N26 mit Mitarbeiterschwund, Apple investiert in München, Luca-App in Mecklenburg-Vorpommern angebunden.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

“Farewell Uber, Open Table and apps for airlines I no longer fly. Hello DoorDash, Zoom and apps for picking wine to drink at home”, beginnt ein Artikel der “Washington Post” über ein Jahr Corona-Pandemie. Dazu nimmt der Autor einen spannenden Blickwinkel ein: Er beobachtet, wie sich die Homescreens unserer Smartphones in Zeiten der Pandemie verändert haben. Auch bei mir haben es wegen Corona einige Apps auf den Homescreen geschafft, die es vor einem Jahr noch gar nicht gab oder die ich noch nicht kannte: Neben der Corona-Warn-App auch die Lern-Apps Anton und LernSax für unseren Sohn. Und bei Ihnen? Posten Sie dazu gern via Twitter, LinkedIn oder Facebook mit dem Hashtag #CoronaHomeScreen und markieren Sie den mobilbranche-Account.

Ihr Florian Treiß

Partnerbeitrag: Skalierung jenseits des Duopols – Wie man ein neues Publikum auf TikTok erreicht


Für viele Marketer stellen Facebook und Google eine sichere Option dar, wenn es um Nutzerakquise und Retargeting geht. Es kommt jedoch ein Moment, in dem die Performance an eine Grenze stößt und die Skalierung kompliziert wird. Hier erfahren Sie, wie REPLUG der international erfolgreichen Fotodruck-App PhotoSì aus Italien dabei geholfen hat, über das Duopol hinaus zu skalieren und ein neues, nie erforschtes Publikum via TikTok zu erreichen.
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Luca-App in Mecklenburg-Vorpommern, N26 mit Mitarbeiterschwund, Banken bündeln Bezahldienste

Zwar können bereits bundesweit Geschäfte und andere Betriebe die umstrittene Luca-App nutzen, um Kunden über eine Checkin-Funktion zu erfassen und diese im Falle eines Corona-Ausbruchs warnen zu können – doch bislang funktionierte das System mangels der direkten Anbindung von Gesundheitsämtern mehr schlecht als recht. Das soll sich nun ändern: Die Gesundheitsämter in Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag an das System der Luca-App angeschlossen worden, um die Kontakte von Corona-Infizierten schneller ermitteln zu können. Dafür zahlt das Land Lizenz-Kosten von 440.000 Euro an die Entwickler der App, die in dem Rapper Smudo einen prominenten Fürsprecher hat. Nach reichlich Kritik haben die Macher der App zudem angekündigt, Ende März den Quellcode der App offenzulegen.

Die Berliner Smartphone-Bank N26 galt lange Zeit als eine Art “Everybody’s Darling” der Mobilbranche. Doch offenbar leidet das einst rasant auf 1.500 Mitarbeiter gewachsene FinTech an “Wachstumsschmerzen”, wie man euphemistisch sagen könnte: Die Belegschaft ist seit dem Beginn der Corona-Krise um mindestens 300 Personen geschrumpft, wie FinanceFWD heute berichtet. Das lässt auch den Disput um die Gründung eines Betriebsrats, über den wir im August berichtet hatten, in anderem Licht erscheinen.

Die deutschen Banken bündeln ihre mobilen Bezahldienste Paydirekt und Kwitt künftig unter der Marke Giropay. Das neue Giropay-Logo erinnert dabei an das Girocard-Logo – wohl weil perspektivisch auch die Girocard in das neue Verfahren integriert und damit online-tauglich werden soll. Die drei Bezahlverfahren werden zusammengeführt, der Rollout soll ab Mitte Mai erfolgen.  Ziel ist eine einheitliche Payment-Marke, die sämtliche Be­zahl­ver­fah­ren für Kun­den und Händ­ler ver­zah­nen soll und endlich eine ernstzunehmende, deutsche Alternative zu PayPal & Co bieten soll.

Apple investiert 1 Mrd Euro in München, Deutsche App Economy wächst, Apples Small Business Programm stellt iOS-Entwickler vor Probleme

Apple investiert über eine Milliarde Euro in den Entwicklungsstandort München. Mit dem Know-how deutscher Ingenieure soll München zum europäischen Zentrum für Chipdesign werden. Ziel ist es, sich von Chip-Herstellern unabhängiger zu machen und eigene Chips zu entwickeln, etwa für für die Verbindung zwischen iPhones mit Mobilfunknetzen. Auch die 6G-Entwicklung soll in München vorangetrieben werden, eine Lösung wird intern aber nicht vor 2030 erwartet. Apple will in München Hunderte neue Arbeitsplätze schaffen und auch ein neues Domizil für 1.500 Mitarbeiter bauen, das 2022 fertiggestellt werden soll. Wie das Gebäude aussehen soll, zeigt das Bild oben.

