10 Jahre mobilbranche.de, AdColony wechselt den Besitzer, Robinhood-Börsengang im März.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute ist es Zeit für ein bisschen Konfetti 🎉 und Party-Tröten 🥳: mobilbranche.de wird 10 Jahre alt! Daher ein großes und fettes DANKESCHÖN 🙏 an Sie, liebe Leserinnen und Leser, genauso wie an unsere Kunden, Partner und andere langjährige Weggefährten. Und natürlich gilt das Dankeschön auch an mein Team, das seit 10 Jahren dafür sorgt, Sie und Euch mit den spannendsten News und Hintergründen aus der Mobilbranche zu versorgen.

Ihr/Euer Florian Treiß
Gründer mobilbranche.de

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Wer sich immer noch fragt, was Mobile First bedeutet, sollte schleunigst von seinem Baum kommen, denn im Jahr 2021 wird Mobile Advertising zur unausweichlichen Säule im Marketing Mix. Welche Trends dabei besonders ins Auge gefasst werden sollten und was bam!-CEO Mustafa Mussa rät: mehr im Blog von bam! interactive

AdColony wechselt den Besitzer, was Jascha Samadi heute macht, Robinhood-Börsengang womöglich noch im März

Der In-App-Werbeanbieter AdColony, in dem einst das Hamburger Startup Apprupt aufgegangen war (und zwischendurch auch mal Opera Mediaworks hieß), wechselt den Besitzer: Das börsennotierte Unternehmen Digital Turbine aus Texas übernimmt AdCololny für einen geschätzten Gesamtbetrag von 400 Millionen US-Dollar. Bill Stone, CEO von Digital Turbine, sagt: “Wir freuen uns darauf, das AdColony-Team in der Digital Turbine-Familie begrüßen zu dürfen und glauben, dass diese strategische Transaktion unser Wachstum beschleunigt und sich positiv auf unsere Partner, Werbetreibenden, Mitarbeiter und Aktionäre auswirkt.”

Wo wir oben im Intro gerade bei alten Weggefährten waren: Apprupt-Gründer Jascha Samadi (im Foto) habe ich kurz nach der mobilbranche.de-Gründung kennengelernt und über die Jahre einige Interviews mit ihm geführt – ein Stück Mobilbranche-Geschichte also. Hier zum Nachlesen die Interviews von 2011, 2012 und 2015. Und was macht Jascha heute so? Nach seinem Ausstieg bei AdColony vor fast vier Jahren führt er heute einen Wagnitskapitalgeber für Krypto-Investments.

Doch wir wollen nicht sentimental werden – also weitere News aus der Branche: Die in den USA beliebte Trading-App Robinhood will die gesteigerte Aufmerksamkeit offenbar dazu nutzen, um schnellstmöglich selbst an die Börse zu gehen. Laut Bloomberg könnte der Börsengang schon im März über die Bühne gehen. Nutzer*innen der App könnten demnach eine Art Vorkaufsrecht erhalten. Die Trading-App steht nach einem Corona-bedingten Neukundenboom und der koordinierten Privatanleger-Revolte rund um Shortseller-Aktien wie GameStop im Fokus. Mehr dazu auch beim Handelsblatt.

Swarovski investiert in N26, Telekom knackt 100 Milliarden Euro Umsatz, AT&T gliedert Pay-TV-Geschäft aus

Der Schmuckkonzern Swarovski beteiligt sich über ein Investment-Vehikel an der Berliner Mobile-Bank N26. Allerdings handelt es sich offenbar um nur eine kleine Beteiligung von 0,05 Prozent der Anteile – was ausgehend von der aktuellen Bewertung von N26 über 3,5 Milliarden Euro einem Investment von 1,45 Millionen Euro entspräche. Deutlich mehr hat hingegen der Bestandsinvestor Earlybird nachgeschossen, und zwar rund 29 Millionen Euro.

Auch wenn wir hier gern über coole Apps wie N26 schreiben, auch die Telcos  machen nach wie vor ziemliches Big Business. So hat die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2020 erstmals die Marke von 100 Milliarden Euro Umsatz geknackt. Konkret stiegt der Konzernumsatz um 25,4 Prozent auf 101,0 Milliarden Euro. Das liegt jetzt aber weniger an der Genialität der Telekom (neue Produkte oder so), sondern vielmehr an der Übernahme des Wettbewerbers Sprint in den USA. Dadurch stieg zugleich auch der Umsatzanteil von Geschäften, die im Ausland erfolgen, von zuletzt 69,5 auf nun 75,5 Prozent. Die Deutsche Telekom ist also eher eine Internationale Telekom – und die will dieses Jahr massenhaft Geld in den Netzausbau pumpen: Nach fast 17 Milliarden Euro, die die Telekom letztes Jahr in den 5G-Ausbau steckte, wollen die Bonner 2021 noch eine Schippe drauf legen und rund 18,4 Milliarden Euro investieren.

Der US-Rivale AT&T hingegen will sein Geschäftsfeld verkleinern und back to the roots, nämlich sich aufs Telco-Geschäft konzentrieren: AT&T gab bekannt, dass das Unternehmen seine verlustschreibenden Videodienste DirecTV, AT & T TV und U-verses in einem separaten Unternehmen im Wert von 16,25 Milliarden US-Dollar ausgliedern will – Partner für den Deail ist Private-Equity-Gesellschaft TPG. Am Ende der Transaktion wird AT & T 70 Prozent des Stammkapitals von DirecTV und TPG 30 Prozent besitzen.

