Frequenzauktionen bald nicht mehr Pflicht, Opt-In-Rate nach iOS 14.5 sehr niedrig, einheitlicher Online-Zahldienst der Banken gestartet.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist 1942 und Sophie Scholl hat einen Instagram-Account mit 726.000 Followern. Gestern, am 9. Mai, wäre sie 100 Jahre alt geworden. Das Projekt zeigt in Echtzeit die letzten 10 Lebensmonate der Widerstandskämpferin der Gruppe “Weiße Rose” und soll vor allem der jüngeren Generation ihr Leben und Wirken näher bringen. Wenn die Schauspielerin Luna Wedler als Sophie direkt in die Kamera spricht, dann erzeugt das bei mir oft Gänsehaut. Super Idee, klug umgesetzt – seien Sie neugierig!

Einen schönen Wochenstart wünscht
Ihr Wolfgang Starke vom Team mobilbranche.de.

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Frequenzauktionen bald nicht mehr Pflicht, O2 verdoppelt Geschwindigkeit, WhatsApp verlängert Frist.

Die Bündelung von Frequenzen ist ein Baustein auf dem Weg zum 5G Standalone-Betrieb. Foto: Telefónica
Die Bündelung von Frequenzen ist ein Baustein auf dem Weg zum 5G Standalone-Betrieb. Foto: Telefónica

So richtig gut fanden es die Mobilfunkbetreiber ja noch nie, bei den Frequenzversteigerungen Milliarden an den Staat zahlen zu müssen. Für die UMTS/3G-Lizenzen im Jahr 2000 waren das immerhin stolze 50 Milliarden, die die Anbieter lieber in den Netzausbau gesteckt hätten (sagen sie zumindest). In einer “Protokollerklärung” der Bundesregierung zum am Freitag verabschiedeten Telekommunikationsgesetz heißt es nun, dass bei der Vergabe von freiwerdenden Mobilfunkfrequenzen die Bundesnetzagentur das am besten geeignete Verfahren wählen soll, “ohne dass dem Versteigerungsverfahren ein gesetzlicher Vorrang eingeräumt wird”. Alternativ soll künftig ein sogenannter “beauty contest” stattfinden, bei dem die Betreiber sich im Vorfeld festlegen, was sie nach Zuschlagserteilung genau machen wollen.

Als erster Netzbetreiber in Deutschland hat Telefónica Deutschland  in München mehrere Mobilfunkfrequenzen in seinem 5G-Netz gebündelt. Das beschleunigt 5G für die O2-Kunden und sorgt für einen stabil hohen Datendurchsatz. Mit der Kombination zweier Frequenzbänder bekommt die 5G-Strecke zwischen Kunde und Mobilfunkanlage damit etwa doppelt so viele Spuren wie bisher. „Der nächste wichtige Schritt für uns wird der Start von 5G-Standalone sein.“ sagt Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer von Telefónica Deutschland.

Und wieder einmal lockert WhatsApp die Frist für das Akzeptieren der neuen Datenschutzrichtlinien. Eigentlich sollte dies bis zum 8. Februar erfolgen, wurde dann aber auf den 15. Mai verschoben. Danach sollte den Nutzern, die die neuen Regeln verweigern, schrittweise die Funktionalität der App entzogen werden. Jetzt heißt es in den FAQ: “… Daher werden wir am 15. Mai weder Konten löschen, noch wird jemand die Funktionalität von WhatsApp verlieren. Wir werden aber in den nächsten Wochen weitere Erinnerungen an die Nutzer senden.”

Opt-In-Rate nach iOS 14.5 sehr niedrig & Amazon profitiert, Case Study zu Migros-App.

Die mit iOS 14.5 eingeführte App Tracking Transparency, bei der Nutzer das Tracking durch Apps untersagen können, könnte einen bisher ungeahnten Nutznießer haben: Amazon. Immerhin verfügt das Unternehmen über die Nutzerdaten von 200 Millionen Prime-Mitgliedern und ihren Vorlieben und Interessen. Auch Zalando oder Otto dürften über ähnlich interessante Daten für Marketer verfügen.

Und die machen sich anscheinend zu Recht Sorgen. Nach einer Erhebung der Marktforscher von Flurry haben weltweit nur 13 Prozent der Nutzer nach Einführung von iOS 14.5 ihr Einverständnis zum App-Tracking gegeben. Im wichtigen US-Markt, wo das iPhone dominiert, waren es sogar nur 5 Prozent.

Der Einzelhandel hat nicht erst seit der Pandemie mit Kundenrückgang zu kämpfen. Dabei setzen viele erfolgreich auf Treue- und Rabattprogramme zur Kundenbindung. Stempel sammeln, Treuepunkte, Rabattcodes – alles geht per App. Die Migros, größter Einzelhändler der Schweiz, hat für die eigene App eine zehnmonatige automatisierte Kampagne gestartet, um mehr Kunden zu gewinnen und die App-Nutzung zu erhöhen. Im Ergebnis konnten die Kosten pro Download halbiert und die Kunden-Interaktionen mit der App um ein Drittel erhöht werden.

Einheitlicher Online-Zahldienst der Banken, Android-Clubhouse ist da, Sachsen setzt auf Check-In mit Corona-Warn-App.

