App-Tipp: Ikea greift mit runderneuerter App im Mobile Commerce an.

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Ikea stand dem E-Commerce lange zögerlich gegenüber. Seit Billie-Regal und Co auch online geshoppt werden können, boomt der Online-Umsatz allerdings. Corona hat das Einrichtungshaus nun fast uneinholbar an die Spitze der umsatzstärksten Online-Möbelhändler in Deutschland katapultiert. Das ist sicher auch der im Sommer runderneuerten App für iOS und Android zu verdanken. Die hat nämlich endlich auch einen richtigen Mobile Shop. Die bisherige App war ausschließlich zur Vorbereitung für den Einkauf auf der Website oder in den Möbelhäusern konzipiert, eine Shopping-Funktion gab es nicht.

Weil es nicht gerade zeitgemäß für einen Marktführer ist, per App nur Merklisten speichern und dann im Laden oder auf der Website kaufen zu können, hat Ikea mit der neuen App nun einiges vor. Herzstück der App ist ein bildlastiger Inspirationsfeed. So können sich Ikea-Fans „im kleinsten Einrichtungshaus“ auf dem Smartphone wie in der Ikea-Ausstellung inspirieren lassen. Auf den Bildern sind Produkte verlinkt, zu denen beim Herunterscrollen Produktdetails wie Preis, Größe und Bezeichnung aufploppen. Mit guten Kategorien (Einkaufen nach Raum oder thematisch) und Filtereinstellungen (man kann z.B. auch nach Form filtern) kann die Suche bedarfsgerecht eingegrenzt werden.

Betrachtet man die Funktionen, ist aber noch Luft nach oben: Das sieht auch Ikea so und will die App langfristig „zu deinem individuellen, persönlichen Einkaufsbegleiter“ machen, „sowohl offline als auch online“. So sei vorstellbar, „einen extra Bereich für Ikea Family Kunden einzurichten und auch eine Verzahnung zu den digitalen Lösungen im Einrichtungshaus zu schaffen“, schreibt Ikea im Unternehmensblog. Interessant ist auch, dass das Thema Datenkontrolle in der App im Fokus steht. Nutzer*innen werden nach dem Download ganz genau über Datenschutz, Einstellungen und personalisiertes Einkaufen aufgeklärt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr von September 2019 bis August 2020 ist der Online-Umsatz um 74,3 Prozent auf 861 Millionen Euro gewachsen. Mittlerweile beträgt der Online-Anteil am Gesamtumsatz 16,2 Prozent (im Vorjahr waren es 9,4 Prozent). Die Online-Einnahmen haben damit den Corona-bedingten Umsatzrückgang in den deutschen Einrichtungshäusern kompensiert. Die Zahl der Online-Kunden ist im Vergleich mit anderen Online-Möbelhäusern hingegen nicht ganz so stark gestiegen.

Mit unseren täglichen App-Tipps wollen wir Denkanstöße für App-Macher und Retailer liefern, wie sie ihr Business für das neue Mobile-Jahrzehnt fit machen können. Alle App-Tipps finden Sie hier.

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