TikTok-Daten fließen nach China, Ministerpräsident greift Vodafone an, Alexa imitiert Stimmen von Toten.

Liebe Leserinnen & Leser,

vom eigenen Erfolg überrascht wurde am Dienstag das Verbrauchermagazin Finanztip. „Deutschlands Geld-Ratgeber“, wie sich das Portal bezeichnet, hat an dem Tag nämlich seine eigene App gestartet – und die gleich mal per Newsletter an stolze 850.000 Abonnent*innen beworben. Wenige Stunden später folgte dann ein weiterer Newsletter, in dem sich das Team dafür entschuldigte, dass die App etwas schwer aus den Startlöchern käme – wegen tausender App-Downloads, die die Server überlasteten. Von solchem einem Launch können viele kleinere App-Entwickler*innen sicher nur träumen.

Und nun viel Spaß mit dem Newsletter,
Ihr Florian Treiß

Partnerbeitrag: 4 Gründe, warum KI niemals Mitarbeiter in einem Contact Center ersetzen wird

Moderne Contact Center setzen modernste Technologien ein, um ihre Abläufe und Dienstleistungen zu verbessern, und KI steht weiterhin an der Spitze dieser Innovationen. In der Tat gibt es eine deutliche Verlagerung hin zu KI in Contact Centern. Aber bedeutet das, dass sie menschliche Agenten vollständig ersetzen wird? So wichtig KI für das moderne Contact Center auch sein mag, der Mitarbeiter ist nicht vollständig zu ersetzen. Es gibt bestimmte Eigenschaften, die Menschen besitzen und die von der Technologie niemals dupliziert werden können. RingCentral nennt in diesem Partnerbeitrag einige Gründe, warum KI Mitarbeiter in einem Contact Center niemals ersetzen wird.
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TikTok-Daten fließen nach China, Ministerpräsident greift Vodafone an, Krankenkassen begrüßen Regelungen für Pflege-Apps

TikTok behauptet immer wieder, dass China keinen Einfluss auf die Videoplattform ausüben könne, obwohl Eigentümer Bytedance aus China stammt. Nun zeigen Recherchen von Buzzfeed News aber, dass die Kontrolle des chinesischen Mutterkonzerns über TikTok offenbar enger als bislang bekannt ist. Demnach hatten Mitarbeiter*innen von ByteDance in China wiederholt Zugriff auf nicht-öffentliche Daten von Nutzer*innen aus den USA. Und auf US-Servern landen auch die Daten deutscher TikTok-Nutzer*innen, wie Netzpolitik dazu schreibt. Buzzfeed News beruft sich auf geleakte Aufzeichnungen interner Meetings von TikTok. So habe ein Mitglied der TikTok-Sicherheitsabteilung gesagt, China sehe „alles“. Eine andere Person habe von einem „Master Admin“ in Beijing gesprochen, der „Zugang zu allem“ habe.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), laut eigenen Angaben selbst Nutzer des Mobilfunknetzes von Vodafone, hat den Anbieter scharf für Funklöcher kritisiert. „Schließt endlich die Funklöcher, Vodafone, das ist nicht zum Aushalten“, sagte Kretschmer gestern auf einer Konferenz in Dresden. „Wir können damit nicht zufrieden sein. Das muss besser werden. Wir müssen da dran bleiben.“ Er kritisierte, auf der Fahrt nach Berlin immer wieder an der selben Stelle auf ein Funkloch zu stoßen. An der „hintersten Milchkanne“ sei eine mangelnde Versorgung noch hinzunehmen, aber nicht auf Autobahnen und in Innenstädten. Es sei „über fünf oder zehn Jahre bekannt und klar, dass da Löcher sind“.

Apps auf Rezept gibt es schon seit 2020 im Gesundheitsbereich. Künftig sollen auch die Kosten für Pflege-Apps von den Kassen übernommen werden. Dazu gibt es nun einen entsprechenden Gesetzesentwurf für Digitale Pflegeanwendungen (DiPAs), der vom AOK Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen (vdek) begrüßt wird. „Es ist gut, dass der Gesetzgeber bei den Pflege-Anwendungen auf die freie Preisbildung durch die Hersteller im ersten Jahr verzichtet“, so die AOK in einer Stellungnahme. Stattdessen gibt es eine Höchstbetrags-Regelung, die die maximale Erstattung für DiPAs durch die Pflegekasse auf 50 Euro pro Monat festlegt. Umgekehrt fürchten Startups, die Pflege-Apps entwickeln, nun aber eine Kostenexplosion, denn die Anforderungen für eine Einstufung als DiPA sind ziemlich hoch.