Sechs neue Android-Funktionen,35 Milliarden Euro Umsatz rund um Smartphone, FU Berlin sucht Teilnehmer für App-Studie

Google hat sechs neue Android-Features vorgestellt, die noch vor Android 12 ausgerollt werden sollen. So soll ein “Password Checkup” darüber informieren, ob ein Passwort im Rahmen eines Leaks oder Hacks möglicherweise gestohlen wurde, und welche Optionen der Nutzer in diesem Fall hat. Die Messages-App bekommt mit “später senden” ebenfalls ein neues Feature. Und für Menschen mit Sehbehinderung hat Google eine neue Version von TalkBack entwickelt. Der Screen-Reader bietet nun intuitivere Gesten, ein einheitliches Menü sowie ein neues Menü für die Vorlese-Steuerung.

Der Branchenverband Bitkom hat eine Prognose veröffentlicht, wonach im Smartphone-Ökosystem in Deutschland dieses Jahr Umsätze in Höhe von 35 Milliarden Euro erwartet werden. Dabei soll der Umsatz mit Apps um 11 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro steigen. Der Löwenanteil im Smartphone-Business fließt aber nicht an die App-Macher, sondern an Telcos (20,0 Milliarden Euro für Daten- und Sprachdienste) sowie in den Kauf von Smartphones (10,9 Milliarden Euro). Die restlichen 2,1 Milliarden Euro entfallen auf Netzinfrastruktur wie z.B. Ausgaben für neue WLAN-Router. Laut Bitkom nutzen mittlerweile 79 Prozent der Bundesbürger ab 16 Jahren ein internetfähiges Mobiltelefon (2020: 76 Prozent). Das entspricht 56 Millionen Menschen.

Ein Forscherteam der Freien Universität Berlin plant eine Studie im Bereich Mobile Health: Ziel der Studie ist es herauszufinden, wie hilfreich eine speziellen App für Menschen mit leichten bis mittelschweren psychischen Erkrankungen ist. Die App wurde von psychologischen Psychotherapeuten entwickelt. Kurse und Übungen orientieren sich an den Behandlungsleitlinien für Depression, Angststörungen und Schlafstörungen. Bisherige Forschung konnte die Wirksamkeit von digitalen Gesundheitsanwendungen bei psychischen Erkrankungen bereits belegen. Noch werden Studienteilnehmer gesucht, unter den monatlich Shopping-Gutscheine verlost werden.

Webinar-Tipp

Seit Wochen bewegt Mobile Marketer kaum ein Thema mehr als die Frage: Wie funktioniert Mobile Marketing unter iOS mit den neuen IDFA-Regeln? Die Bedeutung und Funktionsweise des IDFA ist vergleichbar mit der von Cookies im Web, er ermöglicht zum Beispiel die Zuordnung von einem in einer App angesehenen Werbemittel, das in den Apple Appstore führt, zum ersten Öffnen der beworbenen App. Ohne einem zentralen Identifier ist die effiziente Ausspielung von Werbekampagnen, Re-Targeting oder auch Fraud Prevention nicht möglich. Anlässlich der gravierenden Änderungen hat der BVDW nun ein Webinar aufgelegt, das sich mit der Frage beschäftigt: Ist das iOS-App-Tracking noch zu retten?

App-Tipps

Inspiration für App-Macher liefert unsere Serie mit täglichen App-Tipps powered by Vytal, dem digitalen Mehrwegsystem für Take-Away & Delivery.

Facebook launcht Rap-App “Bars”.

Facebook hat etwas überraschend eine neue App namens “Bars” an den Start gebracht. Mit der Hip-Hop-App können Hobby-Rapper*innen auf vorproduzierte Beats rappen, sich dabei filmen und das Ergebnis mit anderen Usern teilen. Die App ist nach der Band-App Collab der nächste Angriff auf TikTok und ist aber bisher nur als Beta-Version im App Store in den USA verfügbar.
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Dispo will mit 20 Mio $ Startkapital eine Art Retro-Instagram aufbauen.

Eine neue App zum Teilen von Fotos hat einen kleinen Hype ausgelöst. Dabei ist sie eigentlich eine Reise in die Vergangenheit und bietet im Wesentlichen nur eine Funktion: Das User Interface der App Dispo (von disposable camera) ist wie eine altmodische Einweg-Kamera aufgebaut. Nutzer*innen können nur den Blitz an- oder ausschalten und losknipsen. Filter oder andere Bildbearbeitungsfunktionen gibt’s nicht. Dispo ahmt dabei nicht nur die Optik einer Einwegkamera nach, sondern auch die grundlegenden Mechanismen. Ein Bild kann nicht sofort, sondern erst am nächsten Tag angesehen werden und wird über Nacht “entwickelt”.
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Freistaat Bayern will Verwaltung mit BayernApp digitalisieren.

Mit der digitalen Verwaltung ist das so eine Sache: Zwar lassen sich Behördentermine mittlerweile größtenteils online buchen und auch viele Anträge sind in den meisten Städten und Gemeinden digital verfügbar. Doch abgesehen von der bundesweit ausgelegten Ausweis-App, mit der sich Bürger*innen digital verifizieren können, sind flächendeckende Angebote eher die Ausnahme. Der Freistaat Bayern will seinen Bürgern nun mobilen Zugang zu möglichst vielen staatlichen und kommunalen Verwaltungsleistungen bieten. Dazu hat die Bayrische Staatsregierung die BayernApp gestartet.
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