Tinder rebelliert gegen Provision für Google bei Android-App.

Bick in die Dating-App Tinder, in der man seit kurzem auch seine sexuelle Orientierung im Profil hinterlegen kann (Bild: Tinder)

Ich will nicht teilen! Die Dating-App Tinder, die mit geschätzt 497 Mio Dollar im 1. Halbjahr 2019 eine der umsatzstärksten Apps der Welt ist, will nicht länger eine Provision an Google für In-App-Käufe von Abos in der Android-App zahlen. Stattdessen sollen die Nutzer nun ihre Kreditkartennummer direkt in den Systemen von Tinder angeben, damit Google nicht länger 30 Prozent vom Kuchen abbekommt, was bei In-App-Käufen ansonsten üblich ist. Tinders Vorstoß verstößt dabei gegen die Richtlinien des Play Stores von Google. Tinder spekuliert offenbar darauf, dass Google eine solch prominente App nicht einfach aus dem Play Store löschen wird. Ein Sprecherin des Tinder-Betreibers Match Group spricht gegenüber den Nachrichtenagentur Bloomberg von einem „Experiment“, mit dem das Unternehmen testen wolle, von welchen Zahlungsoptionen „die Nutzer am meisten profitieren“. Ob Tinder nach erfolgreichem „Test“ die Preise für die Abos senken wird: unklar.

Tinder folgt auf Netflix und Spotify

In den letzten 12 Monaten hatten bereits verschiedene prominente Publisher wie Netflix, Spotify oder Fornite-Macher Epic Games gegen die Umsatzbeteiligungen für Apple bzw. Google bei ihren Apps aufbegehrt. Meist argumentieren sie dabei, dass es sich um eine Art Monopol bzw. Duopol handelt, um Apps zu vertreiben. Zumindest für Android-Geräte gibt es aber auch alternative App-Vertriebsmöglichkeiten jenseits des Play Stores von Google, während Apple „aus Sicherheitsgründen“ keine alternativen Vertriebswege für iOS-Apps zulässt.

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