Die in der Deutschen Kreditwirtschaft zusammengeschlossenen Bankenverbände, darunter vor allem Sparkassen und Volksbanken, führen (endlich) ihre Online-Bezahlverfahren Paydirekt, Giropay und Kwitt unter dem Namen “Giropay” zusammen. Ziel ist “die Bündelung der Zahlungsangebote in der deutschen Kreditwirtschaft, man könnte auch sagen: das Aufräumen unserer verschiedenen Ansätze“, sagt Joachim Schmalzl, Mitglied im Vorstand des Deutsche Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Ab heute stellen Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken ihr Handy-zu-Handy-Zahlsystem Kwitt auf “Giropay Geld-Senden” um. Ab Mittwoch können dann Kunden bei Händlern, die Paydirekt nutzen, das Giropay-Bezahlverfahren auswählen.

Klar, der erste Hype um Clubhouse ist vorbei, aber es wird dort munter in den Sprach-Chaträumen weitergetalkt und das Audio-Only-Format etabliert sich. Das funktioniert sehr gut und einfach und hat bereits Nachahmer bei Twitter und anderen auf den Plan gerufen. Bisher gab es die App ja nur für das iPhone, aber in den USA gibt es nun eine Beta-Version für Android, weitere englischsprachige Länder sollen folgen. Wer es ausprobieren möchte, kann die App hier downloaden und wird informiert, sobald sie in der jeweiligen Region verfügbar ist.

Als erstes Bundesland erlaubt Sachsen dem Einzelhandel, die neue Checkin-Funktion der offiziellen Corona-Warn-App zur Kontakterfassung von Kunden zu nutzen. Heißt: Anders als bislang, wo Kunden zwingend persönliche Kontaktdaten angeben müssen, können sich Kunden künftig anonym in den Läden registrieren. Denn die Corona-Warn-App kann anders als die Luca-App ohne Angabe persönlicher Daten genutzt werden. Bislang haben nur die Länder Sachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen auf eine offizielle Implementierung von Luca verzichtet. Händler dürfen aber auch in Sachsen alternative Verfahren zur Registrierung nutzen.

Bundesregierung setzt weiter auf Gesundheits-Apps, VW-Chef Diess sieht Zukunftsfrage der Branche in Software.

Der Bundestag treibt die Digitalisierung im Gesundheitssektor voran und hat dafür neue gesetzliche Grundlagen geschaffen. Neben dem Ausbau der Telemedizin und der Telematikinfrastruktur sollen künftig verstärkt Gesundheits-Apps zum Einsatz kommen, um etwa Demenzerkrankungen vorzubeugen oder mit Trainingsprogrammen die eigene Gesundheit zu stabilisieren.

Hörtipp: Im aktuellen Handelsblatt-Disrupt-Podcast äußert sich VW-Chef Herbert Diess zur Zukunft des Konzerns und warum er von der E-Mobilität überzeugt ist. “Das Thema Software ist für die Automobilindustrie in Summe die größte Herausforderung.” sagt Diess. Volkswagen hat zur Zeit nur etwa 10 % Eigenanteil an der Softwareentwicklung und will dies in den nächsten vier Jahren auf 60 % steigern. Bei der IT-Tochter Cariad Arbeiten zur Zeit 4000 Mitarbeiter an einer zentralen und einheitlichen Software (VW.OS) für alle Fahrzeuge aus der gesamten Volkswagen Gruppe; bis 2025 sollen es 10.000 Mitarbeiter bei jährlichen Investitionen von 2,5 Milliarden Euro sein. In Apple und Baidu sieht er mögliche Mitbewerber der Zukunft, wenn es um das “Smartphone auf Vier-Rädern” geht.

App-Tipps

Inspiration für App-Macher liefert unsere Serie mit täglichen App-Tipps powered by the_thing, Ihrem Partner für die Beratung und Implementierung anspruchsvoller IoT-Projekte.

Samsung Family Hub ersetzt die Post-Its am Kühlschrank.

Man steht vor dem Supermarktregal und grübelt, welche Lebensmittel für den Sonntagsbraten noch fehlen und was der eigene Kühlschrank noch so hergibt. Smart Home sei Dank gibt es mittlerweile viele nützliche Helfer, die den Alltag vereinfachen. Auch Kühlschränke werden immer smarter. Innenkameras zeigen den Inhalt, die Haltbarkeitsdaten der Lebensmittel werden erfasst, Temperaturen können reguliert werden und die Tür ist ein riesiges Display. Einer der Vorreiter in diesem Segment ist Samsung.
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Mit der Gardena Smart App den Garten per Smartphone in Schuss halten.

Der kälteste April seit 1977 liegt hinter uns und die ersten wirklich warmen Tage stehen bevor. Für Gartenfreunde beginnt damit die wichtigste Zeit des Jahres. Denn jetzt wird sichtbar, ob man wirklich einen grünen Daumen hat. Sensoren und smarte Helferlein können das Gärtnern ungemein erleichtern. Einer der bekanntesten Hersteller von Gartengeräten ist Gardena. Das Unternehmen zeigt mit seiner Smart App, wie Gartenarbeit im Zeitalter des Internet der Dinge funktioniert.
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