Einkaufen via WhatsApp mit Charles, Suchapp Xayn will Datenschutz und Personalisierung versöhnen, Gericht kippt TikTok-Bann in USA.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Den Satz, dass es für (fast) alles eine mobile App gibt, hätte das Marketing von Apple vielleicht besser nicht geschrieben. Denn er inspiriert nach wie vor Entwickler, neue Anwendungen zur Lösung von Problemen zu schreiben, die eigentlich keine sind. So hat das Unternehmen Wanzl vor einiger Zeit eine App entwickelt, mit der Sie sich im Supermarkt einen Einkaufswagen ohne Münzen oder Einkaufschip holen können. Einfach dass NFC-Smartphone an den Griff halten und los geht’s. Allerdings waren die Wagen ja nicht ohne Grund angekettet. Um die Münzen zurückzuerhalten, muss der Wagen wieder zurück. Wenn das nun auch per Smartphone geht, gibt es ja eigentlich keinen Grund mehr, den Trolley nicht einfach stehen zu lassen. Und so vergibt Peer Schader in seinem Supermarktblog dann Wanzl auch den Preis für die “die überflüssigste App des Jahres”. So ganz unrecht hat der damit nicht.

Also weiter Augen auf bei der App-Installation!

Stephan Lamprecht für das Team von mobilbranche.de

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Partnerbeitrag: Darauf stehen Digital Natives – neuer Report von App Annie.

Die Generation Z besteht nicht nur aus Medienprofis, die gekonnt mit verschiedenen Apps und Medien jonglieren, sie macht auch den größten Anteil der Weltbevölkerung aus. Als neue Konsumierende sind die Markenpräferenzen der 7- bis 22-Jährigen noch nicht gefestigt, so dass Unternehmen die Möglichkeit haben, sich ganz neu zu platzieren. Die Daten- und Analyseexperten von App Annie liefern spannende Einblicke in das Online-Verhalten der Gen Z und eröffnen damit bedeutende Erkenntnisse für Marketing, Targeting und Co.
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Unsere News:

Charles ermöglicht Einkauf via WhatsApp, Timer für Instagram-Stories

1 Mio. Euro bringt ein illustrer Kreis in das Startup Charles ein. An der Finanzierung haben sich Branchengrößen wie Tarek Müller (AboutYou), Alexander Graf (Spryker Systems) und Nils Seebach (Etribes) beteiligt. Charles bietet eine Lösung als Software-as-a-Service, die den Conversational Commerce anschieben soll. Ohne Login sollen die Nutzer:innen damit via WhatsApp Fragen zu Produkten stellen, diese bestellen und kaufen, sogar retournieren. Und weil das alles per Chat funktioniert, gibt es auch keinen Checkout, sondern einen Chatout.

Instagram scheint erneut an der Funktion der Stories zu schrauben. Diesmal sieht es danach aus, als wolle das Unternehmen einen Timer für das Stories-Format einführen. Darauf deuten erste Screenshots hin. Demnach können Publisher dann festlegen, wie lange eine Story überhaupt angesehen werden kann. Noch gibt es aber einige Unklarheiten, wie das tatsächlich umgesetzt wird.

DHL stellt Frankierung per Kuli groß heraus, Suchapp will Datenschutz und Personalisierung versöhnen

Bisher wussten wohl nur Eingeweihte, dass ein Brief auch über das so genannte “Handyporto” frankiert werden konnte. Dazu schrieben die Nutzer:innen einen per SMS übermittelten Zahlencode einfach auf den Umschlag. Der Kauf einer Briefmarke war nicht notwendig. Diese Funktion stellt DHL im Rahmen des Updates seiner App nun auch öffentlich größer heraus. Anders als beim Weg über die SMS kostet diese Art der Frankierung lediglich den Portowert. Erworben wird der entsprechende Code direkt in der App, gezahlt wird via Paypal.

Je personalisierter das Angebot, desto mehr unserer privaten Daten haben wir preisgegeben. Das ist bei der Recherche bei Google genauso wie im Online-Shop. Das Berliner Startup Xayn möchte das in seiner App zumindest bei der Suche im Internet ändern. Personalisierung und Datenschutz müssen aus Sicht der Entwickler kein Widerspruch sein. Die App nutzt maschinelles Lernen, um bessere Suchergebnisse und personalisierte Nachrichten darzustellen. Dazu wird ein Teil des Lernens aber ausschließlich auf dem Gerät des Nutzers erledigt. Auf den Servern landen verschlüsselt KI-Modelle. Dort lernt das System aus den Modellen, was insgesamt zur Verbesserung des Systems führt.