Alexa imitiert Stimmen von Toten, iOS 16 ohne Captchas, LogRocket bekommt 25 Millionen

 

Amazons Alexa-Geräte könnten bald mit den Stimmen von verstorbenen Verwandten oder Freund*innen sprechen. Gestern zeigte Amazon-Manager Rohit Prasad bei einer Entwickler-Konferenz des Konzerns in Las Vegas ein Video, in dem Alexa ein Kinderbuch mit der Stimme einer verstorbenen Oma eines Kindes vorlas. Mit dem Feature wolle man „Erinnerungen wachhalten“, sagte Prasad. Alexa könne dabei – nachdem es weniger als eine Minute lang jemandes Stimme gehört habe – diese Stimme nachmachen, so der Amazon-Manager. Ob und wann die Funktion für die Alexa-Systeme verfügbar gemacht wird, ließ Prasad offen. Das Feature wirft viele Fragen auf und könnte etwa auch dazu verwendet werden, um Deepfakes zu verbreiten.

Wenn Apple im Herbst iOS 16, iPad OS 16 und macOS Ventura veröffentlicht, können iPhone- und Mac-Nutzer*innen darauf hoffen, nur noch selten von Captchas genervt. Denn die Betriebssysteme können die lästigen Rätsel dann ersetzen und gleichzeitig Sicherheit und Datenschutz verbessern. Um Captchas ersetzen zu können, generiert das Betriebssystem über die iCloud im Hintergrund sogenannte private Zugriffstoken. Wenn ein Server das neue Protokoll unterstützt, verifiziert Apple zunächst, dass Nutzer*innen korrekt mit einer gültigen Apple-ID angemeldet und Geräte nicht kompromittiert sind. Ist alles okay, ein Token bei einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle abgerufen, der über das Gerät an den Server übermittelt wird.

Das Startup LogRocket bekommt 25 Millionen Dollar u.a. von Delta-V Capital und Battery Ventures. LogRocket ermöglicht es App-Entwickler*innen, von Usern gemeldete Probleme nachzubilden, um zu verstehen, warum sie möglicherweise aufgetreten sind. Die Plattform unterstützt die Wiedergabe von Sessions und gibt Entwickler*innen die Möglichkeit, die Interaktionen einer Benutzer*in mit einer App ungefähr so zu sehen, wie sie sie erlebt hat. Darüber hinaus speichert LogRocket Fehlerprotokolle, um weniger offensichtliche technische und Benutzeroberflächenfehler in Apps aufzuzeigen. Außerdem zeigt LogRocket, wie User durch App-Flows navigieren und welche Verhaltensweisen zu höheren Konversionsraten führen können.

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Wie Nachrichten konsumiert werden, wie Product Page Optimization funktioniert, 86-Jähriger wird TikTok-Star

Der neue Digital News Report von Reuters zeigt, wie Menschen aus 46 Ländern Nachrichten nutzen. Interessant daran sind u.a. auch Zahlen zur Nutzung von journalistischen Nachrichten auf Smartphones: Demnach sind auf Smartphones soziale Medien (39 Prozent) die wichtigste Quelle für Nachrichten, die noch vor Nachrichten-Websites und -Apps (31 Prozent) liegen. Nachrichten auf demSmartphone-Startbildschirm liegen bei 12 Prozent, Nachrichten-Aggregator-Apps wie Apple News bei 9 Prozent. Gerade die 18- bis 24-Jährigen haben eine noch schwächere Verbindung zu Nachrichten-Websites und A-pps und ziehen es vor, über Nebenwege wie soziale Medien, Suche und mobile Aggregatoren auf Nachrichten zuzugreifen.

Apples Product Page Optimization (PPO) gehört zu den neuesten Funktionen für App-Macher*innen. Mit Millionen von Apps, die im App Store verfügbar sind, wird es immer schwieriger, wahrgenommen zu werden. Hier kommt PPO ins Spiel, das unter iOS 15 eingeführt wurde. Grundsätzlich ermöglicht die Produktseitenoptimierung, verschiedene Elemente einer App-Seite zu testen. Diese A/B-Tests können bis zu 90 Tage lang laufen. Mit A/B-Tests können App-Macher*innen verschiedene Produktseitenversionen erstellen, die Treatments genannt werden. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt das Blog von Mobile Action.

Und auch das noch: Erwin (86) aus Hamburg kann Online-Banking, guckt gerne Videos auf YouTube und ist jetzt auch noch TikTok-Star, wie die „Bild“ berichtet. Und so kam es: Sein Altenpfleger Rashid (29) wollte in den sozialen Medien Werbung für seinen ambulanten Pflegedienst machen – und dachte dabei an seinen Klienten Erwin. Der philosophiert in den TikTok-Clips nun über die Liebe, errät die Bedeutung aktueller Jugendwörter oder macht einfach Witze. Die Marke von 50.000 Followern haben Erwin und Rashid schon geknackt und peilen nun 100.000 an. Hier kann man den Beiden auf TikTok folgen.

Veranstaltungstipps

Immer donnerstags empfehlen wir Ihnen an dieser Stelle spannende Veranstaltungen für Mobile-Enthusiasten. Unsere aktuellen Tipps:

Weitere Veranstaltungen finden Sie in unserem Eventkalender. Fehlt noch ein Event? Dann schicken Sie uns gern einen Tipp an treiss@mobilbranche.de.

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