Millionen Dollar verkauft. In der globalen Forbes-Milliardärsliste landet er damit auf einen mehr als bescheidenen Platz 2.263. Da ist noch viel Luft nach oben und das sollte Motivation genug sein, auch morgen wieder voller Tatendrang aufzustehen. Schließlich hat Cook angekündigt, den Großteil seines Vermögens noch vor seinem Ableben zu spenden und das könnte doch ein gutes Beispiel für die anderen 2.262 Milliardäre vor ihm sein.

Einen schönen Start in die Woche wünscht
Ihr Wolfgang Starke vom Team mobilbranche.de

Appstore

Vermutlich um einem Richterspruch zuvorzukommen, hat Apple den App-Entwicklern einen Kompromissvorschlag unterbreitet. Künftig dürfen die Nutzer gezielt auf alternative Bezahlmethoden außerhalb des Appstores hingewiesen werden. Dadurch kann dann die sonst fällige Provision an Apple in Höhe von 15 oder 30 Prozent umgangen werden. Die Hinweise dürfen allerdings nicht innerhalb der App erfolgen, sondern sollen die Nutzer zum Beispiel per Mail erreichen. Entwickler reagieren verärgert auf diesen “Betrugsvergleich“. Die Kernforderung der Entwickler nach einem alternativen Appstore und echtem Wettbewerb wird nicht erfüllt.

Über das neue iPhone 13 weiß man ja schon eine ganze Menge. Zum Beispiel, dass es teurer wird. Der aktuelle Stand ist hier gut zusammengefasst. Neu ist allerdings die (natürlich nicht offizielle) Mitteilung, dass ein neues Modem aus dem Gerät im Notfall ein Satelliten-Telefon machen soll, wenn 4G- oder 5G-Netze nicht zur Verfügung stehen. Die Verbindung soll dann zu sogenannten LEO-Satelliten aufgebaut werden, um weiter telefonieren oder SMS senden zu können. So könnte das Funkloch-Problem auch überwunden werden.

Die EU Kommission arbeitet an neuen Regelungen für Smartphone- und Tablethersteller, die erhebliche Veränderungen mit sich bringen. So sollen Sicherheitsupdates mindestens fünf Jahre und Funktionsupdates drei Jahre angeboten werden. Auch Ersatzteile für Smartphones müssen fünf Jahre lang vorgehalten werden. Außerdem müssen alle Smartphones einen Standardtest bestehen, der 100 Stürze aus 1 m Höhe simuliert. Auch der Spritzwasserschutz soll verpflichtend werden. Diese und weitere Regelungen sollen ab 2023 gelten.

 

Huawei Logo

Im letzten Jahr hatten wir viel über die Sicherheitsbedenken im Rahmen des 5G-Ausbaus rings um Huawei berichtet. Zumindest in Deutschland wurde die Diskussion jetzt still und leise von einer Behörde beendet. Die Bundesnetzagentur hat in ihrem Amtsblatt eine Aktualisierung des sogenannten Sicherheitskatalogs veröffentlicht, in dem die kritischen Funktionen eines 5G-Mobilfunknetzes beschrieben werden. Fazit: Was genau dazu gehört, muss im Einzelfall vor Ort entschieden werden. Die bereits von den Netzbetreibern verbaute Huawei-Technik ist von der Gesetzesänderung nicht betroffen. Nur erstmalig verbaute Teile sind nach den neuen Kriterien zu prüfen.

Snapchat verbessert seine Scan-Funktion deutlich. Ganz ohne QR-Codes oder andere Hilfsmittel ermittelt die Kamera einfach, was sie sieht. Etwa welche Klamotten das Gegenüber trägt – und bietet gleich einen Shop an, wo die Sachen gekauft werden können. Auch im Hintergrund laufende Musik wird über die Shazam-Verbindung direkt erkannt. Und hält man die Kamera über die Lebensmittel die man noch zuhause hat, soll gleich ein passender Rezeptvorschlag präsentiert werden. Außerdem sollen über 400 Hunderassen und 90 Prozent aller bekannten Pflanzen und Bäume automatisch erkannt werden.

In der aktuellen Beta des Telegram-Messengers werden gleich mehrere neue Funktionen getestet. Nennenswert ist die Möglichkeit, jetzt Nachrichten weiterleiten zu können, ohne den Namen des Verfassers zu nennen. Sprachchats inklusive Video können nun sowohl im Hochkant- als auch im Querformat aufgezeichnet werden.

Nach dem neuen Bericht von Counterpoint Research ist der Smartwatch-Markt gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent gewachsen. Gewinner waren vor allem Garmin (plus 62 Prozent) und Samsung (plus 43 Prozent). Die Apple Watch Series 6 und Apple Watch Series SE sind aber nach wie vor die meistverkauften Smartwatches und belegen die Plätze 1 und 2. Auf Platz 3 folgt die Samsung Galaxy Watch Active 2.

Mit der Fillibri-App kann man bereits an über 600 Tankstellen, vor allem bei HEM, bezahlen. Neu ist die Funktion, dass man auch Tickets für die Waschstraße direkt über die App kaufen kann, ohne den Shop aufsuchen zu müssen. Das Rollout hat erst begonnen, da die Waschanlagen entsprechend umgestellt werden müssen.

Live-Audio-Unterhaltungen wie bei Clubhouse heißen auf Twitter “Spaces”. Einige iOS-Nutzer in den USA haben jetzt die Möglichkeit, kostenpflichtige Spaces anzubieten und Tickets zwischen 1 bis 999 Dollar zu verkaufen. Auch die Teilnehmerzahl kann begrenzt werden. 97 Prozent der Einnahmen verbleiben bei dem Anbieter, 3 Prozent bekommt Twitter. Wenn der Anbieter allerdings 50.000 Dollar mit der App verdient hat, steigt die Twitter-Gebühr auf 20 Prozent.

Zum Schluss noch etwas zum Schmunzeln. Google hat ein herrliches Parodie-Video für sein neues Einsteiger-Smartphone Pixel 5a produziert. Und das wartet mit einer “Sensation” auf: eine echte old-school Kopfhörerbuchse! Der Film erscheint in bester Apple-Manier und parodiert in gut 2 Minuten eine Präsentation, wie man sie sonst von Apple kennt. Mit sphärischen Klängen und säuselnden Frauenstimmen. Sehr sehenswert!

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