Verkaufsstart der Apple Watch: Das sollten App-Entwickler beachten.

von Gastautor am 06.Mai 2015 in App Business, News, Wearables

Apple Watch AppsSeit kurzem können Gadget-Freunde endlich erwerben, worauf sie lange hin gefiebert haben: Apple hat seine hauseigene Smartwatch auf den Markt gebracht, die erste wirklich neue Produktkategorie des IT-Riesen unter CEO Tim Cook. Ist sie für Nutzer in erster Linie ein neues Spielzeug oder wahlweise Statussymbol und erleichtert bestenfalls das Leben in der ein oder anderen Form, stellt sie App-Entwickler vor Herausforderungen. Erfahrungswerte aus hunderten Testzyklen in den letzten Jahren für Wearable-Größen wie Jawbone oder Fitbit zeigen: Es gibt eine Reihe von Stolpersteinen, auf die Developer von Wearable-Apps besonders ihren Fokus richten sollten. Dabei geht es im Kern um folgende drei Aspekte:

1. Das Thema „Vernetzung“:

Häufig benötigen Wearables eine vorübergehende oder konstante Verbindung zu einem Smartphone oder Tablet – via USB, Bluetooth oder W-Lan. Der derzeitige Hardware-Standard bei neueren Geräten, so auch bei der Apple Watch, ist jedoch eine Verbindung via Bluetooth Low Energy (LE). Er erlaubt einen ständigen Austausch zwischen Gerät und App, ohne dabei zu sehr die Energieressourcen zu belasten.

2. Die Akku-Laufzeit:

Insbesondere Devices der ersten Generation bzw. größere Wearables sind häufig von kürzeren Akku-Laufzeiten betroffen – eine Herausforderung für die Hersteller der Hardware, aber auch für Softwareentwickler. Apples Smartwatch bietet nach eigenen Angaben 18 Stunden Nutzungszeit bis zum nächsten Aufladen. Durch energieintensive Zusatzfunktionen innerhalb einer App kann dieses Zeitfenster jedoch deutlich eingeschränkt werden. Wichtig: Eine App sollte die Akku-Laufzeit eines Gerätes nicht zusätzlich verkürzen – Entwickler sollten das im Hinterkopf behalten.

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3. Die Bildschirmgröße:

Von zentraler Bedeutung ist, dass sich Entwickler über verschiedene Nutzungsszenarien klar werden und die Wearable-Anwendung dementsprechend gestalten. Es genügt nicht, die App lediglich auf die entsprechende Bildschirmgröße zu verkleinern. Komplexe Menüführungen oder zu viele Informationen auf engstem Raum können Nutzer schnell überfordern. Nicht nur, aber gerade im Fall des kleinen Apple Watch-Screens gilt für Entwickler deshalb: So wenig wie möglich, so viel wie nötig! User sollten alles Wesentliche auf einen Blick erfassen können. Usability ist Trumpf.

Die Möglichkeiten für Entwickler sind derzeit jedoch noch stark eingeschränkt: So wird Apple beispielsweise erst zum Ende des Jahres das Programmieren nativer Apps über das WatchKit zulassen. Ungeachtet der Gründe für diese Entscheidung sollten sich Entwickler darauf einstellen, bis zum Zeitpunkt X mit einer limitierten Anzahl an APIs und Daten arbeiten zu müssen. Doch liegen eben in dieser Beschränkung auch Möglichkeiten für Developer-Teams, die eigene Anwendung für die Apple Watch neu zu denken. Die Tür für Innovationen steht hier weit offen.

Qualitäts-Testings am Handgelenk

Doch was hilft am Ende die innovativste Idee, wenn sie sich nicht mit den Ansprüchen und Vorstellungen der User deckt? Richtig: Gar nichts. Für App-Entwickler sind daher umfassende Testzyklen auf echten Geräten unabdingbar. Denn nur Testings, die sich an den Nutzungsrealitäten der User orientieren, können letztlich dabei helfen, Anwendungen zu launchen, die wirklich überzeugen – ohne Synchronisations- und Verbindungsprobleme, stromfressendem Balast, dafür mit nutzerfreundlichem Design und stabiler Performance.

Seit kurzem ist Testing unter realen Bedingungen jetzt auch für die Apple Watch möglich. Entwickler sollten diese Möglichkeit unbedingt nutzen. Nur so überzeugen sie am Ende auch alle Gadget-Freunde von der eigenen App.

Jan-Wolter copyDies ist ein Gastbeitrag von Jan Wolter. Jan Wolter ist VP und Geschäftsführer Europa bei Applause und verantwortlich für den Ausbau des Unternehmens im europäischen Markt. Applause bietet verschiedene Testing-Lösungen an und hilft Unternehmen die Qualität ihrer Apps und digitalen Auftritte zu steigern – zum Beispiel durch sogenanntes In-The-Wild Testing. Dabei prüfen qualifizierte Tester die Apps in realen Nutzungssituationen auf Herz und Nieren.


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