Gericht weist Bann von TikTok in den USA zurück, 7-Eleven bringt eigenes Wallet, WhatsApp rollt Carts aus

Mit dem District Court in Washington hat ein zweites Bundesgericht den Versuch der Trump-Administration zurückgewiesen, den Download von TikTok in den USA zu verhindern. Der Richter folgte einem Urteil im Bundesstaat Pennsylvania, das ebenfalls feststellte, dass die Bundesregierung mit dem Bann ihre Kompetenzen überschreite, weil sie sich auf ein Gesetz für wirtschaftliche Notstände berufe. Dieses Vorgehen sei zweifelhaft.

Die Kette 7-Eleven betreibt in den USA die typischen Convenience-Stores. Snacks, Lebensmittel und Getränke sind im Angebot. Rund 14.000 Filialen besitzt der inzwischen japanische Mischkonzern in den USA. Um den Kund:innen im Zeichen der Coronakrise das hygienische kontaktlose Bezahlen zu ermöglichen, hat 7-Eleven nun ein eigenes Wallet für das Smartphone herausgebracht. Hinterlegt werden können Debit- und Kreditkarten, hauseigene Kreditkarten sowie die mobilen Verfahren Apple und Google Pay.

Verkaufen via WhatsApp ist nicht neu. Allerdings bringt Facebook für die App mit “Carts” weltweit eine neue Funktion für die Shops an den Start. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich dabei um den guten alten Warenkorb. Aus Sicht der Kaufwilligen ändert sich nichts. Sie rufen wie gewohnt den Shop über die Profilseite des Unternehmens auf. Bei den dargestellten Produkten befindet sich dann der Button zum Hinzufügen zum Warenkorb. In Deutschland ist das direkte Bezahlen in WhatsApp weiterhin nicht möglich. Dazu wird auf den Shop des Anbieters umgeleitet.

App-Tipps

Inspiration für App-Macher liefert unsere Serie mit täglichen App-Tipps powered by Handsome – Beautiful Apps. With Flutter.

Lime punktet mit Usability auf der letzten Meile.

E-Roller sind Fluch und Segen zugleich. Einerseits sind sie eine praktische Erfindung für das Zurücklegen der letzten Meile. Andererseits wird der Fußgängerweg in manchen Städten durch rücksichtslos abgestellte Roller, Leihräder und Mopeds zum Hindernisparkour und der Spaziergang durch die Innenstadt zum Spießrutenlauf. Lime ist einer dieser E-Rollervermieter, die seit 2018 auch in deutschen Großstädten aktiv sind.
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Bei Getsafe per Chatbot Schäden melden oder Versicherungen kündigen.

Getsafe will die angestaubte Versicherungslandschaft neu beleben. Das 2015 gegründete Insurtech-Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren vom digitalen Versicherungsmakler zur mobilen Versicherung entwickelt. Nutzer*innen können nicht mehr nur bestehende Policen verwalten und Produkte etablierter Versicherungsgesellschaften abschließen. Mittlerweile bietet Getsafe ausschließlich eigene Versicherungsprodukte an. Ob Kfz-, Hausrat- oder Drohnen-Versicherung, die Angebote unterscheiden sich von klassischen Versicherungen vor allem in einem Punkt: Täglich kündbar, sekundenschnell anpassbar ohne Papierkram oder bürokratische Hürden.
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Vytal vermeidet Verpackungsmüll mit smartem Mehrwegsystem.

Leihschüsseln statt Plastikmüll: Die Corona-Krise sorgt für eine steigende Beliebtheit von Essensbestellungen zur Lieferung oder Abholung – doch das führt zu einem rasanten Anstieg von Verpackungsmüll. Das Startup Vytal leistet mit einem smarten Mehrwegsystem für Verpackungen seinen Beitrag im Kampf gegen die Müllschwemme. Das Kölner Unternehmen will Einweg-Plastikschalen durch Leihschüsseln ersetzen.
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