Die deutsche App Economy ist im vergangenen Jahr gewachsen. Apple-Zahlen für den App Store zeigen einen Anstieg der Gesamteinnahmen von 21 Prozent auf mehr als 2 Mrd Euro. Der App Store unterstützt laut Apple mehr als 250.000 Arbeitsplätze in Deutschland, was ein Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. In Europa waren es 2020 sogar 1,7 Mio Arbeitsplätze – ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Apps Made in Germany hat im App Store mittlerweile die Marke von 60.000 Apps geknackt. Dabei sind deutsche Apps ein Exportschlager: 75 Prozent des von deutschen App-Entwicklern generierten Umsatzes stammt von Nutzern aus anderen Ländern.

Mit dem kürzlich eingeführten App Store Small Business Program können kleine App-Publisher die In-App-Provisionen an Apple von 30 auf 15 Prozent reduzieren. Das soll kleinen Unternehmen eigentlich helfen, doch die Bedingungen zur Teilnahme an dem Programm lassen einige Entwickler verzweifeln. Ein Entwickler scheiterte trotz mehrfacher Nachfrage bei Apple an dem Verbot, Apps auf andere Firmen zu übertragen, während man Teil des Small Business Program ist. So will Apple verhindern, dass Entwickler einfach viele kleine Firmen gründen, um die Provisionsreduzierung bei allen ihren Apps zu erreichen.

WeChat nutzt Auslandskonten zur Stärkung der Zensur, USA setzen chinesische Telkos auf schwarze Liste, Xiaomi klagt erfolgreich gegen US-Sanktionen

WeChat nutzt offenbar ausländische Nutzerkonten, um die eigenen Algorithmen zu schulen. Das führt laut dem kanadischen Forschungsinstitut Citizen Lab dazu, dass Nutzer*innen aus dem Ausland unfreiwillig dabei helfen, den Ausbau des Zensurapparates voranzutreiben. WeChat muss Auslandskonten dafür nutzen, weil es im Heimatland China zu wenig regierungskritische Posts gibt, um die Algorithmen zu trainieren.

Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC hat chinesische Unternehmen als Bedrohung für Amerika eingestuft. Fünf Unternehmen, zu denen auch Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei und ZTE zählen, seien ein “inakzeptables Risiko” für die nationale Sicherheit und stehen künftig auf einer schwarzen Liste. Die Unternehmen sollen insbesondere beim weiteren Netzausbau künftig nicht mehr berücksichtigt werden.

Der chinesische Techkonzern Xiaomi hat dagegen erfolgreich gegen Sanktionen des US-Verteidigungsministeriums geklagt. Das zuständige Gericht in Washington hat die Beschränkungen zunächst ausgesetzt. Xiaomi wird vom Verteidigungsministerium seit Anfang des Jahres als “kommunistisch-chinesische Militärfirma” eingestuft und ebenfalls auf einer schwarzen Liste geführt. Auch Verbote gegen TikTok und WeChat pausieren.

App-Tipps

Inspiration für App-Macher liefert unsere Serie mit täglichen App-Tipps powered by Vytal, dem digitalen Mehrwegsystem für Take-Away & Delivery.

Wie Lego Vidiyo die Generation TikTok für Legosteine begeistern will.

Normalerweise braucht es fleißige Kinderhände, um Lego-Steine zum Leben zu erwecken. Doch die Generation TikTok lässt sich von Bausteinen nicht mehr so leicht vom Fernseher hervorlocken. Deshalb soll eine neue App analoge und virtuelle Welt zusammenbringen und Lego-Figuren zum Tanzen. Mit Lego Vidiyo können die coolen Kids von heute mit smarten Lego-Figuren eigene Musikvideos choreographieren und sich eine eigene Augmented-Reality-Welt aufbauen.
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Stereo will Clubhouse mit Live-Podcasts angreifen.

Ist Clubhouse schon wieder out? Wenige Wochen nach dem Start in Deutschland flacht der Hype um die Plauder-App langsam wieder ab. Nun schwappt die nächste Audio-App über den großen Teich. Social-Media-Experten bescheinigen Stereo großes Potenzial. Die Audio-App ist der Gegenentwurf zum elitären Clubhouse-Konzept: Sie ist auch für Android-Nutzer verfügbar und Audio-Chats lassen sich im Nachhinein noch anhören. Auch die Qualität der Talks soll durch die Möglichkeit, externe Mikros zu benutzen, deutlich höher sein als bei Clubhouse. Das macht die App vor allem für Podcaster und deren Zuhörer interessant. So will Stereo auch Nutzer*innen außerhalb der Online- und Media-Bubble erreichen.
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